Mastercard kauft Blockchain-Analyse-Unternehmen CipherTrace

Mastercard kauft Blockchain-Analyse-Unternehmen CipherTrace

Bereits vor einiger Zeit hat Mastercard angekündigt, Kryptowährungen in ihr System zu integrieren. Zum gestrigen Tag verhärteten sich die Absichten des Zahlungsdienstleisters. Mastercard hat angegeben, das Blockchain-Analyse-Start-Up CipherTrace aufzukaufen. Der Betrag zur Übernahme wurde hierbei nicht genannt.

In Kürze

  • Krypto Akzeptanz
  • Mastercards Krypto Adoption
  • Mastercard erwirbt CipherTrace

Mastercard auf dem Weg zu Krypto Adoption

Mastercard ist eines der größten Finanzdienstleistungsinstitute der Welt. Mit einer Marktkapitalisierung von rund 343 Mrd. Dollar steht das Unternehmen bei AssetDash auf Platz 27 der größten Unternehmen der Welt.

Seit nun knapp einem Jahr beschäftigt sich Mastercard öffentlich mit dem Thema Kryptowährungen und CBDC. Zuvor galten Kryptowährungen für die meisten Banken und Finanzdienstleister als hoch spekulativ und als Zahlungsmittel für kriminelle Machenschaften.

Diese Haltung gegenüber Bitcoin und anderen dezentralen Währungen steht derzeit jedoch im Wandel. Immer mehr Banken und milliardenschwere Fonds werden Kryptos gegenüber neutral oder sogar positiv gestimmt und nehmen diese mit in das Investmentsortiment ihrer Anleger auf.

Mastercard

Zu diesen Finanzdienstleistern zählt auch Mastercard. Bereits im September letzten Jahres wurde eine Testplattform errichtet, die den Zweck erfüllen soll, Transaktionen von CBDC`s, also digitalen Zentralbankwährungen, durchführen zu können.

Im Februar diesen Jahres folgte ein weiterer großer Schritt in Richtung Krypto Adoption. Mastercard analysierte den damaligen Finanzmarkt und erkannte großes Potenzial in den dezentralen digitalen Währungen. Das Unternehmen hat angekündigt, Kryptowährungen noch dieses Jahr in ihren Zahlungsverkehr zu integrieren.

Im April wurden erneut Schlagzeilen geschrieben. Mastercard ging eine Kooperation mit der von den Winklevoss-Brüdern geführte Krypto Börse Gemini ein. Zusammen haben die beiden Parteien den Plan, eine gemeinsame Krypto Kreditkarte herauszugeben, die ihren Nutzern einige Vorteile bringen soll.


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Mastercard erwirbt CipherTrace

Zum gestrigen Donnerstag, dem 09. September 2021, wurde von Seiten Mastercards ein offizieller Blogbeitrag veröffentlicht, der die Übernahme von CipherTrace bestätigt. CipherTrace ist ein Blockchain-Analyse-Start-Up, das fundamentale Daten über die Blockchain sammelt.

Anhand von Berichten, die jährlich auf dem Markt erscheinen, werden diese Daten analysiert und ausgewertet. Dadurch kann die Sicherheit für Kunden gestärkt und Risiken schneller erkannt werden.

Der Präsident für Internet und KI bei Mastercard, Ajay Bhalla, erklärt:

Digitale Assets haben das Potenzial, den Handel neu zu gestalten – von alltäglichen Handlungen wie Bezahlen und Bezahlt werden, bis hin zur Umgestaltung von Volkswirtschaften, die dadurch integrativer und effizienter werden.

Mit dem rasanten Wachstum des Ökosystems digitaler Vermögenswerte steigt auch die Notwendigkeit, dafür zu sorgen, dass es vertrauenswürdig und sicher ist. Unser Ziel ist es, auf den komplementären Fähigkeiten von Mastercard und CipherTrace aufzubauen, um genau das zu erreichen.

Diese Übernahme bedeutet jedoch keinesfalls, dass CipherTrace ab sofort nur noch für Mastercard tätig ist. Bisherige Kooperationen des Blockchain-Analyse-Unternehmens werden wie gewohnt fortgeführt.

Bislang stehen noch einige Auflagen im Raum, die von beiden Seiten noch geregelt werden müssen. Der Abschluss des Kaufvertrags wird voraussichtlich zum Ende diesen Jahres stattfinden. Die Summe, die für die Übernahme aufgebracht werden muss, wurde nicht veröffentlicht.

Krypto Regulierung in der EU: Neue Umfrage zeigt klare Tendenzen

Krypto Regulierung in der EU: Neue Umfrage zeigt klare Tendenzen

Kryptowährungen haben in den letzten Jahren einen starken Zuwachs verzeichnen können. Ebenfalls ist aufgrund der Corona-Pandemie der Einfluss der Europäischen Union auf die einzelnen Mitgliedsländer stark gestiegen, wobei auch die digitale Entwicklung stärker denn je voranschreitet. In einer aktuellen Umfrage wird der Einfluss der EU auf die Krypto Regulierung der jeweiligen Staaten betrachtet.

In Kürze

  • Einfluss der EU im Zuge von Corona
  • Umfrage zur Krypto Regulierung in der EU
  • Klare Tendenzen in Richtung Unabhängigkeit und Aufklärung

Der steigende Einfluss der EU

Viele Mitgliedsstaaten der EU leiden aktuell unter den Folgen der Pandemie. Aus diesem Grund wurde von der Europäischen Union ein Finanzplan für die wirtschaftliche Erholung ins Leben gerufen. Durch diese Entscheidung wurde nicht nur die größte Finanzierung von Brüssel für die einzelnen Volkswirtschaften gestartet, sondern auch die Abhängigkeit zur EU so verstärkt, wie noch nie.

Krypto Regulierung in der EU

Der im Juni gestartete Rettungsfonds konnte einen Betrag von 750 Milliarden Euro verzeichnen. In einer Umfrage mit 31.000 Beteiligten aus 12 Mitgliedsstaaten von Redfield & Wilton Strategies, welche exklusiv für Euronews durchgeführt wurde, wurde der Einfluss der EU auf die Mitgliedsländer bei der Krypto Regulierung betrachtet.

Umfrage zur Krypto Regulierung in Europa

Dabei wurden neben Deutschland, Frankreich, Estland, Griechenland, Ungarn, Litauen, Italien, den Niederlanden, Polen, Lettland und Spanien auch Portugal befragt. Dabei fällt auf, dass viele Bürger Europas der Meinung sind, die EZB greife zu sehr in die Wirtschaft des Landes ein. Mit 61% hat Griechenland hier den größten Anteil. Auch in Deutschland ist mit 34% ein großer Anteil der Bürger dieser Meinung. Die komplette Umfrage kannst Du hier finden.

Dazu erklärte Dimitar Likov, Forscher am Wilfried Martens Centre for European Studies in Brüssel bei Euronews Next:

Der lange Kater der Eurokrise von vor zehn Jahren ist in Ländern wie Griechenland und Italien immer noch zu spüren. Ein großer Teil der Bevölkerung ist immer noch davon überzeugt, dass die Krise durch Fehlentscheidungen auf EU-Ebene verursacht wurde und nicht durch gravierende Schwächen im heimischen Bankensektor, steigende Staatsverschuldung und nicht reformierte Arbeitsmärkte.


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Dabei fällt auf, dass die ursprüngliche Idee des Bitcoins in dieser Umfrage von bekannten Forschern unserer Zeit aufgegriffen wird. Denn die Unabhängigkeit zu den Banken, allen voran der EZB, ist in Zeiten von Corona noch viel stärker gestiegen, als 2008.

Dabei wurde auch die Idee eines digitalen Euros aufgegriffen, was allerdings wenig Fürsprache erhalten konnte. Im Vergleich wurde eine große Beteiligung bei der Erschaffung von nationalen, digitalen Währungen erkannt.

Am stärksten sprachen sich hierfür die Italiener (41%) aus, dicht gefolgt von den Griechen (40%), den Esten (39%) und den Spaniern mit 37%. Das einzige Land, in dem es mehr Gegner, als Befürworter der Initiative gab, sind die Niederlande. In Deutschland gibt es dazu keine klare Meinung, denn 30% sprachen sich dafür, aber auch dagegen aus.

Unabhängigkeit und Aufklärung klar im Vordergrund der Krypto Regulierung

Dabei zeigt die Umfrage eine klare Tendenz in Richtung Unabhängigkeit und Aufklärung der Krypto Regulierung auf. Lokale Vorschläge überwiegen den europäischen Ideen zu mehr Kontrolle durch eine europäische Digitalwährung und verschiedenster Gesetze in Richtung Krypto Regulierung. In der Vergangenheit haben bereits viele europäische Staaten gelernt, dass eine stärkere Abhängigkeit zur EZB wirtschaftlich und makroökonomisch gesehen keine gute Idee ist.

Ob die Mitgliedsstaaten in Zeiten der Entwicklung eines digitalen Euros auf den Wunsch der Bürger zu mehr Unabhängigkeit eingehen werden, wird sich erst in der Zukunft zeigen. Trotzdem fällt ebenfalls klar auf, dass die Krypto Regulierung in der EU noch mit sehr viel Unwissenheit verknüpft ist. In Zukunft wird das Thema in vielen Ländern, auch durch den gestiegenen Erfahrungshorizont, immer mehr an Bedeutung gewinnen. Denn Bitcoin steht für Unabhängigkeit.

Erst am 2. August ist das deutsche Krypto Fonds Gesetz in Kraft getreten!

Nigeria startet noch dieses Jahr eine eigene CBDC namens eNaira

Nigeria startet noch dieses Jahr eine eigene CBDC namens eNaira

Wie jetzt bekannt gegeben wurde, möchte das afrikanische Land Nigeria noch dieses Jahr eine eigene CBDC einführen. Dabei wurde das globale Fintech-Unternehmen Bitt Inc. als technischer Partner in das Projekt integriert.

In Kürze

  • Nigeria noch dieses Jahr mit eigener CBDC?
  • Bitt Inc. als technischer Partner
  • CBDC auf dem Vormarsch

Nigeria startet noch dieses Jahr eigene CBDC

Am gestrigen Mittwoch, dem 30. August, wurde von der Zentralbank von Nigeria (CBN) bekannt gegeben, dass eine digitale Währung namens eNaira schon bald veröffentlicht werden soll. Das Statement wurde in Abuja vom Gouverneur der Zentralbank, Godwin Emefiele, bekannt gegeben. Die offizielle Ankündigung findest Du hier.

Nigeria CBDC

Dabei soll das Land für eine digitale Zukunft aufgestellt werden. Neben den Vorteilen des beschleunigten grenzüberschreitenden Handelns, der finanziellen Integration, den billigeren und schnelleren Überweisungen kommen auch allgemeine Verbesserungen der staatlichen Geldpolitik bei der Integration einer CBDC hinzu. Ebenso werden effizientere Systeme für die Steuererhebung und eine bessere Struktur der Zahlungssysteme entwickelt.

Der wichtigste Grund für die Einführung der CBDC ist, dass über 85% der Zentralbanken weltweit erwägen, eine digitale Währung einzuführen. Dies erkennt die CBN als die Trendwende der Zukunft an. Auch die größte aller Kryptowährungen, der Bitcoin, ist in Nigeria sehr beliebt.

Fintech-Unternehmen Bitt Inc. als technischer Partner

Die Auswahl von Bitt Inc. als Partner wurde vor allem wegen der hohen Kompetenz des Fintech-Unternehmens genutzt. Daneben spricht der Ruf für sich, denn neben hohen Sicherheitsstandards ist auch viel Erfahrung bei der Implementierung von technischen Systemen vorhanden.

Denn Bitt hat es sich zum Ziel gesetzt, weltweit die Menschen untereinander zu verknüpfen und Zahlungen zu gewährleisten. Neben Zentralbanken gehören Finanzinstitute und eine breite Palette von mobilen Lösungen zu ihrem Angebot.

CBDC weltweit auf dem Vormarsch

Dabei ist die aktuelle Bewegung in Nigeria überall auf der Welt zu erkennen. Immer mehr Staaten starten digitale Zentralbankwährungen. Allen voran China arbeitet bereits mit SWIFT zusammen, um eine optimale globale Zahlungsstruktur zu ermöglichen. 

Aber auch in kleineren Ländern wie Jamaika, soll dieses Jahr noch in ähnlichem Eiltempo, wie bei der Nigeria CBDC, eine digitale Währung eingeführt werden. Dabei ist nicht nur das Interesse sehr hoch, sondern auch der Nutzen für viele staatliche Institutionen entscheidend. 

Durch diese Entwicklung überlegen viele ärmere Länder, welche nicht die Expertise für eine CBDC verfügen, einfach Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel zu integrieren. Neben El Salvador, wo Bitcoin in wenigen Tagen offiziell eingeführt wird, macht auch der argentinische Präsident erste Andeutungen, für eine Deklarierung von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel. Dabei wird klar, die Welt ist in mitten der Digitalisierung angekommen.

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Die Einführung der Jamaika CBDC – der Gründer von eCurrency im Interview!

Die Einführung der Jamaika CBDC – der Gründer von eCurrency im Interview!

Die Bank of Jamaica hat zum Anfang des Monats die ersten Stückzahl der Jamaica CBDC geprägt. Die Test-Phase soll bis Dezember diesen Jahres gehen. Nun gibt der Gründer von eCurrency in einem Interview erste Einblicke in die Entwicklung, welche verglichen mit anderen Staaten rasant voranschreitet.  

In Kürze

  • Einführung der Jamaika CBDC
  • 3 wesentliche Sicherheitsmechanismen
  • Jamaika mit der schnellsten Entwicklung weltweit?

Die Einführung der Jamaika CBDC

Das CBDC-Pilotprojekt ist am 9. August 2021 gestartet und soll einen Wert von insgesamt 230 Millonen Jamaika-Dollar erschaffen. Diese sollen an Einlageinstitute und autorisierte Zahlungsdienstleister ausgegeben werden, bis die Testphase im Dezember abgeschlossen und eine gesetzliche Grundlage für die staatliche Integration geschaffen wird. Wichtige beteiligte Interessensgruppen sind neben dem Minister für Finanzen und öffentlichen Dienst, Dr. The Hon. Nigel Clarke, auch der Bank of Jamaica Governor Richard Byles, Mitglieder des BOJ-Führungsteams und das Führungsteam des Technologieanbieters eCurrency Mint.

Jamaika CBDC Jamaikaner

Dabei wurde das schnelle Voranschreiten der Jamaika CBDC gelobt. Die Vorteile für die jamaikanischen Bürger, Unternehmen und der staatlichen Einrichtungen ist eine stärkere finanzielle Eingliederung. Durch die digitale Zentralbankwährung werden liquide Mittel leichter zugänglich gemacht, sowie effizientere und sichere Zahlungen ermöglicht. Ebenfalls wird die Kostenstruktur von Bargeldmanagementprozessen verbessert und vereinfacht.

Erste Einblicke durch eCurrency CEO Jonathan Dharmapalan

In einem exklusiven Interview mit Kalilah Reynolds bei „Talking Stock“ erklärte Dharmapalan, wie die Entwicklung der Jamaika CBDC abläuft. Die Prägung der ersten 230 Millionen digitale Jamaika-Dollar ist abgeschlossen. Dabei wurde die Ausrüstung der Bank of Jamaica von eCurrency zur Verfügung gestellt. Hier ist entscheidend, dass aus Sicherheitsgründen die Prägung nicht selbst durch eCurrency getätigt wurde, vielmehr stellen diese eine wichtige Hintergrundunterstützung der staatlichen Einrichtungen dar.

Drei wesentliche Sicherheitsmechanismen

Während dem Interview erklärt Dharmapalan weiter die Sicherheit der Währung und dessen drei Schichten. Dabei ist die erste die strukturelle Sicherheit der Währung, welche einen kryptografischen Prozess mit verschiedenen Management-Strukturen durchlaufen muss. Diese stellt das Grundgerüst der Jamaika CBDC. Darauf aufbauend müssen die Privatsphäre und die persönliche Informationen geschützt werden.

Dabei wird der Fokus auf die Nutzer gelegt. Der dritte Sicherheitsmechanismus der digitalen Währung ist die souveräne Sicherheit, welche mit nationalen Währungen verbunden ist. Denn der digitale Jamaika-Dollar muss im Ausland anwendbar und akzeptierbar sein. Im Hintergrund ist daher eine Regulierung bis hin zu einem gesetzlichen Zahlungsmittel erforderlich, welches durch die Bank of Jamaica abgesichert wird. Dies soll bis Ende des Jahres bis ins letzte Detail geregelt sein.

Jamaika CBDC mit der schnellsten Entwicklung weltweit?

Dabei fällt auf, dass die Entwicklung der digitalen Zentralbankwährung der BOJ mit rasantem Tempo abläuft. Denn die Dauer des Pilotprojekts bezieht sich nur auf wenige Monate. Die Entwicklung von digitalen Währungen in anderen Ländern wird dabei mit einem größeren Zeithorizont angesetzt. Japan hat bereits im April diesen Jahres ein einjähriges Testprogramm angekündet.

Auch in Europa kann eine starke Tendenz in Richtung CDBC erkannt werden. Im Juli hat die EZB Chefin Lagarde auf Twitter bekannt gegeben, dass eine 24 monatige Testphase startet, um den Euro zu digitalisieren. Dies soll eine Trendwende in Richtung Digitalisierung darstellen!

Schweden ist in Europa eines der ersten Länder gewesen, welche eine Entwicklung zur digitalen Zentralbankwährung ins Leben gerufen haben. Dabei arbeiten sie bereits seit über einem Jahr an dem Projekt. Nun wurde die zweite Phase ins Leben gerufen und ein erster Praxistest mit zwei realen Banken gestartet. Daher ist die Entwicklung der Jamaika CBDC im Vergleich zu den anderen Ländern die schnellste der Welt.

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Heute vor 50 Jahren: Wie Fiat-Geld geboren und der Goldstandard abgelöst wurde!

Heute vor 50 Jahren: Wie Fiat-Geld geboren und der Goldstandard abgelöst wurde!

Heute vor 50 Jahren wurde durch den Nixon-Schock unser alltägliches Fiat-Geld erschaffen, welches nicht länger an einen realen Gegenwert gebunden ist. Davor konnte die Welt-Reservewährung, der US-Dollar, immer in Gold umgewandelt werden. Durch einen steigenden Handelsdefizit der USA ging dies nicht mehr lange gut. War dies einer der Gründe, weshalb Satoshi Nakamoto den Bitcoin entwickelt hat?

In Kürze

  • Heute vor 50 Jahren …
  • Das Ende des Goldstandards
  • Fiat-Geld als Grund für Bitcoin?

Heute vor 50 Jahren …

Im Jahr 1971 konnten die weltweiten Märkte einen immer größeren Fokus auf die Globalisierung erkennen lassen. Da der US-Dollar als Welt-Reservewährung gilt, wurde der weltweite Handel damals überwiegend über die Währung der Federal Reserve (FED) durchgeführt. Dabei kam es aufgrund eines Zusammenspiels verschiedener Gründe zum Nixon-Schock, welcher als zweite politische Entscheidung von Präsident Richard Nixon bekannt ist.

Fiat-Geld vs Bitcoin Standard

Dabei änderten sich die Beziehungen nach China sowie nach Japan deutlich. Denn durch die Entscheidung wurde erkannt, dass das damalig ausgemachte Weltwährungssystem nach Bretton Woods mit festen Wechselkursen nicht mehr funktionierte und daher kurz vor der eigenen Zerstörung war. Nach dieser Entscheidung war der Dollar nicht länger an Gold gekoppelt und tritt in eine Phase flexibler Wechselkurse ein, bei der die Preisbildung dem Markt und deren Teilnehmern überlassen wird, nicht aber vorher festgeschriebenen Regeln.

Das Ende des Goldstandards

Doch wieso kam es zu der Entscheidung und zum Ende des Goldstandards? Da die USA einen immer stärkeren Import-Handel betrieb, stieg die Anzahl der Dollars im Ausland enorm an. Dieser Handelsdefizit hatte zur Folge, dass viele Länder die Dollars gegen Gold tauschten. Dadurch konnte zwar ein boomender Import-Markt erschaffen werden, allerdings sank auch die Goldmenge, welche bei der FED eingelagert wurde.

Im Jahr 1961 konnte die FED noch über 44% der weltweiten Goldreserven für sich vereinen – obwohl zu diesem Zeitpunkt die Auslandsschulden bereits um eine Milliarde höher lagen.

Allen voran Frankreich kam mit immer größeren Forderung nach einem Tausch der Dollars in Gold. Aus diesem Grund kam es zum Nixon-Schock. Entweder hatte die USA kein Gold mehr, oder sie erkannten, dass es früher oder später so weit kommen würde.

Seitdem sind Fiat-Währungen weltweit der Standard. Ohne eine Bindung an einen realen Vermögenswert sind diese nur so lange etwas wert, bis die Nutzer sie nicht mehr verwenden. Dadurch steigt der Einfluss des Staates auf die Wirtschaft des Landes, was nicht immer gut ausgeht.

Aufgrund der Probleme in der makroökonomischen Struktur von Fiat-Geld, wurde von der Internet-Community der Spruch „WTF happaned in 1971?“ ins Leben gerufen, welcher auch in der Krypto-Welt sehr stark verbreitet ist. Neben einer eigenen Website, welche Du unter wtfhappenedin1971.com findest, haben am heutigen Tag auch viele Persönlichkeiten dazu einen Tweet abgegeben. Darunter auch der Gründer und CEO von Twitter, Jack Dorsey. Er veröffentlichte heute einen Tweet, welcher den Slogan „#wtfhappanedin1971“ beinhaltet. 

Bitcoin als Lösung der Fiat-Probleme?

Seitdem Fiat-Währungen genutzt werden, fallen diese Länder alle paar Jahre in tiefe Rezessionen. Durch eine starke Form des Gelddruckens in Form von Konjunktur-Programmen oder Subventionen, wie sie in Zeiten von Corona fast schon alltäglich geworden sind, wird versucht die Wirtschaft wieder künstlich hochzutreiben.

Seit dem 15. August 1971 wurde dieses Problem von vielen Ökonomen aufgegriffen, unter anderen von denen der Österreichischen Schule. Denn ein Ergebnis der Verwendung von Fiat-Geld ist ein starkes Steigen der Staatsschulden, was eine Abhängigkeit zu verschiedensten Interessensgruppen verstärkt.

Der Bitcoin ist mit seiner begrenzten Anzahl und der fest programmierten, fallenden Inflation das genaue Gegenstück zum Fiat-Geld. Zwar ist die Abhängigkeit der Banken schon immer ein großes Problem gewesen, allerdings werden durch Fiat-Gelder oftmals ganze Länder oder Kontinente zerstört, wie die Finanzkrise 2008 in vielen Ländern Europas gezeigt hat.

Durch seine dezentrale Kultur ist Bitcoin nicht nur unabhängig von jeglichen Dritten, sondern durch die monetäre Struktur kann auch das moralische Dilemma des ewigen Geld-Druckens gelöst werden.

Bitcoin bald als gesetzliches Zahlungsmittel in Argentinien? Der Präsident macht erste Andeutungen!

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Bitcoin in Argentinien? Präsident Alberto Fernández macht erste Andeutungen!

Bitcoin in Argentinien? Präsident Alberto Fernández macht erste Andeutungen!

Könnte Bitcoin in Argentinien bald für die gesamte Wirtschaft eingesetzt werden? Der Präsident Alberto Fernández macht während eines Interviews erste Andeutungen in diese Richtung. Dabei äußert er allerdings auch seine Bedenken, da aktuell noch wenig Know-How über die größte Kryptowährung der Welt in der argentinischen Regierung vorhanden ist.

In Kürze

  • Bitcoin in Argentinien
  • Alberto Fernández macht erste Andeutungen
  • Unterschied zu El Salvador

Bitcoin in Argentinien?

Bitcoin in Argentinien Flagge

Während eines Interviews mit Caja Negra von Filo.news, einem lokalen Medienunternehmen, hat der argentinische Präsident sich dafür ausgesprochen, Bitcoin in die Wirtschaft des Landes zu integrieren. Dabei sieht er ein großes Potenzial in Bitcoin als Absicherung gegen die Inflation. Trotzdem ist er sich dem Risiko des noch jungen Marktes bewusst und erkennt, dass für eine Integration noch viel gelernt werden muss.

Alberto Fernández erklärte zu Bitcoin in Argentinien:

Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber es gibt keinen Grund, nein zu sagen. Vielleicht ist das ein guter Weg, den man einschlagen sollte.

Es ist eine globale Debatte und ich muss gestehen, dass ich mich diesem Thema nur mit Vorsicht nähere. In meinem Fall ist es Vorsicht, weil es so unbekannt ist und weil es schwer zu verstehen ist, wie dieses Vermögen zustande kommt.

Dabei erkennt er auch, dass die Akzeptanz von Bitcoin aufgrund der starken Regulierungen vieler Staaten noch unterdrückt wird. Das Markt-Potenzial der größten Kryptowährung aller Zeiten ist demnach noch nicht voll ausgeschöpft. Die Länder dieser Welt sollten viel eher der neuen Entwicklung eine Möglichkeit geben, als Vermögenswert in die Wirtschaft integriert zu werden.

Viele Menschen in der Welt haben diese Bedenken, was der Grund dafür ist, weshalb sich das Projekt oder das System noch nicht verbreitet hat. Allerdings ist es eine Überlegung wert.

Inflation als heikles Thema

Dabei ist die Inflation in dem wirtschaftlich angeschlagenen Argentinien ein heikles Thema. Denn der aktuelle Präsident hat von dem vorherigen Staats-Chef und Geschäftsmann Mauricio Macri die zweitschlechteste Wirtschaft der Welt geerbt. Dies geht aus dem World Midery Index von Bloomberg hervor. Laut der argentinischen Regierung hat sich der Wert eines Pesos seit Beginn der Amtszeit von Alberto Fernández von 100 Dollar auf über 661 Dollar entwickelt.

El Salvador mit anderer Ausgangslage

Erst vor einigen Monaten berichteten wir darüber, dass El Salvador Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel akzeptiert. Im Vergleich dazu würde sich solch eine Integration in Argentinien als komplizierter erweisen. Denn in El Salvador ist der Dollar gesetzliches Zahlungsmittel. Lese dazu, El Salvador schreibt Geschichte mit Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel!

Durch die Einführung von Devisenkontrollen in Argentinien konnte ein Boom auf dem Schwarzmarkt erzeugt werden. Denn ausländische Währungen wurden plötzlich in bar gehandelt, was eine miserable Struktur im Vergleich zu El Salvador ist. Interessant ist dabei allerdings, wie sehr Alberto Fernández das Potenzial von Bitcoin Argentinien erkennt. Auch die Weltbank hat sich zur Bitcoin Einführung in El Salvador geäußert. Klicke hier und du erfährst mehr darüber.

Das vollständige Interview findest du hier:

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