El Salvador beschleunigt Bitcoin-Strategie nach IWF-Abkommen

El Salvador beschleunigt Bitcoin-Strategie nach IWF-Abkommen

El Salvador hat seine Bitcoin-Käufe intensiviert, nur einen Tag nachdem eine Vereinbarung mit dem Internationalen Währungsfonds getroffen wurde, die darauf abzielt, die von der Regierung geleiteten Krypto-Aktivitäten zu reduzieren.

In Kürze

  • El Salvador erweitert seine Bitcoin-Reserven

  • ES passt Bitcoin-Strategie an und beschleunigt Käufe

  • ES bleibt Vorreiter in der Bitcoin-Adoption

El Salvador erweitert seine Bitcoin-Reserven

Am 19. Dezember erweiterte El Salvador, das erste Land, das Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einführte, seine strategischen Reserven um 11 BTC im Wert von über einer Million US-Dollar. Mit diesem jüngsten Kauf hält das Land nun insgesamt über 5.980 Bitcoin, deren aktueller Wert laut dem National Bitcoin Office Tracker bei mehr als 577 Millionen US-Dollar liegt.

Bislang hat El Salvador seine Bitcoin-Akkumulation im Rahmen des „1 Bitcoin pro Tag“-Programms konsequent fortgesetzt. Dieses Programm wurde von Präsident Nayib Bukele ins Leben gerufen, nachdem Bitcoin im Jahr 2022 offiziell als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt wurde.

ES passt Bitcoin-Strategie an und beschleunigt Käufe

Der jüngste Bitcoin-Kauf markiert eine Abkehr von El Salvadors bisheriger Strategie und steht im Einklang mit den Plänen des National Bitcoin Office, die Käufe in einem „beschleunigten Tempo“ fortzusetzen. Diese Entwicklung wurde am 19. Dezember von der Direktorin des Bitcoin Office, Stacy Herbert, bestätigt. Der Schritt folgt einem noch nicht offiziell bestätigten IWF-Abkommen über 1,4 Milliarden US-Dollar, das Änderungen in der Bitcoin-Politik des Landes vorsieht. Der Internationale Währungsfonds hat wiederholt auf die wirtschaftlichen Risiken hingewiesen, die die Einführung von Bitcoin für die finanzielle Stabilität des Landes mit sich bringen könnte.

Im Rahmen der Vereinbarung hat El Salvador zugestimmt, die Pflicht für Unternehmen, Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren, abzuschaffen und es optional zu machen. Außerdem werden Steuerzahlungen auf US-Dollar begrenzt. Darüber hinaus plant die Regierung, die staatlich unterstützte Krypto-Wallet Chivo einzustellen, die 2021 zur Förderung von Bitcoin-Transaktionen eingeführt wurde.

El Salvador beschleunigt Bitcoin-Strategie nach IWF-Abkommen

ES bleibt Vorreiter in der Bitcoin-Adoption

Trotz der jüngsten Anpassungen bekräftigte Stacy Herbert, dass El Salvador weiterhin Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptieren und seine Bemühungen verstärken wird, die Wirtschaft des Landes stärker auf Bitcoin auszurichten. Dazu gehört die Förderung von Bitcoin-Kapitalmärkten, die Unterstützung privater Bitcoin-Wallets und die Fortführung von Bildungsprogrammen, um das wachsende Ökosystem weiter auszubauen.

Ein zentraler Bestandteil der Strategie bleibt die Ausbildung von Blockchain-Entwicklern sowie Programme zur Vermittlung von Finanzwissen. Diese Initiativen zielen darauf ab, die Fähigkeiten der Bevölkerung zu stärken und das Interesse anderer Regierungen an Bitcoin zu inspirieren. Dieses Interesse wird zusätzlich durch den Plan des neuen US-Präsidenten Donald Trump befeuert, eine strategische Bitcoin-Reserve einzurichten, was die weltweite Aufmerksamkeit auf die Kryptowährung weiter steigert.

Fake News von BlackRock: Maximale BTC-Einheiten änderbar?

Fake News von BlackRock: Maximale BTC-Einheiten änderbar?

Seit der Einführung eines Bitcoin ETFs beim größten Investmentkonzern der westlichen Welt, BlackRock, wurden immer wieder verschiedene Werbeanzeigen veröffentlicht, welche die Wichtigkeit von Bitcoin für ein Investment verdeutlichen. In einem der jüngsten Werbevideos wird erklärt, dass sich die maximale Anzahl an Bitcoin verändern kann, da keine Garantie für die Sicherheit des Netzwerks existiert. Dabei handelte es sich allerdings um eine rechtliche Relevanz, aufgrund welcher die Anwälte von BlackRock wohl in die Botschaft auf diese Weise in das Video integriert haben. Zu den BlackRock Fake News zur maximalen Anzahl an Bitcoin Einheiten, erklärte der Bitcoin Entwickler Adam Back auf X seine Eindrücke. 

In Kürze

  • Fake News von BlackRock durch Werbevideo
  • Adam Back sieht rechtliche Anforderunghinter der Botschaft
  • Block Size Wars und die Debatte zur Erhöhung der Umlaufmenge

Fake News von BlackRock durch Werbevideo

Michael Saylor veröffentlichte das 3-minütige Werbevideo von BlackRock auf X. Dort ist am Ende ein Haftungsausschuss zu sehen, der bei einigen Akteuren der Bitcoin Szene rinr Diskussion auslöste.

Maximale BTC-Einheiten BlackRock

Über die maximale BTC-Einheiten heißt es in dem Haftungsausschluss (frei übersetzt):

Es kann nicht garantiert werden, dass die Sicherheitsverfahren, mit denen das Treuhandvermögen projiziert werden soll, tatsächlich wie vorgesehen funktionieren oder sich als erfolgreich erweisen, um das Treuhandvermögen gegen alle möglichen Quellen von Diebstahl, Verlust oder Schaden zu schützen.

Darüber hinaus waren weitere Aussagen mit dem Risiko einer Investition behaftet. Hierbei wird klar, dass sich der Haftungsausschluss auf eine breitere Behauptung über das Risiko von Bitcoin bezieht.

Adam Back sieht rechtliche Anforderung hinter der Botschaft

Adam Back, ein Bitcoin Entwickler, der vom Gründer Satoshi Nakamoto bereits im Whitepaper von Bitcoin erwähnt wurde, beschwichtigte die Situation. Er behauptete, dass BlackRock im Video zwar von einer maximalen BTC-Einheit spricht, am Ende allerdingsa aufgrund rechtlicher Maßnahmen das Risiko des Totalverlustes äußerte.

Dazu erklärte Adam Back:

Okay, ich habe mir das Video angesehen. Im Voice-Over und im Text wird bestätigt, dass die Obergrenze bei 21 Millionen liegt. Allerdings deutet der unausgesprochene Disclaimer darauf hin, dass es keine absolute Garantie dafür gibt, dass sich diese Grenze nicht in Zukunft ändern könnte. Es scheint offensichtlich, dass ihre Anwälte sie dazu gebracht haben, das zu formulieren, da sie Investmentprodukte verkaufen und keine direkte Kontrolle über Bitcoin haben.

Da es sich bei BlackRock um einen Investmentkonzern handelt, muss er sich bei der Haftung herausnehmen. Auch wenn ein Investment in Bitcoin durch die Garantie der Blockchain abgesichert ist, muss BlackRock also gleichzeitig davor warnen.

Block Size Wars und die Debatte zur Erhöhung der Umlaufmenge

Die Block Size Wars waren die Debatte aus 2017, bei der genau diese Eigenschaft von Bitcoin verändert werden sollte. Dadurch entstanden aber keine neuen Bitcoin, sondern es spaltete sich eine neue Blockchain von der alten ab. Diese Blockchain heißt Bitcoin Cash Plus. Bitcoin Cash ist ebenfalls eine Abspaltung, welche sich vor allem auf die Steigerung der Blockgröße fokussierte.

Bitcoin Cash Plus hat ebenfalls die Änderungen bei der Skalierung der Blockgröße von Bitcoin Cash übernommen, allerdings gleichzeitig bei der maximalen Obergrenze von 21 Millionen Bitcoin, eine unbegrenzte Obergrenze geschaffen. Dabei ist die Diskussion, die BlackRock also entfacht hat, schon seit einigen Jahren Geschichte.

Vor allem seit der Veröffentlichung von Bitcoin Cash Plus am 2. Januar 2018 ist also klar, dass die maximale Menge von 21 Millionen Bitcoin nicht verändert werden kann.

Fed-Effekt: Größter Nettoabfluss an einem Tag bei Bitcoin-ETFs

Fed-Effekt: Größter Nettoabfluss an einem Tag bei Bitcoin-ETFs

Fed-Effekt: Der BTC-Kurs stürzte nach Powells Worten am Mittwochabend stark ab und zog die Altcoins mit runter.

In Kürze

  • Fed-Effekt sorgt für Unsicherheit am Markt

  • Roter Rekord

  • Auch Ethereum-ETFs im Minus

Fed-Effekt sorgt für Unsicherheit am Markt

Die Entwicklung des Bitcoin-Kurses in den letzten Tagen war nicht weniger als eine deutliche Korrektur, die den Kurs um etwa dreizehntausend Dollar nach unten drückte.

Es scheint, dass die Kommentare von Herrn Powell bei der letzten FOMC-Sitzung die US-Investoren verschreckt haben, da sie innerhalb eines Tages mehr als 670 Millionen Dollar aus Bitcoin-ETFs abgezogen haben.

Roter Rekord

Nachdem er die Leitzinsen um weitere 25 Basispunkte gesenkt hatte, warnte der Fed-Vorsitzende Powell, dass es bis 2025 aufgrund der alarmierenden Zahlen an der Inflationsfront nicht mehr so viele Zinssenkungen geben könnte. Um die Dinge für BTC und Altcoins noch schlimmer zu machen, fügte er hinzu, dass es der Zentralbank nicht erlaubt sei, Bitcoin für sich selbst zu kaufen und zu speichern, was im Widerspruch zu einem der vielen Pro-Krypto-Versprechen von Donald Trump steht.

Die Auswirkungen des Fed-Effekts waren sofort spürbar, als der Preis der wichtigsten Kryptowährung am Mittwochabend von über 105.000 Dollar auf 98.000 Dollar fiel. Nach einem Sprung auf fast 103.000 Dollar am Donnerstag übernahmen die Bären wieder die Kontrolle über den Markt und drückten ihn auf ein mehrtägiges Tief von unter 96.000 Dollar, was zu Liquidationen von mehr als einer Milliarde Dollar führte.

Dies geschah während der US-Handelszeiten. Daten von FarSide deuten darauf hin, dass US-Investoren tatsächlich um ihre Allokationen in risikoreichere Vermögenswerte wie BTC fürchteten und begannen, Gelder aus Bitcoin-ETFs abzuziehen. Tatsächlich erwies sich der 19. Dezember als der schlechteste Tag in Bezug auf die täglichen Abflüsse in der fast einjährigen Geschichte der ETFs.

Insgesamt wurden 671,9 Millionen Dollar aus den Finanzinstrumenten abgezogen, wobei der FBTC von Fidelity und der BTC von Grayscale mit 208,5 bzw. 188,6 Millionen Dollar an der Spitze lagen. Sogar der IBIT von BlackRock, der weiterhin Rekorde bricht, konnte keine neuen Mittel anziehen, verzeichnete aber zumindest keine größeren Abflüsse und schloss den Tag bei 0,0 Dollar.

Fed-Effekt

Auch Ethereum-ETFs im Minus

Die börsengehandelten Ethereum-Spotfonds waren fast einen Monat lang auf Erfolgskurs und verzeichneten seit dem 21. November keinen einzigen Tag mit Nettoabflüssen. Allerdings änderte sich auch ihr Umfeld durch den Fed-Effekt: Anleger zogen 60,5 Millionen Dollar ab.

Obwohl dieser Betrag mehr als zehnmal kleiner ist als derjenige der Bitcoin-ETFs, blieb der ETH-Kurs nicht verschont. Der Wert ist in den letzten Tagen um mehr als 9% gefallen und kämpft um 3’350 Dollar, nachdem er zuletzt bei 4’000 Dollar abgelehnt wurde.

FDP fordert im Wahlprogramm eine Bitcoin-Reserve

FDP fordert im Wahlprogramm eine Bitcoin-Reserve

Am gestrigen Mittwoch, dem 18. Dezember, veröffentlichte die FDP ihr Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2025. Dort ist ebenfalls ein Absatz zu Bitcoin und Kryptowährungen zu finden, indem es heißt, dass Bitcoin als Reserve genutzt werden könnte. Ebenfalls wird für die Einführung von Krypto-ETFs in Europa plädiert. Der Ausschnitt aus dem Wahlprogramm deckt sich mit der Kritik von Christian Lindner gegenüber der Regierung am Sonntag im Bundestag, die Chance bei Bitcoin verpasst zu haben.

In Kürze

  • FDP fordert Bitcoin-Reserve
  • Zulassung von Krypto-ETFs in Europa
  • Wird Bitcoin im Bundestag salonfähig?

FDP fordert Bitcoin-Reserve

Schon am Sonntag äußerte sich Christian Lindner zu der verpassten Chance, das Potential von Bitcoin nicht anzuerkennen, im Bundestag. Jetzt wurde das Wahlprogramm veröffentlicht, dort heißt es:

Wir sind offen dafür, dass die Europäische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank Kryptowährungen wie Bitcoin als Währungsreserven verwenden. Das kann die Resilienz des europäischen Währungssystems stärken.

Dabei wird klar, dass die liberalen Politiker ähnlich wie andere Länder überall auf der Welt die Vorteile des Inflationsschutzes durch eine Bitcoin-Reserve nutzen möchten.

FDP fordert Bitcoin-Reserve

Am Montag gab es bereits in Ohio eine Gesetzesvorlage zur Einführung von Bitcoin als Deckung der Staatsfinanzen. Für Deutschland ist dies ein bedeutender Schritt, der nun auch Bitcoin im Bundestag salonfähig machen könnte.

Zulassung von Krypto-ETFs in Europa

Darüber hinaus wird im Wahlprogramm die Zulassung eines Krypto-ETFs gefordert. Ebenfalls soll die Blockchain-Technologie breitflächig gefördert werden.

Dazu Wahlprogramm der FDP heißt es weiter:

Wir begrüßen die Entwicklung von Kryptowährungen und Digital Ledger Technologie und setzen uns für die Zulassung von Krypto-ETFs ein.

Die FDP möchte also die Vorteile von Bitcoin- und der Blockchain-Technologie nutzen, um Deutschland und Europa besser auf dem Weltmarkt zu positionieren.

Wird Bitcoin im Bundestag salonfähig?

In den letzten Jahren gab es kaum eine Debatte zu Bitcoin im Bundestag. Lediglich die parteilose Abgeordnete Joana Cotar setzt sich seit Jahren für dieses Thema ein. Durch die FDP könnte die Debatte jetzt ernst genommen werden.

Am Sonntag kritisierte Christian Lindner die aktuelle Politik der Bundesregierung in Bezug auf Bitcoin und Kryptowährungen.

FED-Chef Powell`s Kontra: Wir dürfen Bitcoin nicht besitzen!

FED-Chef Powell`s Kontra: Wir dürfen Bitcoin nicht besitzen!

Die Federal Reserve unter Jerome Powell hat keine Pläne, Bitcoin als Teil ihrer Reserven zu integrieren. Während Präsident-elect Donald Trump eine strategische Bitcoin-Reserve fordert, wächst weltweit der Druck, Bitcoin als Reservewährung zu akzeptieren – auch aus Ländern wie Russland und Frankreich sowie von der FDP in Deutschland.

In Kürze

  • Trumps Pläne
  • Internationale Unterstützung
  • Auswirkung auf Bitcoin
  • Kontra von der FED
  • Prognose

Jerome Powell, Vorsitzender der US-Notenbank Federal Reserve, stellte kürzlich klar, dass die Institution keine Bitcoin besitzt und dies auch nicht ändern wird.

Jerome Powell beton in einer Rede:

Wir dürfen Bitcoin nicht besitzen.

Diese Aussage fällt in eine Zeit, in der Bitcoin weltweit an Bedeutung gewinnt und sogar als potenzielle Reservewährungen diskutiert wird.

Trumps Pläne und mögliche Spannungen

Die Haltung der Fed könnte bald auf die Probe gestellt werden, da Präsident-elect Donald Trump angekündigt hat, eine nationale Bitcoin-Reserve schaffen zu wollen. Dieser Plan sieht vor, beschlagnahmte Bitcoin-Bestände strategisch zu nutzen, ähnlich wie die bestehende Ölreserve der USA. Trump argumentiert, dass Bitcoin nicht nur als Absicherung gegen die Inflation, sondern auch als geopolitisches Instrument genutzt werden könnte.

Die Meinungsverschiedenheiten zwischen Trump und Powell könnten jedoch erneut zu Spannungen führen. Bereits in seiner ersten Amtszeit kritisierte Trump wiederholt die Entscheidungen der Fed und zeigte offen seine Abneigung gegenüber Powell. Es bleibt abzuwarten, ob Trump tatsächlich versuchen wird, Powell aus dem Amt zu drängen – ein rechtlich schwieriges, aber nicht unmögliches Unterfangen.

Internationale Unterstützung für Bitcoin

Während die Fed an ihrer skeptischen Haltung gegenüber Kryptowährungen festhält, wächst international die Unterstützung für Bitcoin als strategische Reserve. Russland, das sich verstärkt vom US-Dollar lösen möchte, und Frankreich, das mehr finanzielle Unabhängigkeit im globalen System anstrebt, haben öffentlich Interesse an Bitcoin als Reservewährung signalisiert.

Auch in Deutschland gibt es prominente Befürworter: Die FDP setzt sich zunehmend für die Nutzung von Bitcoin ein und sieht darin eine Chance, das Finanzsystem langfristig zu stabilisieren und zu modernisieren. In einer Zeit, in der Vertrauen in Fiat-Währungen sinkt, könnte Bitcoin als globale Alternative dienen.

Gesetzesinitiativen in den USA

Auch innerhalb der USA bleibt die Diskussion um Bitcoin lebendig. Senatorin Cynthia Lummis, eine bekannte Unterstützerin der Kryptowährung, brachte kürzlich einen Gesetzesentwurf ein, der die Schaffung einer Bitcoin-Reserve vorsieht. Ihr Vorschlag sieht vor, bestehende Goldreserven oder Einlagen der Fed-Banken zur Finanzierung einer solchen Reserve zu nutzen. Doch Experten erwarten Widerstand, insbesondere von der Fed, die traditionell auf Stabilität und Vorsicht setzt.

Powell bekräftigte, dass die Hauptaufgabe der Fed darin besteht, das Bankensystem zu schützen und stabil zu halten.

Er erklärt:

Wir überwachen genau, wie Kryptowährungen mit dem Bankensystem interagieren, um Risiken zu minimieren.

Diese Haltung verdeutlicht, dass die Fed Kryptowährungen weiterhin kritisch betrachtet, insbesondere angesichts ihrer Volatilität und der regulatorischen Unsicherheiten.

Ein Blick in die Zukunft

Ob Trump Powells Rolle tatsächlich in Frage stellt oder ob internationale Forderungen nach Bitcoin als Reservewährung umgesetzt werden, bleibt abzuwarten. Klar ist, dass die Diskussion um Bitcoin an Fahrt gewinnt – sowohl in den USA als auch weltweit. Während die Fed an ihrer konservativen Linie festhält, könnten politische und wirtschaftliche Entwicklungen die Dynamik um Bitcoin nachhaltig verändern.

MiCA-Verordnung: EU veröffentlicht finalen Entwurf

MiCA-Verordnung: EU veröffentlicht finalen Entwurf

Die Europäische Union (EU) hat den finalen Entwurf der MiCA-Verordnung veröffentlicht und damit den Weg für einen Rahmen zur Regulierung von Kryptoassets geebnet.

In Kürze

  • MiCA tritt am 30.12.2024 in Kraft
  • EU veröffentlicht finale Strategie zur MiCA-Verordnung
  • Starke Kritik an der ToFR-Verordnung

MiCA tritt am 30.12.2024 in Kraft

Die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) hat ihren endgültigen Entwurf der Verordnung über Märkte für Kryptoassets (MiCA) vorgelegt und damit den Weg für die Umsetzung des Rahmenwerks geebnet. Da die MiCA-Verordnung der EU am 30. Dezember 2024 in Kraft treten soll, hat diese Entwicklung weitreichende Diskussionen ausgelöst, da sich Investoren und Regulierungsbehörden auf bedeutende Veränderungen in der Kryptowährungslandschaft vorbereiten.

EU veröffentlicht finale Strategie zur MiCA-Verordnung

Der jüngste Bericht der ESMA enthält umfassende technische Regulierungsstandards (RTS) und Leitlinien, um eine reibungslose Umsetzung der MiCA-Verordnung zu gewährleisten. In den vergangenen 18 Monaten hat die ESMA gemeinsam mit der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) mehr als 30 RTS und Leitlinien erarbeitet. Ein wichtiger Schwerpunkt der MiCA-Verordnung ist die Verhinderung von Marktmissbrauch. Die neuen Standards definieren Systeme zur Aufdeckung und Meldung verdächtiger Aktivitäten, einschließlich grenzüberschreitender Fälle.

Damit wird sichergestellt, dass die Behörden unverzüglich gegen Marktmissbrauch im Zusammenhang mit Kryptowährungen vorgehen können. Darüber hinaus wird in den Leitlinien auch die umgekehrte Werbung hervorgehoben und bestätigt, dass diese nur in engen Grenzen eingesetzt werden sollte. Dienstleistungen müssen ausschließlich auf Kundenanfrage erbracht werden, um unter diese Ausnahmeregelung zu fallen, wodurch ein Missbrauch zur Umgehung der MiCA-Vorschriften verhindert wird.

Für Crypto-Asset-Service-Provider (CASPs) gelten unterdessen strengere Regeln im Rahmen der Eignungsrichtlinie, die sich an den MiFID-II-Standards orientiert. CASPs müssen bei der Beratung ihrer Kunden maßgeschneiderte Empfehlungen abgeben oder geeignete Anlageentscheidungen treffen, um die Kohärenz zwischen den verschiedenen Rechtsrahmen zu gewährleisten. Darüber hinaus gelten neue Regeln für die Übertragung von Krypto-Vermögenswerten.

MiCA-Verordnung

Starke Kritik an der ToFR-Verordnung

Die Transfer of Funds Regulation ist eine Verordnung, die der MiCA unterliegt und ebenfalls am 30.12. in Kraft tritt. Die Regelung zielt darauf ab, Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung durch Kryptowährungen effektiver zu bekämpfen. Die ToFR verpflichtet sogenannte Krypto-Asset-Dienstleister (CASPs) wie Börsen oder Zahlungsanbieter dazu, umfangreiche Daten zu Transaktionen zu sammeln, weiterzuleiten und zu speichern.

Die ToFR verpflichtet CASPs dazu, bei jeder Transaktion – unabhängig von der Höhe – die Identität des Absenders und des Empfängers zu überprüfen und zahlreiche Daten zu erheben. Zu den zu übermittelnden Informationen gehören Name, Adresse, Geburtsdatum und Kontodetails. Diese Daten werden während der Transaktion an den jeweiligen Empfänger-Dienstleister übermittelt und für einen festgelegten Zeitraum gespeichert, um eine Rückverfolgbarkeit durch Behörden zu ermöglichen.

Das bedeutet aber auch, dass jeder, der eine Krypto-Transaktion durchführt, unter Generalverdacht gestellt wird, Geldwäsche oder Terrorismus zu finanzieren. Für mich bedeutet diese Neuregelung nur eine weitere Ausweitung der Überwachung unter dem üblichen Deckmantel.

Abgesehen von dem wie immer vorgeschobenen Deckmantel „Schutz vor Geldwäsche und Terrorismus“ macht die EU damit einen riesigen Schritt zurück. Während die Stimmen der Weltmächte dieser Welt immer lauter werden, eine Bitcoin Reserve anzulegen, denkt die EU nur an eine Ausweitung der Überwachung. Damit macht sich die EU wieder einmal selbst wettbewerbsunfähig. Es bleibt zu hoffen, dass sowohl die EU als auch die Kryptoindustrie langfristig Wege finden, regulatorische Anforderungen mit den Grundprinzipien von Dezentralität, Datenschutz und Nutzerfreundlichkeit in Einklang zu bringen. Die Hoffnung ist zwar gering, aber bekanntlich stirbt sie zuletzt.