Bitcoin Rainbow Chart bei 70.000 USD in der DCA Zone, 2015, 2019 und 2023 folgten massive Anstiege

Bitcoin Rainbow Chart bei 70.000 USD in der DCA Zone, 2015, 2019 und 2023 folgten massive Anstiege

Der Bitcoin Rainbow Chart zeigt zum vierten Mal in seiner Geschichte ein Kaufsignal. Bitcoin handelt bei rund 70.000 US-Dollar im grünen Band des logarithmischen Langzeitmodells, das seit 2014 existiert und von der Community als DCA-Zone bezeichnet wird. In den drei vorherigen Fällen folgten auf den Eintritt in diese Zone Anstiege zwischen dem Fünf- und dem Hundertfachen.

In Kürze

  • Der Bitcoin Rainbow Chart signalisiert zum vierten Mal seit 2015 eine Akkumulationsphase
  • 100x nach 2015, 20x nach 2019, 5x nach 2023: Die historischen Renditen aus der Bitcoin DCA Zone
  • Warum die abnehmenden Multiplikatoren kein Schwächezeichen sind, sondern logarithmisches Wachstum zeigen

Der Bitcoin Rainbow Chart signalisiert zum vierten Mal seit 2015 eine Akkumulationsphase

Der Rainbow Chart überlagert eine logarithmische Wachstumskurve mit neun farbcodierten Bändern, die von „Basically a Fire Sale“ in Dunkelblau bis „Maximum Bubble Territory“ in Dunkelrot reichen.

Die grüne Bitcoin DCA Zone markiert den Bereich, den die Community historisch als ideale Akkumulationsphase identifiziert hat. Analyst Merlijn The Trader machte Anfang März auf X darauf aufmerksam, dass Bitcoin zum vierten Mal seit 2015 in diese Zone eingetreten ist.

Sein Post erzielte innerhalb weniger Tage über 265.000 Views. Dabei formulierte er zwei Szenarien: Entweder öffnet sich die nächste Expansionsphase, oder Bitcoin erlebt den ersten Bruch dieses Modells in seiner Geschichte. Der Fear-and-Greed-Index lag zum Zeitpunkt des Posts bei 15, also im Bereich „Extreme Fear“.

Bitcoin Rainbow Chart

Quelle: blockchaincenter.net

In der Vergangenheit fielen Eintritt in die Bitcoin DCA Zone und extreme Angst am Markt immer zusammen.

100x nach 2015, 20x nach 2019, 5x nach 2023: Die historischen Renditen aus der Bitcoin DCA Zon

Die Zahlen aus den drei bisherigen Zyklen sind bemerkenswert konsistent. Anfang 2015 lag Bitcoin bei rund 200 US-Dollar in der grünen Zone und stieg bis Dezember 2017 auf knapp 20.000 US-Dollar, ein Anstieg um den Faktor 100.

Anfang 2019 notierte Bitcoin bei etwa 3.500 US-Dollar im selben Band und erreichte im November 2021 rund 69.000 US-Dollar, ein Faktor von 20. Anfang 2023 lag der Kurs bei rund 16.500 US-Dollar, bevor er bis Oktober 2025 auf über 126.000 US-Dollar stieg, ein Faktor von etwa 7,5.

Das Muster ist eindeutig: Jedes Mal, wenn der Bitcoin Rainbow Chart die grüne Zone erreichte, folgte ein neues Allzeithoch innerhalb von 24 bis 36 Monaten. Gleichzeitig war jede dieser Phasen von Panikverkäufen bei Privatanlegern geprägt, während langfristig orientierte Investoren akkumulierten.

Warum die abnehmenden Multiplikatoren kein Schwächezeichen sind, sondern logarithmisches Wachstum zeigen

Von 100x auf 20x auf 5x bis 7,5x: Die sinkenden Multiplikatoren wirken auf den ersten Blick wie ein Zeichen nachlassender Dynamik. Tatsächlich sind sie die logische Konsequenz eines Assets, das über 16 Jahre von unter einem Dollar auf über 126.000 US-Dollar gestiegen ist.

Logarithmisches Wachstum bedeutet, dass die absoluten Gewinne pro Zyklus weiterhin enorm sind, selbst wenn die prozentualen Anstiege abnehmen. Ein 5x von 70.000 US-Dollar wäre ein Kurs von 350.000 US-Dollar.

Trotzdem ist der Bitcoin Rainbow Chart kein wissenschaftliches Modell, sondern eine visuelle Orientierungshilfe. Die Ersteller auf Blockchaincenter.net bezeichnen ihn selbst als „Meme-Chart“ und weisen darauf hin, dass er keine Anlageberatung darstellt.

Auch wurde das Modell 2022 gebrochen, als der Kurs unter die unterste Zone fiel, und musste 2023 mit einer konservativeren Kurve neu kalibriert werden. Wer den Bitcoin Rainbow Chart dennoch als Orientierung nutzt, erkennt darin kein Timing-Instrument, sondern eine Erinnerung daran, dass langfristige Akkumulation in Phasen maximaler Angst historisch die profitabelste Strategie war.

In einem Geldsystem, das auf beliebiger Vermehrung basiert, ist ein Asset mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten in der grünen Zone eines logarithmischen Wachstumsmodells kein Warnsignal, sondern eine Einladung. Wir berichteten bereits über die systematisch abnehmenden Drawdowns über vier Bitcoin-Zyklen hinweg.

Bitcoin & Ethereum – Pump am Montag

Bitcoin & Ethereum – Pump am Montag

Die Märkte starten positiv in die neue Woche, zumindest vorerst. Die Unsicherheiten sind weiterhin gegeben. Der Öl-Preis klettert über die 100$ Marke und es gibt weiterhin keine Entspannung. Trotzdem sehen wir, in einer entscheidenden Woche voller Zinsentscheide, erst einmal eine positiven Start. Setzt sich der Trend fort?

In Kürze

  • Bitcoin Chartanalyse
  • Bitcoin Ausblick
  • Ethereum Chartanalyse

Bitcoin Chartanalyse

Quelle: Tradingview*

Bitcoin (BTC) startet positiv in die neue Handelswoche. Kurzfristig können wir die Marke von 74.000 USD zurückerobern, fallen aber sofort wieder darunter. Der Verkaufsdruck scheint erst einmal zu hoch zu sein.

Das Handelsvolumen ist in den letzten Stunden kaum gestiegen. Die Unsicherheit bleibt weiterhin bestehen. Der Öl-Preis steigt über die Marke von 100$ und diese Woche stehen die Zinsentscheide in den USA & Japan an.

Somit werden wir vor allem mit Makro News einiges zu tun haben, welche dann auch die Richtung für die nächsten Wochen angeben können. Sollten wir eine hawkishe Rede von Powell bekommen, könnte es den nächsten Dämpfer an den Märkten geben.

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Bitcoin Ausblick

Quelle: Tradingview*

Im Tageschart hat sich ebenfalls kaum etwas geändert. Wir befinden uns weiterhin in der Range, welche mittlerweile Ähnlichkeiten mit der Seitwärtsphase im Januar hat. Daraufhin folgte ein massiver Dump.

Diese Entscheidung werden wir wahrscheinlich in dieser Woche sehen. Ein Pump in die Region um 76.000 USD ist weiterhin drinnen, würde aber noch keine massive Rallye oder Aufwärtsbewegung starten.

Hierfür ist die Makro-Lage weiterhin zu ungenau. Des Weiteren haben wir noch kein höheres Hoch im Tageschart gebildet, sondern immer nur die Liquidität über den letzten Hochpunkten abgeholt. Somit gibt es, noch nicht, Grund zur Hoffnung, für eine nachhaltige Rallye.

Ethereum Chartanalyse

Quelle: Tradingview*

Auch bei den Altcoins sehen wir etwas Bewegung. Während gestern bereits TAO massiv gepumpt ist, folgt heute Ethereum. Derzeit traden wir bei ca. 2.260 USD und somit über den letzten Hochpunkten. 

Das Problem ist jedoch weiterhin das geringe Volumen. Somit sieht es nicht nach einem nachhaltigen Ausbruch aus, aber wenigstens haben wir hier ein höheres Hoch erreichen können. Für eine Trendwende ist es jedoch noch etwas zu früh.

Sollten wir diese Hochs halten, könnte wirklich eine Rallye starten. Mittlerweile ist jedoch auch der RSI wieder im überkauften Bereich angekommen, somit müssen wir noch vorsichtig mit solchen Aussagen sein.

Falls wir einen Retest der Marke von 2.130 USD bekommen und diese halten, haben wir einen erneuten Versuch um nach oben, mit dann aber steigenden Handelsvolumen, zu bekommen.

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Bitcoin Stock-to-Flow Prognose bei 500.000 USD, Realität bei 70.000 USD, PlanB sieht Kaufgelegenheit

Bitcoin Stock-to-Flow Prognose bei 500.000 USD, Realität bei 70.000 USD, PlanB sieht Kaufgelegenheit

Die Bitcoin Stock-to-Flow Prognose steht vor ihrer größten Bewährungsprobe. Der pseudonyme Analyst PlanB, Erfinder des Stock-to-Flow-Modells, hat am 13. März auf X einen aktualisierten Chart veröffentlicht, der die Krypto-Szene erneut spaltet. Sein Kommentar dazu lautet sinngemäß: Entweder ist das Modell endgültig gescheitert, oder Bitcoin ist bei 70.000 US-Dollar absurd unterbewertet. Sein S2F-Modell, das 2024 mit einer neuen Formel kalibriert wurde, prognostiziert für den laufenden Halving-Zyklus 2024 bis 2028 einen Durchschnittspreis von rund 500.000 US-Dollar.

In Kürze

  • Bitcoin Stock-to-Flow hat seit Ende 2021 keinen Zyklus mehr korrekt abgebildet
  • Bitcoin Stock-to-Flow Prognose liegt 85 % über dem aktuellen Kurs, die größte Abweichung aller Zeiten
  • PlanB formuliert bewusst als offene Frage: entweder kaputt oder absurd unterbewertet

Bitcoin Stock-to-Flow hat seit Ende 2021 keinen Zyklus mehr korrekt abgebildet

Das Stock-to-Flow-Modell bewertet Bitcoin nach dem gleichen Prinzip wie Gold: Es setzt den vorhandenen Bestand (Stock) ins Verhältnis zur jährlichen Neuproduktion (Flow). Je höher das Verhältnis, desto knapper das Gut und desto höher der erwartete Preis.

Nach dem Halving im April 2024, das die Blockbelohnung auf 3,125 BTC halbierte, stieg das S2F-Ratio deutlich an. Das Modell leitet daraus einen sprunghaften Preisanstieg ab.

Tatsächlich folgte der Bitcoin-Kurs dieser Logik bis Ende 2021 mit bemerkenswerter Genauigkeit. PlanB hatte 2019 bei einem Kurs unter 4.000 US-Dollar einen Anstieg auf 55.000 US-Dollar vorhergesagt, der auch eintrat. Doch im Dezember 2021 prognostizierte das Modell über 100.000 US-Dollar, während Bitcoin bei rund 47.000 US-Dollar handelte.

PlanB hatte damals angekündigt, das Modell für ungültig zu erklären, wenn dieser Wert nicht erreicht würde. Er tat es nicht. Seitdem liegt der tatsächliche Kurs durchgehend unter dem Modellwert, und die Abweichung hat sich mit dem Refit 2024 sogar vergrößert.

Bitcoin Stock-to-Flow Prognose liegt 85 % über dem aktuellen Kurs, die größte Abweichung aller Zeiten

Der aktualisierte Chart zeigt die Diskrepanz in aller Deutlichkeit. Die treppenförmige Modellkurve springt nach dem Halving 2024 auf einen Zielbereich um 500.000 US-Dollar, während die farbigen Preispunkte bei rund 70.000 US-Dollar liegen. Der sogenannte Error-Indikator am unteren Rand des Charts, der das Verhältnis von tatsächlichem Preis zum Modellwert misst, befindet sich auf dem tiefsten Stand seit Bestehen des Modells.

Bitcoin Stock-to-Flow Model

Quelle: X

Die Bitcoin Stock-to-Flow Prognose impliziert damit eine Versiebenfachung des Kurses innerhalb der nächsten zwei Jahre. PlanBs Post auf X vom 13. März wurde innerhalb weniger Stunden über 136.000 Mal aufgerufen.

Analyst Bobby A widerspricht und hält maximal 200.000 bis 250.000 US-Dollar bis 2027 für realistisch. Seiner Einschätzung nach funktioniert das Modell als grober Langzeitindikator, versagt aber bei konkreten Preiszielen.

PlanB formuliert bewusst als offene Frage: entweder kaputt oder absurd unterbewertet

Die Hauptkritik am Bitcoin Stock-to-Flow richtet sich auf zwei Punkte. Erstens berücksichtigt das Modell ausschließlich die Angebotsseite und ignoriert Nachfrage, Kapitalflüsse, Makroökonomie und regulatorische Entwicklungen vollständig. Zweitens leidet die statistische Grundlage unter Autokorrelation: Vergangene Preise beeinflussen die Regressionslinie, was das hohe R² von über 95 % erklärt, aber die Vorhersagekraft untergräbt.

CoinGecko fasst zusammen, dass die Vorhersagen des Modells seit Ende 2021 gescheitert seien und der Preis seitdem erheblich vom Modellpfad abweiche. Dennoch hat PlanB mit dem Refit 2024 eine neue Formel eingeführt, die den historischen Daten besser entspricht.

Kritiker sehen darin Overfitting, also eine nachträgliche Anpassung, die vergangene Daten erklärt, aber keine verlässlichen Zukunftsprognosen liefert. PlanB selbst schließt seinen Post mit den Worten „Time will tell. DYOR!“ und rahmt die Bitcoin Stock-to-Flow Prognose damit bewusst nicht als Vorhersage, sondern als offene Frage an den Markt. Wir berichteten bereits über PlanBs S2F-Modell und die 500.000-Dollar-Prognose für den aktuellen Zyklus.

Kein Content mehr, kein Livestream: Andreas Antonopoulos Gesundheit beendet eine Ära der Bitcoin-Bildung

Kein Content mehr, kein Livestream: Andreas Antonopoulos Gesundheit beendet eine Ära der Bitcoin-Bildung

Andreas Antonopoulos Gesundheit zwingt eine der einflussreichsten Stimmen der Bitcoin-Szene zum Rückzug. Am 13. März veröffentlichte sein Team auf Patreon eine knappe Mitteilung: Aus gesundheitlichen Gründen werde Andreas keine Livestreams, Q&As oder neuen Content mehr produzieren. Der Patreon-Account bleibe bestehen.

Andreas Antonopoulos Gesundheit erzwingt das Ende aller Livestreams und neuen Inhalte

Die Nachricht kam ohne Vorwarnung und ohne Details zur Erkrankung. Der Post wurde in dritter Person verfasst, was darauf hindeutet, dass sein Team die Mitteilung formuliert hat.

Antonopoulos selbst hatte sich in den vergangenen Jahren zunehmend von sozialen Medien zurückgezogen. Auf seinem X-Account steht seit langem der Hinweis, dass er dort nicht mehr aktiv sei und Inhalte ausschließlich über Patreon veröffentliche.

Dass nun auch dieser letzte Kanal verstummt, markiert einen Einschnitt, den die Bitcoin-Community so nicht erwartet hatte. Über die Art der Erkrankung ist nichts bekannt. Spekulationen dazu verbieten sich, und weder Antonopoulos noch sein Team haben weitere Informationen veröffentlicht.

Von der iranischen Bankenkrise zur globalen Bitcoin-Bildung: Andreas Antonopoulos Gesundheit stoppt ein Lebenswerk

Antonopoulos entdeckte Bitcoin 2012 und widmete sich von da an vollständig der Aufklärung. Geboren 1972 in London als Sohn griechisch-iranischer Eltern, kannte er die Realität finanzieller Ausgrenzung aus eigener Erfahrung. Als junger Mann mit iranischem Hintergrund war es ihm zeitweise nicht möglich, ein reguläres Bankkonto zu eröffnen.

Diese Erfahrung prägte seine gesamte Arbeit: Bitcoin war für ihn nie nur Technologie, sondern ein Werkzeug gegen strukturellen Rassismus im Finanzsystem. In seinen Vorträgen betonte er immer wieder, dass 2 Mrd. Menschen weltweit keinen Zugang zu Bankdienstleistungen haben und dass Bitcoin dieses Problem lösen könne, ohne auf die Erlaubnis einer Zentralbank angewiesen zu sein.

Damit traf er den Nerv einer frühen Community, die Bitcoin nicht als Spekulationsobjekt, sondern als Werkzeug der finanziellen Souveränität verstand. Er brachte die damaligen eher utopischen Vorstellungen zu realen Erwartungen, die zum Nachdenken anregten.

Antonopoulos ist einer der wenigen, die Bitcoin bereits früh einordnen konnten und damit Millionen Menschen weltweit eine Perspektive jenseits des digitalen Zentralbankgeldes eröffnet haben. Auf seiner Website sind über 600 kostenlose Bildungsvideos, Workshops und alle sechs Bücher dokumentiert.

Sechs Bücher, 400 Podcasts und Auftritte vor dem kanadischen Senat prägten eine Generation

Mastering Bitcoin Antonopoulos, erstmals 2014 erschienen, gilt bis heute als das technische Standardwerk der Branche. Danach folgten „The Internet of Money“ in drei Bänden, „Mastering Ethereum“ gemeinsam mit Gavin Wood und „Mastering the Lightning Network“.

Über 400 Episoden seines Podcasts „Speaking of Bitcoin“, Hunderte kostenlose YouTube-Videos und Auftritte vor dem kanadischen Senat, dem australischen Bankausschuss und auf über 200 Konferenzen weltweit machten ihn zur meistgehörten Stimme der Bitcoin-Bildung.

Dabei blieb er konsequent unabhängig: Keine Firmenbeteiligung, kein Fonds, keine bezahlten Empfehlungen. Seine Einnahmen kamen fast ausschließlich über Patreon und Buchverkäufe. In einer Szene, die zunehmend von Unternehmensinteressen geprägt wird, war das eine Seltenheit.

Die Bitcoin-Community reagiert mit überwiegend respektvollen Reaktionen, auch wenn einige Stimmen an ältere Kontroversen erinnern. Antonopoulos hatte sich während der Pandemie öffentlich für die COVID-Impfung ausgesprochen und Kritiker auf seinen Kanälen blockiert, was ihm in Teilen der libertären Bitcoin-Szene Widerspruch einbrachte.

Unabhängig davon bleibt sein Beitrag zur Bitcoin-Bildung unbestritten. Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, wie schwer die Erkrankung ist und ob eine Rückkehr möglich sein wird.

Die Krypto-Guru-Redaktion wünscht Andreas Antonopoulos von Herzen eine schnelle Genesung und hofft, dass er seine Arbeit eines Tages wieder aufnehmen kann. Sein Vermächtnis in Form von sechs Büchern, Hunderten Vorträgen und einer ganzen Generation von Bitcoinern, die durch ihn den Zugang zu diesem Thema gefunden haben, bleibt uns bestehen.

Von 3,4 auf 2,4 Mio. BTC in zwölf Monaten: Der Bitcoin Supply Squeeze erreicht ein neues Ausmaß

Von 3,4 auf 2,4 Mio. BTC in zwölf Monaten: Der Bitcoin Supply Squeeze erreicht ein neues Ausmaß

Der Bitcoin Supply Squeeze hat ein historisches Ausmaß erreicht. Daten des Analyseanbieters Coinglass zeigen, dass die aggregierten Bitcoin-Bestände auf zentralen Börsen seit März 2025 von rund 3,4 Mio. BTC auf etwa 2,4 Mio. BTC gefallen sind. Das entspricht einem Rückgang von knapp einer Million Bitcoin innerhalb von zwölf Monaten und markiert den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Weniger als 12 % aller jemals geminten Bitcoin liegen damit noch auf Handelsplattformen.

In Kürze

  • Bitcoin Supply Squeeze beschleunigt sich trotz Kurskorrektur von 120.000 auf 70.000 USD
  • Sinkende Börsenreserven bei fallendem Kurs widersprechen dem klassischen Bärenmarkt-Muster
  • Bitcoin Supply Shock entsteht, wenn schrumpfendes Angebot auf stabile oder steigende Nachfrage trifft

Bitcoin Supply Squeeze beschleunigt sich trotz Kurskorrektur von 120.000 auf 70.000 USD

Besonders auffällig ist, dass sich der Abfluss von den Börsen nicht verlangsamt hat, obwohl der Bitcoin-Kurs seit dem Allzeithoch bei über 120.000 US-Dollar im Oktober 2025 auf aktuell rund 70.000 US-Dollar korrigiert hat.

In früheren Zyklen war das Gegenteil der Fall: Fallende Kurse führten typischerweise dazu, dass Anleger ihre Bestände zurück auf Börsen transferierten, um Verluste zu begrenzen oder Positionen aufzulösen. Diesmal ziehen Investoren ihre Bitcoin stattdessen weiter ab.

Einzelne Tage im März verzeichneten Netto-Abflüsse von über 30.000 BTC. Drei Kräfte treiben diese Entwicklung: Die Spot-Bitcoin-ETFs in den USA haben seit ihrer Einführung Ende 2023 Hunderttausende BTC absorbiert und halten diese in regulierten Custody-Strukturen außerhalb der Börsen.

Gleichzeitig akkumulieren börsennotierte Unternehmen wie Strategy weiter in großem Umfang. Dazu kommt ein wachsender Trend zur Self-Custody, bei dem Privatanleger ihre Bestände auf eigene Hardware-Wallets übertragen.

Sinkende Börsenreserven bei fallendem Kurs widersprechen dem klassischen Bärenmarkt-Muster

Die Kombination aus fallendem Kurs und sinkenden Börsenreserven ist historisch ungewöhnlich. In einem klassischen Bärenmarkt steigen die Börsenbestände, weil Anleger verkaufen oder sich auf Verkäufe vorbereiten. Dass das Gegenteil geschieht, deutet auf eine strukturelle Veränderung im Halterverhalten hin.

Long-Term-Holder, also Adressen, die Bitcoin länger als 155 Tage halten, kontrollieren derzeit rund 14,5 Mio. BTC. Dieser Wert liegt nahe an den Zyklusspitzen früherer Bullenmärkte und signalisiert Überzeugung statt Verteilung.

Gleichzeitig werden aktuell 40 bis 45 % des zirkulierenden Angebots mit Verlust gehalten, ein Niveau, das typisch für frühe Bärenmarkt-Phasen ist und kurzfristig zu Vorsicht mahnt. Der Bitcoin Supply Squeeze allein garantiert also keine unmittelbare Kursrally.

OTC-Handel bleibt aktiv und kann Verkaufsdruck erzeugen, der in den Börsenreserven nicht sichtbar ist. Auch liegt der Miner-Breakeven bei 64.000 bis 65.000 US-Dollar, was bei weiteren Kursrückgängen Zwangsverkäufe auslösen könnte.

Bitcoin Supply Shock entsteht, wenn schrumpfendes Angebot auf stabile oder steigende Nachfrage trifft

Dennoch erzählen die On-Chain-Daten eine klare Geschichte: Das sofort verfügbare Angebot auf Handelsplattformen schrumpft schneller als in jedem früheren Zyklus. Über 20 Mio. BTC sind bereits gemined, weniger als eine Million verbleiben zum Mining.

Die Emission neuer Coins nach dem Halving im April 2024 liegt bei nur noch 3,125 BTC pro Block. Wenn institutionelle Nachfrage über ETFs und Corporate Treasuries weiter auf dieses schrumpfende Angebot trifft, entsteht ein Bitcoin Supply Shock.

In vergangenen Zyklen folgten auf vergleichbare Tiefs bei den Börsenreserven starke Kursbewegungen nach oben. Ob sich dieses Muster wiederholt, hängt davon ab, ob die Nachfrageseite die aktuelle Konsolidierung zwischen 67.000 und 71.000 US-Dollar nach oben auflöst.

Die Angebotsseite jedenfalls wird mit jedem Tag enger. Wir berichteten bereits über die institutionelle Akkumulation und Fidelitys Schätzung, dass bis 2032 rund 8,3 Mio. BTC als illiquid gelten könnten.

River-Analyse zeigt: Bitcoin ist in geopolitischen Krisen langfristig die stärkste Anlageklasse

River-Analyse zeigt: Bitcoin ist in geopolitischen Krisen langfristig die stärkste Anlageklasse

Bitcoin Krisenschutz lässt sich messen und die Zahlen sind eindeutig. Eine aktuelle Analyse der Bitcoin-Plattform River vergleicht die 60-Tage-Renditen von S&P 500, Gold und Bitcoin nach sieben großen geopolitischen Ereignissen seit 2020. Das Ergebnis: In sechs von sieben Fällen war Bitcoin nach 60 Tagen die stärkste der drei Anlageklassen.

In Kürze

  • Von COVID bis Iran-Konflikt, die Bitcoin 60-Tage-Rendite schlägt Gold und S&P 500 in fast jeder Krise
  • Gold schützt am Tag des Schocks, Bitcoin Krisenschutz entfaltet sich in den Wochen danach
  • River vergleicht sieben Krisen seit 2020 – Bitcoin gewinnt fast jedes Mal

Von COVID bis Iran-Konflikt, die Bitcoin 60-Tage-Rendite schlägt Gold und S&P 500 in fast jeder Krise

Die Daten sprechen eine klare Sprache. Nach der US-Iran-Eskalation im Januar 2020 lag die Bitcoin 60-Tage-Rendite bei +20 %, während der S&P 500 um 7 % fiel und Gold nur 6 % zulegte. Nach dem COVID-Crash im März 2020 erholte sich Bitcoin um 21 %, nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine um 15 %, und nach der US-Bankenkrise 2023 sogar um 32 %.

River Analyse

Auch nach Trumps „Liberation Day“ im April 2025 lieferte Bitcoin +24 % innerhalb von 60 Tagen. Rivers Vergleichstabelle zeigt dabei ein konsistentes Muster: Bitcoin reagiert kurzfristig oft wie ein Risikoasset und fällt zunächst mit Aktien. Doch innerhalb von 60 Tagen dreht sich das Bild.

Gold schützt am Tag des Schocks, Bitcoin Krisenschutz entfaltet sich in den Wochen danach

Diese Unterscheidung ist entscheidend: Gold und Bitcoin erfüllen verschiedene Funktionen im selben Krisenumfeld. Gold reagiert sofort auf geopolitische Unsicherheit. Zentralbanken halten es seit Jahrhunderten als Reserve, Investoren fliehen instinktiv in Edelmetalle, wenn Risiken eskalieren.

Bitcoin dagegen fällt am Tag des Schocks oft mit, weil gehebelte Positionen liquidiert werden und Algorithmen es wie ein Tech-Asset behandeln. Doch in den Wochen danach kehrt sich die Dynamik um.

Wenn Regierungen auf Krisen mit Zinssenkungen, Liquiditätsspritzen und Defizitausgaben reagieren, profitiert Bitcoin überproportional. Der Bitcoin Krisenschutz wirkt also nicht gegen den Schock selbst, sondern gegen die monetären Konsequenzen der politischen Reaktion darauf.

River vergleicht sieben Krisen seit 2020: Bitcoin gewinnt fast jedes Mal

Der aktuelle Iran-Konflikt seit dem 28. Februar bestätigt den Trend: Nach 13 Tagen steht Bitcoin bei +14 %, während der S&P 500 bei -3 % und Gold bei -4 % liegen. Die vollständige 60-Tage-Bilanz steht allerdings noch aus, weshalb der direkte Vergleich mit den abgeschlossenen 60-Tage-Fenstern der anderen Ereignisse mit Vorsicht zu lesen ist.

Trotzdem zeigt sich das bekannte Muster: Am Tag des Schocks fiel Bitcoin zunächst mit den Märkten, erholte sich aber schneller als Aktien und Gold. Der einzige Ausreißer in Rivers Daten war das Yen-Carry-Trade-Unwinding im August 2024, bei dem Bitcoin mit nur +3 % am schwächsten abschnitt, aber selbst da war die Bitcoin 60-Tage-Rendite positiv.

Dass Bitcoin in sechs von sieben Krisen seit 2020 die höchste Rendite aller drei Anlageklassen lieferte, ist kein Zufall. Es ist die logische Konsequenz eines Assets mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten, das nicht von Zentralbanken verwässert werden kann.

Während Regierungen auf jede Krise mit mehr Geldschöpfung reagieren, wird Bitcoin mit jeder neuen Runde relativ knapper.

Gold schützt den Moment. Bitcoin schützt die Kaufkraft in den Monaten danach. Wer niedrige Zeitpräferenz verinnerlicht hat, wird in diesen Daten nicht Volatilität sehen, sondern ein Muster, das sich seit über sechs Jahren bei jeder Krise wiederholt.

Wir berichteten bereits über das historisch niedrige Bitcoin-Gold-Verhältnis und warum es in früheren Zyklen immer auf einen Wendepunkt hindeutete.