Kraken erhält Fed-Zugang und wird Partner bei Nasdaqs Tokenisierung

Kraken erhält Fed-Zugang und wird Partner bei Nasdaqs Tokenisierung

Innerhalb von fünf Tagen hat die Kryptobörse Kraken zwei historische Meilensteine erreicht: Am 4. März erhielt ihre Banktochter Kraken Financial als erste Digital-Asset-Bank einen Federal Reserve Master Account. Am 9. März folgte die Ankündigung einer Partnerschaft mit Nasdaq für tokenisierte Aktien. 

In Kürze

  • Kraken Financial ist die erste Digital-Asset-Bank mit einem Federal Reserve Master Account
  • Nasdaq und Krakens Muttergesellschaft Payward entwickeln gemeinsam ein Equity-Token-Design
  • Tokenisierte Aktien sollen 24/7 handelbar sein, mit vollem Stimmrecht und Dividende

Kraken Financial ist die erste Digital-Asset-Bank mit einem Federal Reserve Master Account

Der Fed-Zugang ist ein Novum in der Geschichte der US-Finanzinfrastruktur. Kraken Financial kann jetzt direkt über Fedwire abwickeln, das Zahlungssystem, über das täglich mehr als 4 Bio. US-Dollar fließen. Bisher mussten Kryptobörsen auf Partnerbanken zurückgreifen, um Dollar zu bewegen. Das machte sie abhängig von Dritten, die jederzeit die Zusammenarbeit beenden konnten.

Mit dem Master Account entfällt diese Abhängigkeit. Kraken-Co-CEO Arjun Sethi sprach von der „Konvergenz von Krypto-Infrastruktur und souveränen Finanzschienen”. Senator Cynthia Lummis nannte die Genehmigung einen „watershed moment” für die Krypto-Industrie.

Kraken FED Zugang

Allerdings ist der Zugang begrenzt: Kraken erhält weder Zinsen auf Reserven noch Zugang zum Discount Window der Fed. Die Bankenlobby ICBA warnte, der Zugang könne Risiken für das Finanzsystem bergen.

Nasdaq und Krakens Muttergesellschaft Payward entwickeln gemeinsam ein Equity-Token-Design

Nur fünf Tage nach dem Fed-Meilenstein legte Kraken nach. Nasdaq gab bekannt, mit Payward, Krakens Muttergesellschaft, ein System für die Ausgabe und den Handel tokenisierter Aktien zu entwickeln. Unternehmen, die an der Nasdaq gelistet sind, könnten künftig tokenisierte Versionen ihrer Aktien ausgeben, die auf der Blockchain existieren.

Das Besondere: Der Handel soll nicht über klassische Broker wie Schwab oder TD laufen, sondern über Kraken. Nasdaq-Präsident Tal Cohen sprach von einem „always-on financial ecosystem”, das den Zugang zu Märkten grundlegend verändere.

Payward hat sich in den letzten Monaten durch die Übernahme von NinjaTrader für 1,5 Mrd. US-Dollar und des tokenisierten-Aktien-Spezialisten Backed Finance strategisch positioniert.

Tokenisierte Aktien sollen 24/7 handelbar sein, mit vollem Stimmrecht und Dividende

Der Kern des Nasdaq-Deals: Tokenisierte Aktien wären rund um die Uhr handelbar, 365 Tage im Jahr. Token-Halter behalten dabei dieselben Rechte wie traditionelle Aktionäre – einschließlich Stimmrecht bei Proxy-Abstimmungen und Dividendenansprüchen.

Die Token sollen 1:1 durch echte Aktien gedeckt sein und über die Depository Trust Company abgewickelt werden, damit sie jederzeit in klassische Aktien umtauschbar bleiben. Der Launch ist für Anfang 2027 angepeilt, steht aber unter SEC-Genehmigungsvorbehalt.

Analysten weisen darauf hin, dass 24/7-Handel nicht automatisch glattere Preise bedeutet. Dünnere Liquidität in Nebenzeiten könnte Volatilität verstärken, wie es im Kryptomarkt an Wochenenden regelmäßig zu beobachten ist.

Dass eine Kryptobörse jetzt auf denselben Zahlungsschienen wie JPMorgan operiert und gleichzeitig Nasdaq-Aktien tokenisiert, zeigt, wie schnell sich die Grenzen zwischen traditioneller Finanzwelt und Krypto-Infrastruktur auflösen.

Die Ironie dabei: Die selbe Technologie, die Bitcoin geschaffen hat, um das Bankensystem zu umgehen, wird jetzt von diesem System selbst übernommen.

Wir berichteten bereits über Sichtweisen, dass Investoren die Geschwindigkeit der Tokenisierung von Vermögenswerten unterschätzen. 

7 BTC in einer Woche trotz Bärenmarkt, El Salvador ignoriert den IWF-Compliance-Report

7 BTC in einer Woche trotz Bärenmarkt, El Salvador ignoriert den IWF-Compliance-Report

El Salvadors Bitcoin Office hat am 9. März neue Zahlen veröffentlicht: Das Land hält jetzt 7.585 BTC im Wert von über 515 Mio. US-Dollar. Allein in der vergangenen Woche kamen 7 BTC hinzu, in den letzten 30 Tagen insgesamt 30. Das berichtet das offizielle Bitcoin Office – und das mitten im Bärenmarkt.

In Kürze

  • Das Bitcoin Office meldet 7.585 BTC im Staatsbesitz, letzter Kauf am 8. März
  • Arkham bestätigt tägliche 1-BTC-Transfers von Binance und Bitfinex an Regierungs-Wallets
  • Der IWF gewährte 1,4 Mrd. US-Dollar unter der Bedingung, Bitcoin-Aktivitäten zu reduzieren

Das Bitcoin Office meldet 7.585 BTC im Staatsbesitz, letzter Kauf am 8. März

Die letzte gemeldete Transaktion datiert vom 8. März 2026 – 1 BTC, wie gewohnt. Seit Präsident Nayib Bukele Ende 2022 die Strategie „1 BTC pro Tag” ausgerufen hat, läuft die Akkumulation ohne Unterbrechung. In über drei Jahren gab es keinen einzigen Monat, in dem El Salvador pausiert hätte.

Dabei schwankte der Marktwert der Reserven erheblich: Bei Kursen über 90.000 US-Dollar lag der Gesamtwert bei über 670 Mio. US-Dollar, aktuell sind es bei rund 68.000 US-Dollar noch etwa 515 Mio. Trotzdem kauft die Regierung weiter.

El Salvador kauft weiter Bitcoin

Im November 2025 gab es sogar einen Großkauf von über 1.000 BTC an einem einzigen Tag für rund 100 Mio. US-Dollar. Zusätzlich hat geothermisches Mining am Tecapa-Vulkan seit 2021 weitere 474 BTC zu den Reserven beigetragen.

Arkham bestätigt tägliche 1-BTC-Transfers von Binance und Bitfinex an Regierungs-Wallets

Die On-Chain-Daten stützen das Bild der kontinuierlichen Akkumulation. Blockchain-Analysefirma Arkham bestätigt tägliche Transfers von jeweils 1 BTC, die von Binance- und Bitfinex-Hot-Wallets an staatliche Adressen gehen.

Allerdings gibt es eine wichtige Einschränkung: Ein IWF-Compliance-Report vom Juli 2025 enthüllte, dass El Salvadors Finanzminister und Zentralbankpräsident dem Fonds schriftlich bestätigt haben, seit Februar 2025 keine Neukäufe getätigt zu haben.

Laut dem Report spiegeln die Zuwächse im Reserve-Fonds lediglich die Konsolidierung bestehender Bitcoin aus verschiedenen Regierungs-Wallets wider. Ob die täglichen 1-BTC-Transfers also echte Marktkäufe oder interne Umschichtungen sind, bleibt unklar.

Bukele selbst kommentierte die IWF-Forderungen auf X mit den Worten:

It won’t stop now, and it won’t stop in the future.

Der IWF gewährte 1,4 Mrd. US-Dollar unter der Bedingung, Bitcoin-Aktivitäten zu reduzieren

Der politische Hintergrund macht die Akkumulation brisant. Im Dezember 2024 gewährte der IWF El Salvador ein Darlehen über 1,4 Mrd. US-Dollar. Die Bedingungen waren klar: Das Land sollte den Status von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel aufheben und die öffentliche Beteiligung an Krypto-Aktivitäten einschränken.

Im Januar 2025 änderte der Kongress die Gesetze entsprechend – mit 55 zu 2 Stimmen. Trotzdem lief die Akkumulation weiter. Im März 2025 forderte der IWF erneut, die Käufe einzustellen, und verbot zusätzlich die Emission von Bitcoin-gebundenen Anleihen.

Bukeles zynische Antwort:

Proof of work is greater than proof of whining.

Dass Bitfinex und Tether ihre Hauptsitze nach El Salvador verlegten, unterstreicht, dass das Land trotz des IWF-Drucks als Krypto-Standort an Bedeutung gewinnt.

Ob El Salvador wirklich kauft oder konsolidiert, ist letztlich weniger relevant als das Signal: Ein Staat mit begrenzten Ressourcen akkumuliert das härteste Geld der Welt und das gegen den ausdrücklichen Wunsch der Institution, die ihm gerade 1,4 Mrd. US-Dollar geliehen hat.

Wir berichteten bereits über Trumps Strategic Bitcoin Reserve und die Frage, warum auch die USA ein Jahr nach der Executive Order keinen einzigen BTC gekauft haben.

Erstmals kontrollieren neue Whales mehr BTC als alte, CryptoQuant-Daten zeigen strukturellen Wandel

Erstmals kontrollieren neue Whales mehr BTC als alte, CryptoQuant-Daten zeigen strukturellen Wandel

CryptoQuant-Daten zeigen einen historischen Umbruch in Bitcoins Eigentümerstruktur: Sogenannte „New Whales“, das heißt Wallets mit über 1.000 BTC, die innerhalb der letzten 155 Tage gekauft haben, kontrollieren erstmals mehr Realized Cap als die alten Großinvestoren. Vor 2025 lag ihr Anteil nie über 22 %, jetzt sind es fast 50 %.

In Kürze

  • 120 Mrd. US-Dollar bei einem Durchschnittspreis von 98.000 US-Dollar akkumuliert
  • Alte Whales blieben weitgehend inaktiv, Binance-Daten bestätigen kaum Bewegung bei Coins älter als 155 Tage
  • Wallets mit über 1.000 BTC fügten im Februar zehntausende Coins hinzu

120 Mrd. US-Dollar bei einem Durchschnittspreis von 98.000 US-Dollar akkumuliert

Die Dimension ist beispiellos. Neue Whales haben Bitcoin im Gesamtwert von rund 120 Mrd. US-Dollar akkumuliert, bei einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 98.000 US-Dollar pro BTC. Bei einem aktuellen Kurs von rund 68.000 US-Dollar bedeutet das einen unrealisierten Buchverlust von geschätzt 40 Mrd. US-Dollar. Trotzdem kaufen sie weiter.

Jede Korrektur seit dem Allzeithoch bei über 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 wurde von neuen Großinvestoren aufgekauft. Das spiegelt sich auch in der Short-Term-Holder-Supply wider, die in nur 30 Tagen um rund 100.000 BTC auf ein Allzeithoch gestiegen ist.

Neue Wahle kontrollieren mehr Bitcoin

CryptoQuant-Gründer Ki Young Ju warnte allerdings im Februar, Bitcoin sei aktuell „not pumpable“  – 2025 flossen 308 Mrd. US-Dollar an Realized Cap zu, doch die Market Cap fiel im selben Zeitraum um 98 Mrd. US-Dollar. Der Verkaufsdruck übersteigt also das frische Kapital.

Alte Whales blieben weitgehend inaktiv, Binance-Daten bestätigen kaum Bewegung bei Coins älter als 155 Tage

Was die Daten besonders interessant macht, ist das Verhalten der alten Whales. Binance-Zufluss-Daten zeigen, dass Coins, die älter als 155 Tage sind, kaum bewegt wurden. Die langfristigen Halter verteilen also nicht.

Gleichzeitig zeigen Hyblock-Daten, dass Whale-Wallets in der vergangenen Woche ein positives Cumulative Volume Delta von 135 Mio. US-Dollar verzeichneten. Retail- und Mid-Size-Trader dagegen reduzierten ihre Positionen um insgesamt 256 Mio. US-Dollar. Die großen Spieler absorbierten also den Verkaufsdruck der kleineren Marktteilnehmer. Das ist ein Muster, das in früheren Zyklen vor größeren Aufwärtsbewegungen beobachtet wurde.

Allerdings gibt es diesmal ein Gegenargument: Whale-Einlagen an Börsen erreichten ein Jahrzehnthoch, was auf potenziellen Verkaufsdruck von über 60 Mrd. US-Dollar hinweist.

Wallets mit über 1.000 BTC fügten im Februar zehntausende Coins hinzu

Die On-Chain-Daten aus dem Februar bestätigen die Akkumulation in der Breite. Adressen mit über 1.000 BTC fügten während der Kursrückgänge zehntausende Coins zu ihren Beständen hinzu und das ausgerechnet in einer Phase, in der der Fear & Greed Index auf 24 Punkte fiel und die Stimmung am Markt extrem bärisch war.

Historisch ging ähnliche Whale-Akkumulation den großen Rallys von 2017 und 2021 voraus. Ob sich das Muster wiederholt, bleibt offen.

Aus Sicht niedriger Zeitpräferenz ist das Verhalten der neuen Whales nachvollziehbar: Wer Bitcoin als härtestes Geld mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten versteht, kauft nicht zu einem bestimmten Preis, sondern akkumuliert über Zeit.

Ob der Einstieg bei 98.000 US-Dollar rückblickend als klug oder als größte institutionelle Falle der Geschichte gelten wird, entscheidet nicht der Markt von heute, sondern der von morgen. Wir berichteten bereits über die Verdopplung der Public Companies mit über 1.000 BTC in der Bilanz und das wachsende institutionelle Interesse an Bitcoin als Reserve-Asset.

NVIDIA-gestütztes Startup Starcloud plant Bitcoin-ASIC im All

NVIDIA-gestütztes Startup Starcloud plant Bitcoin-ASIC im All

Das Weltraum-Startup Starcloud hat angekündigt, noch in diesem Jahr einen Bitcoin-ASIC-Miner auf seinem zweiten Raumschiff ins All zu bringen. Damit könnte das Unternehmen als erstes überhaupt Bitcoin außerhalb der Erde schürfen.

In Kürze

  • CEO Johnston kündigt im HyperChange-Interview den ersten Bitcoin-Miner auf einem Raumschiff an
  • Der zweite Starcloud-Satellit soll noch 2026 starten und den ersten ASIC ins All bringen
  • Im November 2025 lief bereits eine NVIDIA H100 GPU erfolgreich im Orbit

CEO Johnston kündigt im HyperChange-Interview den ersten Bitcoin-Miner auf einem Raumschiff an

Starcloud-CEO Philip Johnston erklärte in einem Interview mit dem YouTube-Kanal HyperChange, dass Bitcoin-Mining einer der überzeugendsten Anwendungsfälle für orbitale Rechenleistung sei. Der Grund liegt in den Kosten: Ein ASIC-Miner mit einem Kilowatt Leistung kostet rund 1.000 US-Dollar, eine vergleichbare GPU wie NVIDIAs B200 dagegen etwa 30.000 US-Dollar.

Das macht ASICs für den Einsatz im All deutlich attraktiver als die KI-Hardware, die Starcloud bisher testet. Johnston ging auf X noch weiter und schrieb, Bitcoin-Mining im Weltraum werde eine „massive Industrie” werden.

Bitcoin-ASIC im All

Seiner Einschätzung nach ist Mining auf der Erde langfristig sinnlos, da der gesamte Bedarf von aktuell rund 20 Gigawatt Dauerleistung perspektivisch ins All verlagert werden könne.

Der zweite Starcloud-Satellit soll noch 2026 starten und den ersten ASIC ins All bringen

Konkret plant Starcloud, die Bitcoin-ASIC-Miner auf dem Starcloud-2-Satelliten zu installieren, der im Laufe des Jahres starten soll. Dieser zweite Satellit soll die Solarenergie-Erzeugung gegenüber dem Vorgänger verhundertfachen. Das Unternehmen hat beim FCC einen Antrag für eine Konstellation von bis zu 88.000 Satelliten eingereicht, die als orbitale Rechenzentren dienen sollen – primär betrieben mit Solarenergie.

Dabei ist die natürliche Kühlung im Vakuum des Alls ein zusätzlicher Vorteil: ASIC-Miner erzeugen auf der Erde enorme Abwärme, die aufwendig abgeführt werden muss. Im Orbit entfällt dieses Problem weitgehend.

Trotzdem bleibt die Wirtschaftlichkeit offen. Johnston selbst räumt ein, dass sich ASIC-Modelle schnell überholen und die Rentabilität eines Miners im All durch neue Hardware-Generationen auf der Erde schnell sinken kann.

Im November 2025 lief bereits eine NVIDIA H100 GPU erfolgreich im Orbit

Starcloud hat den technischen Proof of Concept bereits geliefert. Im November 2025 brachte das Unternehmen einen Satelliten mit einer NVIDIA H100 GPU in den Orbit – das erste Mal, dass eine derart leistungsfähige GPU im Weltraum betrieben wurde.

Laut Berichten wurde auf dem Satelliten erfolgreich ein kleines KI-Modell trainiert. Allerdings fiel eine von fünf GPUs an Bord aus, was die Herausforderungen der Weltraumtechnik verdeutlicht: Kosmische Strahlung, begrenzte Missionsdauer und die Unmöglichkeit physischer Wartung bleiben ernsthafte Hürden.

Wer Bitcoin als dezentralstes Netzwerk der Welt versteht, erkennt in Space Mining mehr als eine technische Spielerei. Denn je breiter die Hashrate verteilt ist – ob auf der Erde oder im Orbit – desto widerstandsfähiger wird das Netzwerk gegen staatliche Eingriffe und geographische Konzentration.

US-Finanzministerium stuft Krypto-Mixer als legitimes Privacy-Tool ein

US-Finanzministerium stuft Krypto-Mixer als legitimes Privacy-Tool ein

Das US-Finanzministerium hat in einem Report an den Kongress erstmals anerkannt, dass Krypto-Mixer legitime Privatsphäre-Funktionen auf öffentlichen Blockchains erfüllen. Das Dokument mit dem Titel „Innovative Technologies to Counter Illicit Finance Involving Digital Assets” wurde im März 2026 veröffentlicht.

In Kürze

  • Treasury-Report an den Kongress erkennt erstmals an, dass Mixer persönliche Finanzdaten auf Blockchains schützen
  • Der Report entstand unter dem GENIUS Act und kam sieben Wochen nach der Frist
  • Dezentrale Mixer bleiben laut Report ein Risiko für Geldwäsche und Sanktionsumgehung

Treasury-Report an den Kongress erkennt erstmals an, dass Mixer persönliche Finanzdaten auf Blockchains schützen

Die zentrale Aussage des Reports ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, wer sie trifft. Das US-Treasury schreibt, dass rechtmäßige Nutzer von digitalen Assets Mixer verwenden können, um finanzielle Privatsphäre auf öffentlichen Blockchains zu wahren.

Konkret nennt der Report den Schutz sensibler Informationen über persönliches Vermögen, Geschäftszahlungen und Spenden als legitime Anwendungsfälle. Das ist deshalb so bedeutsam, weil dasselbe Ministerium im August 2022 Tornado Cash sanktionierte – den bekanntesten Krypto-Mixer überhaupt.

Bitcoin Mixer legitimiert

Ein Berufungsgericht entschied im März 2025, dass das Finanzministerium damit seine Befugnisse überschritten hatte, woraufhin die Sanktionen aufgehoben wurden. Dass das Treasury jetzt selbst anerkennt, dass Mixer einem realen Bedürfnis dienen, markiert einen deutlichen Kurswechsel.

Der Report entstand unter dem GENIUS Act und kam sieben Wochen nach der Frist

Der Report wurde unter Section 9 des GENIUS Act in Auftrag gegeben, dem ersten bundesweiten Stablecoin-Regulierungsgesetz der USA, das im Juli 2025 in Kraft trat. Das Gesetz setzte dem Treasury eine 180-Tage-Frist für die Veröffentlichung. Diese Frist verstrich Mitte Januar 2026 ohne Ergebnis.

Der Report erschien erst im März, also rund sieben Wochen verspätet. In die Erstellung flossen über 220 öffentliche Kommentare ein. Trotzdem fällt der Report in eine Zeit, in der die US-Regulierungslandschaft sich spürbar bewegt: Der CLARITY Act von 2025 könnte DeFi-Plattformen zur Erhebung von Nutzerdaten zwingen, und KYC-Anforderungen für Krypto-Dienste werden schrittweise ausgeweitet.

Dezentrale Mixer bleiben laut Report ein Risiko für Geldwäsche und Sanktionsumgehung

Die Anerkennung hat allerdings klare Grenzen. Das Treasury unterscheidet ausdrücklich zwischen custodialen Mixern, die Nutzerdaten erheben können, und dezentralen, nicht-custodialen Mixern, die ohne zentrale Instanz operieren. Letztere stuft der Report weiterhin als hohes Risiko ein.

Laut dem Ministerium nutzen Cyberkriminelle, darunter mit Nordkorea verbundene Hackergruppen, dezentrale Mixer regelmäßig für den Transfer gestohlener Krypto-Assets. Die Unterscheidung ist politisch relevant: Tornado-Cash-Mitgründer Roman Storm wurde im August 2025 wegen Betreibens eines nicht lizenzierten Geldtransmitters verurteilt. Und das obwohl die Sanktionen gegen Tornado Cash da bereits aufgehoben waren.

Dass eine US-Behörde jetzt offiziell einräumt, dass die Transparenz öffentlicher Blockchains ein Privatsphäre-Problem darstellen kann, ist ein Eingeständnis, das man vor zwei Jahren für undenkbar gehalten hätte.

Denn es berührt eine Grundfrage, die weit über Mixer hinausgeht: In einem System, in dem jede Transaktion permanent und öffentlich gespeichert wird, ist Privatsphäre kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Bitcoin wurde genau dafür geschaffen: Ein Werkzeug finanzieller Souveränität, das nicht auf die Erlaubnis einer Behörde angewiesen ist.

ZX Squared Capital warnt vor weiterem 30-%-Einbruch bei Bitcoin und sieht tiefen Bärenmarkt

ZX Squared Capital warnt vor weiterem 30-%-Einbruch bei Bitcoin und sieht tiefen Bärenmarkt

Die Krypto-Investmentfirma ZX Squared Capital erwartet einen weiteren Einbruch bei Bitcoin um 30 % im laufenden Jahr. Gründer CK Zheng sieht Bitcoin überzeugend im tiefen Bärenmarkt und verweist auf den historischen Vier-Jahres-Zyklus als zentralen Treiber.

In Kürze

  • Bitcoin hat seit dem ATH im Oktober 2025 bereits 46 % verloren – und es könnte weitergehen
  • Gründer CK Zheng nennt den Iran-Krieg als Katalysator für die nächste Abwärtsbewegung
  • Die institutionelle Adoption bleibt laut Zheng zu langsam, um den Zyklus zu brechen

Bitcoin hat seit dem ATH im Oktober 2025 bereits 46 % verloren… und es könnte weitergehen

Seit dem Allzeithoch bei über 126.000 US-Dollar im Oktober 2025 hat Bitcoin rund 46 % an Wert verloren und notiert aktuell bei etwa 68.000 US-Dollar. Laut Zheng ist das kein Zufall, sondern folgt dem bekannten Muster: Historisch erreicht Bitcoin seinen Höchststand etwa 16 bis 18 Monate nach einem Halving, danach folgt ein Bärenmarkt von rund einem Jahr.

Das ATH im Oktober kam exakt 18 Monate nach dem Halving im April 2024. Der Zyklus spielt sich fast lehrbuchmäßig ab.

30% Einbruch bei Bitcoin

Ein weiterer Rückgang um 30 % von 68.000 US-Dollar würde Bitcoin auf rund 47.600 US-Dollar drücken. Das wäre ein Niveau, das seit 2023 nicht mehr gesehen wurde. Daten von Glassnode zeigen, dass sich bereits 43 % des gesamten BTC-Supply im Verlust befinden, was bei jeder Erholung zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugt.

Gründer CK Zheng nennt den Iran-Krieg als Katalysator für die nächste Abwärtsbewegung

Neben dem Zyklus-Argument verweist Zheng auf geopolitische Faktoren. Der Iran-Krieg habe die Abwärtsbewegung beschleunigt und sorge für ein Umfeld, in dem Risikoassets unter Druck bleiben. Dabei betont er, dass der Vier-Jahres-Zyklus extrem schwer zu brechen sei. Der Grund dafür liege in der menschlichen Psychologie.

Privatanleger kaufen in der Euphorie und verkaufen in der Panik. Dieses vorhersehbare Verhalten verstärkt das Boom-und-Bust-Muster, das Kryptomärkte seit über einem Jahrzehnt prägt. Deshalb handele Bitcoin laut Zheng weiterhin wie ein spekulatives Asset und nicht wie ein Safe Haven.

Die institutionelle Adoption bleibt laut Zheng zu langsam, um den Zyklus zu brechen

Zheng sieht auch in der institutionellen Adoption keinen ausreichenden Puffer. Krypto-ETFs und Treasury-Firmen wie Strategy machen zusammen nur rund 10 % des gesamten Kryptomarkts aus.

Das reiche nicht, um den Zyklus zu durchbrechen. Im Gegenteil: Einige dieser Firmen haben ihre Bitcoin-Käufe über Schulden finanziert und könnten im Bärenmarkt gezwungen sein, Bestände zu liquidieren, um Verbindlichkeiten zu bedienen.

Das würde einen Teufelskreis auslösen, der den Preisverfall weiter beschleunigt.

Trotzdem gibt es ein Gegenargument: Die Stablecoin-Zuflüsse sind zuletzt auf über 1,7 Mrd. US-Dollar pro Woche gestiegen – frisches Kapital wartet offenbar am Seitenrand. Wer Bitcoin nicht als spekulatives Asset, sondern als härtestes Geld mit einer fixen Obergrenze von 21 Mio. Einheiten versteht, wird auch in dieser Phase nicht verkaufen. Denn der Vier-Jahres-Zyklus beschreibt das Verhalten von Marktteilnehmern –-nicht die fundamentalen Eigenschaften von Bitcoin selbst.

Wir berichteten bereits über Bob Loukas’ bärische Einschätzung des Weekly-Charts und sein Kursziel bei 49.000 US-Dollar.