Stablecoin Steuer Frankreich: Ausschuss billigt Abgabe auf Tausch ab 2027

Stablecoin Steuer Frankreich: Ausschuss billigt Abgabe auf Tausch ab 2027

Die Stablecoin Steuer Frankreich passiert die erste Hürde: Der Finanzausschuss billigt im Haushaltsentwurf 2027 eine Steuer auf den Tausch in Stablecoins.

Finanzausschuss stimmt für Steuer auf Stablecoin-Tausch

Die Stablecoin Steuer Frankreich nimmt ihre erste Hürde: Der Finanzausschuss der Nationalversammlung hat im Haushaltsentwurf 2027 einen Änderungsantrag des Abgeordneten Nicolas Sansu angenommen. Danach soll der Tausch von Kryptowerten in Stablecoins ab dem 1. Januar 2027 steuerpflichtig werden.

Bisher löst der Umtausch von Bitcoin in einen Stablecoin bei Privatpersonen in der Regel keine Steuer aus. Erst der Verkauf gegen Euro gilt als steuerpflichtiger Vorgang. Der Antrag beendet diese Behandlung für den Tausch in E-Geld-Token nach der EU-Verordnung MiCA.

Gewinne würden an den Anschaffungskosten gemessen, bei unterschiedlichen Kaufpreisen mit gewichtetem Durchschnitt. Alternativ könnten Steuerpflichtige die gesamten Anschaffungskosten ihres Portfolios zum 31. Dezember 2026 auf die gehaltenen Werte verteilen.

Unrealisierte Krypto-Gewinne geraten ins Visier des Fiskus

Ein zweiter Änderungsantrag, am 8. Oktober angenommen, dehnt die Wegzugsbesteuerung auf nicht realisierte Krypto-Gewinne aus. Verlegt ein Haushalt mit Krypto-Beständen von mehr als 800.000 Euro seinen Steuerwohnsitz ins Ausland, würde der Fiskus auf Buchgewinne zugreifen. Auch diese Regel soll ab dem 1. Januar 2027 gelten.

Die Stablecoin Steuer Frankreich ist damit nur ein Teil des Pakets. Beide Maßnahmen stehen im Haushaltsentwurf der Nationalversammlung und sind bislang nur Ausschussbeschlüsse.

Zugleich schlug der Abgeordnete Daniel Labaronne vor, realisierte Krypto-Verluste zehn Jahre lang vortragen zu dürfen. Einen Antrag, Krypto in die Vermögensteuer einzubeziehen, lehnte der Ausschuss ab.

Vermögende Haushalte beim Wegzug ins Ausland betroffen

Die Wegzugssteuer träfe vor allem Haushalte mit hohen Beständen, die ihren Wohnsitz verlegen wollen. Sie müssten Steuer auf einen Wert zahlen, der noch nicht in Euro vorliegt. Wer dafür Bestände verkaufen muss, trägt das Liquiditätsrisiko; der Fiskus erhält dagegen früher Einnahmen.

Noch ist nichts beschlossen. Das Plenum der Nationalversammlung berät den Entwurf ab dem 13. Oktober, danach folgen weitere Lesungen. Der Starttermin 1. Januar 2027 bleibt Teil des laufenden Gesetzgebungsverfahrens.

Die Stablecoin Steuer Frankreich zeigt, dass ein Staat bereits den Wechsel in ein stabiles Token als Realisierung wertet, obwohl der Halter keine Euro erhält. Ob die Regeln das Plenum überstehen und wie sie MiCA-konform ausgestaltet werden, ist offen.

Für Halter in Frankreich hängt die Wirkung davon ab, ob der Gesetzgeber die Berechnung der Anschaffungskosten so übernimmt. Ein Beschluss im Plenum ersetzt keine Umsetzung, und ein Ausschussantrag ist kein Gesetz.

Wir berichteten über Steuer- und Regulierungsvorhaben für Krypto-Halter in Europa.

Krypto-Börsen Betrugsbekämpfung: Ermittler stoßen auf 11 Mio. US-Dollar

Krypto-Börsen Betrugsbekämpfung: Ermittler stoßen auf 11 Mio. US-Dollar

Die Krypto-Börsen Betrugsbekämpfung in Westafrika brachte 28 Festnahmen und 11 Mio. US-Dollar an potenziell einfrierbaren Geldern. Binance und Coinbase waren beteiligt.

Binance und Coinbase beteiligen sich an Betrugsaktion in Westafrika

Bei einer internationalen Aktion gegen Betrugsnetzwerke in Westafrika haben Ermittler mindestens 11 Mio. US-Dollar an potenziell einfrierbaren Geldern aufgespürt, wie die Beteiligten am 13. Oktober 2026 mitteilten. Die Krypto-Börsen Betrugsbekämpfung lief dabei parallel zu Razzien vor Ort. Nach Angaben von CoinDesk zählten Binance und Coinbase zu den beteiligten Unternehmen.

Die Operation begann am 6. Oktober in der Zentrale der britischen National Crime Agency (NCA) in London. Beteiligt waren das US-Justizministerium, das FBI und Polizeibehörden aus zehn Ländern, darunter Nigeria, Ghana, Großbritannien und die USA. Hinzu kamen 15 Technologiefirmen wie Google, Microsoft, OpenAI und Starlink sowie die Blockchain-Analysefirmen Chainalysis und TRM Labs.

Die Bilanz: 28 Festnahmen, 117 befreite Menschen, die in Betrugszentren in Ghana zur Arbeit gezwungen worden waren, und Hinweise auf mehr als 30 weitere solcher Zentren.

Börsen werten Transaktionsdaten gegen Betrugsnetze aus

Die Westafrika Betrugsmaschen reichten von Anlage- und Liebesbetrug über falsche Jobangebote bis zu Anrufen angeblicher Polizisten oder Soldaten. Die meisten Opfer lebten in den USA und Großbritannien. Meta löschte laut seiner Mitteilung zur Joint Disruption Week mehr als 3,7 Mio. Konten, Seiten und Gruppen auf Facebook und Instagram.

Coinbase identifizierte während der Aktion mehr als 65 aktive Betrugsopfer und verhinderte nach eigenen Angaben Verluste von über 415.000 US-Dollar. Welche Daten Binance beisteuerte, geht aus den offiziellen Mitteilungen nicht hervor.

In Ghana durchsuchte die Polizei ein Betrugszentrum im Vorort Sasaabi bei Accra. Dort wurden 19 Personen festgenommen und 303 Geräte beschlagnahmt. Die 89 dort identifizierten Opfer verloren zusammen rund 8,3 Mio. US-Dollar.

Gemeinsame Aktion von Krypto-Börsen und Ermittlern

Die 11 Mio. US-Dollar stufte FBI-Direktor Kash Patel als potenziell einfrierbar ein, verteilt auf mehrere afrikanische Länder. Eingefroren oder an Opfer zurückgegeben ist damit noch nichts. Für Geschädigte ist die Zusammenarbeit ein Vorteil, denn Guthaben auf zentralen Plattformen lassen sich sperren.

Die Krypto-Börsen Betrugsbekämpfung zeigt, dass diese Sperrmöglichkeit bei jeder Börse existiert und damit jedes Guthaben betrifft, das Kunden dort statt in eigener Verwahrung halten. Offen bleibt, wie viel der 11 Mio. US-Dollar tatsächlich eingefroren wird.

Gesperrt werden können nur Konten bei Verwahrern, nicht Bitcoin im Netzwerk selbst. Ob die Krypto-Börsen Betrugsbekämpfung in dieser Form fortgesetzt wird, haben die Behörden bislang nicht mitgeteilt.

Wir berichteten über die größten Krypto-Betrugsfälle der Geschichte.

Krypto Geldwäsche: Polizei fasst in Bangkok Verdächtigen eines 75-Mio.-Dollar-Netzes

Krypto Geldwäsche: Polizei fasst in Bangkok Verdächtigen eines 75-Mio.-Dollar-Netzes

Wegen Krypto Geldwäsche für kriminelle Gruppen hat die thailändische Polizei in Bangkok einen 37-jährigen Chinesen festgenommen. Über mehr als 133 Konten sollen rund 75 Mio. US-Dollar geflossen sein.

Polizei nimmt Verdächtigen in Bangkok fest

Die thailändische Polizei hat in Bangkok einen 37-jährigen Chinesen festgenommen. Er soll für ein internationales Netzwerk Krypto Geldwäsche im Umfang von mehr als 500 Mio. Yuan betrieben haben, umgerechnet rund 75 Mio. US-Dollar. Die Zeitung Khaosod English berichtete am Samstag, 17. Oktober 2026, über die Festnahme. Seinen Namen gab die Polizei nicht bekannt.

Die Beamten nahmen ihn in einem Luxushaus in der Hauptstadt fest. Nach Polizeiangaben lag in China bereits ein Haftbefehl gegen ihn vor. Sein thailändisches Visum war seit mehr als drei Jahren abgelaufen.

Um nicht gefasst zu werden, soll er seinen Wohnsitz mit gefälschten Dokumenten gemeldet und die Kennzeichen seiner Fahrzeuge gewechselt haben. Zuerst folgt ein Verfahren in Thailand, danach soll er an China überstellt werden.

Vorwurf: Krypto-Geldwäsche über mehr als 133 Konten

Die Ermittler werfen dem Mann vor, für kriminelle Gruppen Kryptowährungen und Devisen getauscht zu haben. Dafür soll er mehr als 133 Konten genutzt haben, über die Transaktionen von mehr als 500 Mio. Yuan liefen.

Außerdem soll er Visa für Mitglieder internationaler Verbrechergruppen besorgt haben, die mit weiteren Geldwäschefällen in Verbindung stehen. Welche Kryptowährungen dabei eine Rolle spielten, sagte die Polizei nicht. Eine Anklage gibt es bisher nicht, ein Gericht hat die Vorwürfe noch nicht geprüft.

Neben der Polizei verfolgt in Thailand das Amt zur Bekämpfung der Geldwäsche (AMLO) solche Fälle. Die Polizei Bangkok meldete bereits seit Herbst 2025 mehrere Festnahmen chinesischer Staatsbürger, die Erlöse aus Callcenter-Betrug über illegale Kryptobörsen gewaschen haben sollen. Die aktuelle Festnahme in Bangkok ist ein weiterer Fall dieser Art.

Devisenwechsel als Schwachstelle im Geldverkehr

Der Fall zeigt, dass Krypto Geldwäsche selten nur auf der Blockchain stattfindet. Entscheidend ist die Wechselstelle zwischen Kryptowährungen, Bankkonten und Bargeld. Wer dort viele Konten kontrolliert, kann verschleiern, woher Geld kommt und wohin es geht, egal in welcher Währung.

Kapitalverkehrskontrollen erhöhen die Nachfrage nach solchen Diensten. Chinas Devisenregeln erlauben Privatpersonen pro Jahr nur den Umtausch von umgerechnet 50.000 US-Dollar. Untergrund-Wechsler umgehen diese Grenze, für Kriminelle ebenso wie für Sparer, die Kapital ins Ausland bringen wollen.

Noch ist unklar, wie viel Geld auf den 133 Konten aus Kryptowährungen stammte und wie viel aus klassischen Devisen. Erst diese Aufteilung zeigt, welcher Anteil tatsächlich Krypto Geldwäsche war.

Das Verfahren in Thailand und die Überstellung nach China stehen noch aus. Das Risiko lag hier beim Vermittler, der fremdes Geld über Konten Dritter schleuste, nicht bei Bitcoin selbst.

Wir berichteten über die Razzia in China gegen Geldwäsche mit Kryptowährungen.

Tokenisierter Aktienhandel: Neun Konzerne wehren sich gegen OKXICE

Tokenisierter Aktienhandel: Neun Konzerne wehren sich gegen OKXICE

Gegen den tokenisierten Aktienhandel auf OKXICE haben neun US-Konzerne Widerspruch eingelegt, darunter CoreWeave, Broadcom und Verizon. Grundlage ist eine neue Ausnahmeregel der SEC.

CoreWeave, Broadcom und Verizon wehren sich gegen Handel auf OKX

Neun US-Konzerne haben Widerspruch gegen den tokenisierten Aktienhandel ihrer Papiere auf OKXICE eingelegt, das geht aus einer Mitteilung der Plattform vom Donnerstag, 15. Oktober, hervor. Neben CoreWeave, Broadcom und Verizon stehen AppLovin, Applied Digital, Rocket Lab, UnitedHealth, Applied Optoelectronics und Cerebras Systems auf der Liste.

OKXICE ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Kryptobörse OKX und der NYSE-Mutter Intercontinental Exchange, gegründet im Juni. Gründe für die Widersprüche nennt die Mitteilung nicht.

Am 4. Oktober hatte OKXICE 63 Ticker benannt, die es als Token anbieten will. Acht der neun Widersprechenden standen auf dieser Liste, Cerebras nicht. Einen Starttermin nennt die Plattform weiterhin nicht. Geplant bleibt der Handel mit Dutzenden US-Werten, darunter Nvidia, Apple, Microsoft und Tesla.

Neun Konzerne legen Widerspruch gegen tokenisierten Aktienhandel ein

Grundlage ist eine Ausnahmeregel der US-Börsenaufsicht. Am 17. September erließ die SEC die sogenannte Innovation Exemption, befristet auf fünf Jahre. Sie erlaubt Plattformen, tokenisierte Versionen börsennotierter US-Aktien zu handeln, ohne sich als Börse registrieren zu lassen.

Tokenisiert ein Dritter eine Aktie ohne Zutun des Unternehmens, muss die Plattform den Emittenten mindestens 30 Kalendertage vor Handelsbeginn informieren. Der Emittent hat dann 30 Tage Zeit für einen Widerspruch. Schweigen gilt als Zustimmung. Ein Widerspruch wirkt nur gegenüber der Plattform, die die Mitteilung verschickt hat.

Als einziges Unternehmen nannte Applied Optoelectronics gegenüber dem Wall Street Journal Gründe. Unklar sei, wie sich die Tokenisierung auf Kurs, Liquidität und Schwankungen der Aktie auswirke. Zudem könnten Anleger glauben, das Unternehmen unterstütze ein Angebot, das es weder initiiert noch gebilligt habe.

Tokenisierte Aktien: Wer die Kontrolle über den Handel behält

Der Streit zeigt, wer im tokenisierten Aktienhandel welche Interessen verfolgt. Plattformen verdienen am Handel rund um die Uhr, ohne die Pflichten einer klassischen Börse. Emittenten fürchten dagegen einen Markt, auf dem ihre Aktie ohne ihre Zustimmung gehandelt wird. Selbst Nasdaq will die eigene Aktie dort nicht sehen, weil solche Plattformen keine Echtzeit-Bestpreise zeigen und nicht an das konsolidierte Kursband melden.

Der Markt für tokenisierte Aktien wuchs von rund 680 Mio. US-Dollar zu Jahresbeginn auf etwa 3,5 Mrd. US-Dollar am 15. Oktober. Die SEC-Regel ist dabei eine befristete Ausnahme, keine endgültige Regulierung.

Für den tokenisierten Aktienhandel bleibt die Ausnahme damit ein Testlauf, dessen dauerhafte Regeln die SEC erst noch festlegen will. Ob weitere Emittenten bis Fristende widersprechen, ist offen.

Ein Aktien-Token bleibt ein Anspruch gegenüber Verwahrer und Plattform, deren Spielraum die Aufsicht jederzeit enger fassen kann. Wer die Aktie selbst im Depot hält, ist von diesem Streit nicht betroffen.

Wir berichteten über die IWF-Analyse zu Nachfrage und Handel tokenisierter Aktien.

Bitcoin Verbot Russland: Privathandel endet am 1. Juli 2027

Bitcoin Verbot Russland: Privathandel endet am 1. Juli 2027

Das Bitcoin Verbot Russland trifft den direkten Handel zwischen Privatleuten: Die Zentralbank bestätigte am 12. Oktober 2026 den Stichtag 1. Juli 2027.

Bitcoin Verbot Russland: Frist läuft bis Juli 2027

Das Bitcoin Verbot Russland nimmt Gestalt an: Die russische Zentralbank hat am 12. Oktober 2026 bestätigt, dass der direkte Handel zwischen Privatpersonen nur noch bis zum 1. Juli 2027 erlaubt bleibt. Danach darf jeder Kauf und Verkauf von Krypto-Werten nur noch über einen zugelassenen Broker oder eine registrierte Börse laufen.

Grundlage ist das Bundesgesetz Nr. 282-FZ über digitale Währungen und digitale Rechte. Präsident Wladimir Putin unterzeichnete es am 4. August, seit dem 1. September ist es in Kraft. Die Angaben beruhen auf Berichten von Fachmedien über die aktualisierten Hinweise der Zentralbank. Den Originaltext haben wir nicht eingesehen.

Handel unter Privatleuten endet in Russland

Bis zur Frist dürfen Russen Bitcoin noch direkt untereinander handeln (Peer-to-Peer, also ohne Zwischenstelle). Danach sind nur noch Unternehmen zugelassen, die den Umlauf digitaler Währungen organisieren, vor allem lizenzierte Broker und Börsenbetreiber aus dem Register der Zentralbank.

Das Bitcoin Verbot Russland enthält weitere Einschränkungen. Nach den Berichten dürfen Privatleute Coins nicht von einem lizenzierten Konto auf eine selbst verwaltete Wallet übertragen. Krypto-Kredite dürfen nur Broker, Treuhänder, Börsen und Clearinghäuser vergeben.

Für Kleinanleger ohne Qualifikation soll ein Kauflimit von 300.000 Rubel pro Jahr und Vermittler gelten, bezogen auf liquide Werte wie Bitcoin und Ether. Die Sberbank trat am 12. Oktober dem Börsenregister bei und will am 1. Dezember eigene Krypto-Produkte starten.

Einordnung: Staatliche Kontrolle ersetzt den Direktkauf

Das Bitcoin Verbot Russland untersagt den Direkthandel, nicht den Besitz. Neu ist, dass jede Transaktion über Stellen läuft, die der Staat lizenziert und einsehen kann. Zentralbank und Großbanken gewinnen Kontrolle und Kundschaft. Privatleute verlieren einen Weg, Vermögen außerhalb des Bankensystems zu erwerben. Ob die Regeln zur Selbstverwahrung in der Praxis durchgesetzt werden, ist offen.

Das Gesetz verengt den Zugang zu knappem Geld auf Kanäle, die sich überwachen lassen. Das Bitcoin-Netzwerk bleibt davon unberührt, die Obergrenze von 21 Mio. Einheiten ändert kein Gesetz.

Russen haben damit eine Übergangsfrist bis Juli 2027. Offen bleibt, wie streng die Aufsicht den Transfer in eigene Wallets verfolgt.

Wir berichteten über Regulierung und Kapitalkontrollen rund um Bitcoin.

FBI zerschlägt Krypto-Betrugsnetz: 112 Server beschlagnahmt

FBI zerschlägt Krypto-Betrugsnetz: 112 Server beschlagnahmt

Das Krypto Betrugsnetz wurde nach Angaben von Cointelegraph von der Staatsanwaltschaft Brooklyn und dem FBI zerschlagen. 112 Server und 241 Webseiten wurden abgeschaltet.

Justiz und FBI schlagen gegen Krypto-Betrugsnetz zu

Die Staatsanwaltschaft in Brooklyn und die Bundespolizei FBI haben ein Krypto Betrugsnetz zerschlagen, wie Cointelegraph am 15. Oktober 2026 berichtet. Die Ermittler beschlagnahmten 112 Server und legten 241 Webseiten still. Die Behörden sprechen von Schäden in zweistelliger Millionenhöhe.

Die Masche richtete sich gezielt gegen russischsprachige Menschen in den USA. Eine offizielle Mitteilung der Behörden lag bei Redaktionsschluss nicht vor, die Zahlen stützen sich daher auf die Medienberichte und sind unbestätigt.

112 Server und 241 Webseiten vom Netz genommen

Die Aktion traf die technische Grundlage des Betrugsnetzes. Wer die Server kontrolliert, steuert Webseiten, Anmeldedaten und die Kommunikation mit den Opfern. Mit der Beschlagnahme von 112 Servern verloren die Betreiber diese Kontrolle auf einen Schlag.

Die 241 Webseiten gaben sich als Anlageplattformen aus. Nach Angaben von Cointelegraph wurden sie im Rahmen von Anlagebetrug in den USA genutzt, um Einzahlungen in Kryptowährungen einzusammeln. Wie viele Verdächtige identifiziert wurden und ob es bereits Festnahmen gab, ist bislang nicht bekannt.

Ebenfalls offen ist, wie viel des gestohlenen Geldes sichergestellt werden konnte. Eine Rückgabe an die Geschädigten ist nicht angekündigt. Das FBI betreibt für Betroffene das Internet Crime Complaint Center, bei dem Anlagebetrug gemeldet werden kann.

Wie die Betrugsmasche über Webseiten funktionierte

Solche Netze arbeiten meist nach demselben Muster. Opfer werden über Anzeigen oder Chat-Nachrichten auf eine Plattform gelockt, die hohe Renditen verspricht. Die angezeigten Gewinne existieren nur auf dem Bildschirm, das eingezahlte Geld landet direkt bei den Tätern.

Die Zielgruppe war hier eng gewählt. Eine gemeinsame Sprache und Gemeinschaft senken das Misstrauen und lassen Empfehlungen schnell weiterwandern. Die vielen Webseiten dienten dazu, gesperrte Adressen sofort zu ersetzen.

Wichtig ist die Unterscheidung: Betroffen waren Betrugsplattformen, nicht Bitcoin als Protokoll. Das Netzwerk selbst wurde nicht angegriffen, das Geld ging an Verwahrer und Betreiber, die das Opfer nie prüfen konnte.

Wer eine fremde Plattform mit Einzahlungen füttert, trägt das volle Gegenparteirisiko. Das Krypto Betrugsnetz zeigt, dass bei fremder Verwahrung niemand die Auszahlung garantiert.

Offen bleibt, ob die Ermittler die Täter fassen und Gelder zurückholen. Eine Anklage steht nach den bisher bekannten Angaben noch aus.

Wir berichteten über frühere Fälle von Anlagebetrug mit Kryptowährungen.