Bitcoin & Ethereum – Crash voraus?

Bitcoin & Ethereum – Crash voraus?

Die Märkte stehen unter Druck! Der Öl-Preis eskaliert durch die Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Die Straße von Hormuz ist weiterhin geschlossen. Die Anleihenmärkte steigen und der Private-Credit-Bereich kommt ins straucheln. Ist das der Startschuss für eine große Korrektur an den Aktien- und Kryptomärkten?

In Kürze

  • Bitcoin Chartanalyse
  • Bitcoin Ausblick
  • Ethereum Chartanalyse

Bitcoin Chartanalyse

Quelle: Tradingview*

Bitcoin und der gesamte Kryptomarkt stehen vor einer entscheidenden Woche. Die Futures in den USA sind tiefrot und eine Korrektur scheint mittlerweile unausweichlich geworden zu sein. Währenddessen steigt der Öl-Preis auf knapp 120$.

Derzeit traden wir bei ca. 67.100 USD und haben jegliche Gewinne der letzten Woche wieder abgeben müssen. Der Pump auf knapp 74.000 USD war sowieso von wenig Liquidität geprägt und eher ein Fake-Move gewesen.

Das Volumen ist weiterhin aus dem Markt draussen und jegliche Pumps werden sofort wieder abverkauft. Die Weekly-Candle hat katastrophal geschlossen und war nur da um die Shorts zu liquidieren.

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Bitcoin Ausblick

Quelle: Tradingview*

Im 4H-Chart sehen wir, dass wir weiterhin mit unserem Yearly-Pivot (orangene Linie) kämpfen. Dieser war in den vergangenen Wochen immer wieder Support gewesen, doch ohne frisches Volumen wird es schwer diesen zu halten.

Somit müssen wir uns wahrscheinlich auf einen Bruch dieser Zone einstellen. Dies würde uns in Richtung der 60.000 USD Marke bringen, wo wir unseren vorläufigen Boden Anfang Februar gesehen haben.

Hier könnte sich dann, unter der Voraussetzung das wir eine Entspannung des Krieges sehen, eine Bodenbildung abzeichnen. Es gilt nun ganz genau auf die US-Märkte und die am Mittwoch veröffentlich werdenden Inflationsdaten zu achten.

Ethereum Chartanalyse

Quelle: Tradingview*

Der Altcoin-Markt steht ebenfalls massiv unter Druck. Zwar haben wir hier keine neuen Tiefstände gesehen, aber richtige Price-Action spielt sich hier auch nicht ab. Der Markt konsolidiert und greift immer wieder die letzten Hochpunkte ab.

Derzeit traden wir knapp unter der Marke von 2.000 USD, können uns aus diesem Bereich jedoch auch nicht befreien. Das Volumen ist abhanden gekommen und nach einem nachhaltigen Boden sieht diese Bewegung leider nicht aus.

Somit müssen wir auch hier davon ausgehen, dass wir uns in den nächsten Tagen und Wochen nach unten bewegen. Hier liegen die Preisziele zwischen 1.600 – 1.700 USD. Sollten wir es nachhaltig über die Marke von 2.200 USD schaffen ist auch eine Relief-Rallye möglich, danach sieht es jedoch leider nicht aus.

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XRP-ETFs verzeichnen konstante Zuflüsse, während Bitcoin- und Ethereum-Fonds Kapital verlieren

XRP-ETFs verzeichnen konstante Zuflüsse, während Bitcoin- und Ethereum-Fonds Kapital verlieren

Der US-Markt für XRP-ETFs wächst weiter, obwohl Bitcoin- und Ethereum-Fonds seit Wochen mit Abflüssen kämpfen. Fünf Produkte halten zusammen über 1 Mrd. US-Dollar an verwaltetem Vermögen, die kumulativen Nettozuflüsse liegen bei 1,26 Mrd. US-Dollar.

In Kürze

  • Bitwise überholt Canary Capital mit 289 Mio. US-Dollar und wird größter XRP-ETF der USA
  • Bitcoin-ETFs mit 9 Abflusstagen im Februar, XRP-ETFs nur mit 3
  • Seit dem Start im November 2025 gab es keinen einzigen Monat mit Netto-Abflüssen

Bitwise überholt Canary Capital mit 289 Mio. US-Dollar und wird größter XRP-ETF der USA

Der Bitwise XRP ETF hat sich Anfang März an die Spitze gesetzt. Mit rund 289 Mio. US-Dollar verwaltetem Vermögen überholt er Canary Capital, das bei etwa 286 Mio. liegt. Den Ausschlag gaben rund 10 Mio. US-Dollar an Wochenzuflüssen, die Bitwise-CEO Hunter Horsley auf X bestätigte.

Dabei hatte Canary Capital als erster Anbieter im November 2025 den Markt eröffnet und monatelang geführt. Dass Bitwise in weniger als vier Monaten nach Launch die Führung übernehmen konnte, zeigt, wie eng das Rennen ist.

Bitwise bestätigte den Meilenstein offiziell auf der Unternehmensseite.

XRP-ETFs wachsen BTC-ETFs verlieren

Auf den weiteren Plätzen folgen Franklin Templeton mit rund 230 Mio., 21Shares mit 167 Mio. und Grayscale mit 72 Mio. US-Dollar.

Bitcoin-ETFs mit 9 Abflusstagen im Februar, XRP-ETFs nur mit 3

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Laut SoSoValue verzeichneten Bitcoin-ETFs im Februar neun Handelstage mit Nettoabflüssen, Ethereum-ETFs erging es ähnlich. XRP-ETFs dagegen hatten im selben Zeitraum nur drei negative Tage. In einer Woche, in der Bitcoin- und Ethereum-Produkte zusammen 250 Mio. US-Dollar verloren, zog XRP noch 3,5 Mio. US-Dollar an frischem Kapital an.

Canary-Capital-CEO Steven McClurg bestätigte, dass XRP inzwischen rund 50 % aller Zuflüsse in Altcoin-ETFs erfasst. Solana und Hedera teilen sich die übrigen 50 %. Das ist bemerkenswert, denn es zeigt eine messbare Kapitalrotation weg von den großen Krypto-Assets hin zu Altcoins mit wahrgenommenem Nutzwert.

Seit dem Start im November 2025 gab es keinen einzigen Monat mit Netto-Abflüssen

Was die XRP-ETFs besonders auszeichnet, ist ihre Konstanz. Seit dem Handelsstart im November 2025 gab es keinen einzigen Monat, in dem die Produkte unter dem Strich Kapital verloren haben. Allein in den ersten drei Märztagen flossen weitere 18,68 Mio. US-Dollar zu.

Parallel dazu erweitert Ripple seine Plattform um Krypto-Futures von Coinbase, was institutionellen Anlegern den Zugang zu regulierten Derivaten eröffnet. Dazu kommt die Übernahme von Hidden Road für 1,25 Mrd. US-Dollar, mit der Ripple sein institutionelles Ökosystem ausbaut.

Aus Bitcoin-Perspektive bleibt die Frage, ob die Kapitalrotation in Altcoin-ETFs ein kurzfristiges Phänomen ist oder ob sie strukturelle Schwäche bei BTC-Produkten offenlegt. Denn während XRP-ETFs frisches Geld anziehen, kämpfen die Bitcoin-Spot-ETFs mit dem größten Abflusszyklus seit ihrem Start im Januar 2024.

Für Anleger, die Bitcoin als härtestes Geld mit fixem Angebot von 21 Mio. Einheiten verstehen, ändert das an der langfristigen These nichts. Kurzfristig zeigt es aber, dass institutionelles Kapital dort hingeht, wo es Momentum sieht und das liegt gerade nicht bei Bitcoin.

Wir berichteten bereits im Januar über die ersten großen ETF-Abflüsse bei XRP und die Rolle geopolitischer Spannungen für den Kryptomarkt.

 

175 Mio. Händler in 100 Länder: Visa macht Stablecoin-Zahlungen zum globalen Standard

175 Mio. Händler in 100 Länder: Visa macht Stablecoin-Zahlungen zum globalen Standard

Visa und Bridge, die Stablecoin-Plattform von Stripe, haben am 3. März eine massive Expansion ihres gemeinsamen Kartenprodukts angekündigt. Stablecoin-gestützte Visa-Karten sollen bis Jahresende in über 100 Ländern verfügbar sein – aktuell sind es 18.

In Kürze

  • Visa und Bridge expandieren Stablecoin-Karten von 18 auf über 100 Länder bis Jahresende
  • Europa, Asien, Afrika und Nahost – die Expansion startet noch 2026
  • Genius Act gibt den regulatorischen Rahmen, Visa liefert die Infrastruktur

Visa und Bridge expandieren Stablecoin-Karten von 18 auf über 100 Länder bis Jahresende

Das Konzept klingt simpel, hat aber Tragweite: Nutzer halten Stablecoins wie USDC in Krypto-Wallets wie Phantom oder MetaMask und können damit überall zahlen, wo Visa akzeptiert wird. Das ist aktuell bei über 175 Mio. Händlern weltweit möglich.

Beim Bezahlen wird der Stablecoin automatisch in lokale Währung umgerechnet, der Händler erhält Fiat wie bei jeder normalen Kartenzahlung. Neu ist, dass die Transaktionen über Bridges Partnerschaft mit Lead Bank erstmals on-chain abgewickelt werden, also direkt über die Blockchain statt über klassische Bankinfrastruktur.

Visa-Krypto-Chef Cuy Sheffield machte bei der Ankündigung deutlich, dass das Unternehmen langfristig Billionen an Transaktionsvolumen on-chain abwickeln will – nicht als Experiment, sondern als neue Settlement-Schicht.

Europa, Asien, Afrika und Nahost: Die Expansion startet noch 2026

Die Stablecoin-Karte startete 2025 zunächst in Lateinamerika, mit Fokus auf Argentinien, Kolumbien und Mexiko. Das sind Märkte, in denen Stablecoins bereits eine wichtige Rolle als Dollar-Zugang spielen. Inzwischen ist das Produkt in 18 Ländern live, die Ausweitung auf Europa, Asien-Pazifik, Afrika und den Nahen Osten soll bis Ende 2026 abgeschlossen sein.

Dabei prüft Visa auch, ob von Bridge emittierte Assets künftig direkt im globalen Settlement-Netzwerk unterstützt werden können. Das ist ein bedeutender Schritt, der Stablecoins endgültig vom Nischenprodukt zur festen Größe im internationalen Zahlungsverkehr machen würde.

Auch die Konkurrenz schläft nicht: Mastercard reagierte kürzlich mit der Übernahme von Zero Hash, um im Stablecoin-Bereich aufzuholen.

Genius Act gibt den regulatorischen Rahmen, Visa liefert die Infrastruktur

Dass Visa diesen Schritt gerade jetzt geht, ist kein Zufall. Mit dem Genius Act haben die USA 2025 erstmals einen bundesweiten Regulierungsrahmen für Stablecoins geschaffen, der Emittenten zur vollständigen Deckung mit verlässlichen Vermögenswerten verpflichtet. Für Unternehmen wie Visa bedeutet das Rechtssicherheit, aber für Nutzer gleichzeitig die Gewissheit, dass der digitale Dollar tatsächlich durch reale Werte gedeckt ist.

Bridge, das Stripe 2025 für 1,1 Mrd. US-Dollar übernahm, liefert die technische Infrastruktur dahinter: APIs, über die Unternehmen eigene Stablecoin-Programme aufsetzen und Kartenzahlungen on-chain abwickeln können. Ironisch ist, dass Krypto-Twitter die Nachricht als „Bitcoin als globales Geld“ feierte-  tatsächlich geht es um den digitalen Dollar auf Blockchain-Schienen.

Trotzdem zeigt die Entwicklung etwas Grundsätzliches: Selbst der größte Zahlungsanbieter der Welt erkennt an, dass die Zukunft des Geldes on-chain liegt. Und je mehr Fiat-Infrastruktur auf Blockchain-Technologie angewiesen ist, desto klarer wird die Frage, die Bitcoin seit 2009 stellt:

Warum überhaupt noch auf eine Währung vertrauen, die beliebig vermehrbar ist?

Bitcoin als globale Dollar-Schiene: Tether investiert in Utexo für Lightning-basiertes USDT

Bitcoin als globale Dollar-Schiene: Tether investiert in Utexo für Lightning-basiertes USDT

Tether hat am 6. März eine Finanzierungsrunde von 7,5 Mio. US-Dollar für das Startup Utexo co-angeführt, das natives USDT-Settlement direkt auf Bitcoin und dem Lightning Network ermöglichen soll. Damit rückt eine Vision näher, die seit Jahren diskutiert wird: der weltweit größte Stablecoin auf dem sichersten Netzwerk der Welt.

In Kürze

  • Warum Tether 7,5 Mio. US-Dollar in ein Startup für natives USDT-Settlement auf Bitcoin steckt
  • Warum die bisherige Infrastruktur auf Bitcoin zu komplex für den produktiven Einsatz war
  • Wie sich die Ankündigung von 2025 auf dem Plan ₿ Forum jetzt zur Produktion entwickelt

Warum Tether 7,5 Mio. US-Dollar in ein Startup für natives USDT-Settlement auf Bitcoin steckt

Utexo baut eine Infrastruktur, die Lightning Network und das RGB-Protokoll zu einem einheitlichen Payment-Stack verbindet. Über eine einzelne API können Zahlungsanbieter USDT-Transaktionen nativ über Bitcoin abwickeln und das mit fixen Gebühren, die in USDT bezahlt werden und nicht mit der Auslastung des Netzwerks schwanken.

Transaktionen werden in unter einer Sekunde abgeschlossen, sind privat und an Bitcoins Sicherheitsmodell verankert, denn nur verschlüsselte Daten landen on-chain. Neben Tether beteiligten sich auch Franklin Templeton, Big Brain Holdings und Portal Ventures an der Runde.

Bitcoin als globale Dollar-Schiene

Das ein klares Signal dafür, dass hier nicht nur Krypto-Firmen, sondern auch institutionelle Investoren Potenzial sehen.

Warum die bisherige Infrastruktur auf Bitcoin zu komplex für den produktiven Einsatz war

Die Idee, USDT auf Bitcoin laufen zu lassen, ist nicht neu, doch die technische Umsetzung scheiterte bisher an der Komplexität. Lightning Network und RGB bieten zwar leistungsfähige Funktionen, waren aber für den produktiven Einsatz schlicht zu aufwendig zu betreiben.

Genau hier setzt Utexo an: Das Startup abstrahiert die technische Komplexität und liefert eine Schnittstelle, über die bestehende Zahlungsströme auf Bitcoin umgeleitet werden können, ohne dass Partner ihre Custody- oder Compliance-Workflows ändern müssen.

Laut Utexo-Mitgründer Viktor Ihnatiuk werden Wallets damit erstmals in der Lage sein, kostenlose USDT-Transaktionen anzubieten. Ein Versprechen, das auf Netzwerken wie Ethereum oder Tron bisher undenkbar war.

Wie sich die Ankündigung von 2025 auf dem Plan ₿ Forum jetzt zur Produktion entwickelt

Im Januar 2025 hatte Tether-CEO Paolo Ardoino gemeinsam mit Lightning-Labs-CEO Elizabeth Stark in El Salvador die Integration von USDT in Bitcoins Ökosystem angekündigt, damals basierend auf dem Taproot-Assets-Protokoll. Über ein Jahr später liefert Utexo nun die produktionsreife Infrastruktur, die diese Vision umsetzbar macht.

Ardoino betonte bei der Ankündigung, dass Bitcoin immer zentral für Tethers langfristige USDT-Vision gewesen sei und das unabhängig von Marktzyklen. Dabei verfolgt Utexo bewusst keine spekulative Strategie: Statt neue Layer-2-Lösungen zu starten, will das Startup bestehende USDT-Zahlungsflüsse auf Bitcoin als Settlement-Layer umleiten.

Dass ausgerechnet der US-Dollar – das Werkzeug staatlicher Geldpolitik schlechthin – künftig über ein dezentrales, nicht zensierbares Netzwerk abgewickelt werden könnte, ist mehr als eine technische Fußnote: Es zeigt, dass selbst Fiat-Währungen zunehmend auf die Infrastruktur des härtesten Geldes angewiesen sind, das je geschaffen wurde.

Wir berichteten, dass viele Investoren die Geschwindigkeit der Tokenisierung unterschätzen. 

Trumps Bitcoin-Versprechen ein Jahr später, 328.000 BTC liegen still und der Kongress blockiert

Trumps Bitcoin-Versprechen ein Jahr später, 328.000 BTC liegen still und der Kongress blockiert

Am 6. März 2025 unterschrieb Präsident Trump die Executive Order zur Einrichtung einer Strategic Bitcoin Reserve – David Sacks nannte es „Digital Fort Knox“. Ein Jahr später hat die US-Regierung keinen einzigen neuen BTC gekauft, die Reserve existiert formal nicht und der Kongress blockiert.

In Kürze

  • Wie Treasury Secretary Bessent die Erwartungen der Krypto-Szene Stück für Stück enttäuschte
  • Warum der BITCOIN Act mit seinem Plan für 1 Mio. BTC keine Mehrheit im Senat findet
  • Welche Deadlines das Weiße Haus verstreichen ließ, ohne Ergebnisse zu liefern

Wie Treasury Secretary Bessent die Erwartungen der Krypto-Szene Stück für Stück enttäuschte

Die Ernüchterung kam schrittweise. Im August 2025 erklärte Treasury Secretary Scott Bessent auf Fox Business, die USA würden kein Bitcoin kaufen, lediglich beschlagnahmte Coins behalten und nicht mehr verkaufen. Bitcoin fiel daraufhin innerhalb von Stunden um knapp 5 %.

Zwar ruderte Bessent noch am selben Tag auf X zurück und sprach von „budget-neutralen Wegen“, um die Reserve zu erweitern, doch konkrete Pläne folgten nie. Im Januar 2026 wiederholte er in Davos die gleiche Linie, und im Februar erklärte er vor dem House Financial Services Committee wörtlich, er habe keine Befugnis, Bitcoin zu retten.

Trumps Bitcoin-Versprechen

Die Botschaft war eindeutig: Die Regierung behandelt ihre 328.000 BTC nicht als strategisches Investment, sondern als Zufallsbeute aus Strafverfahren.

Warum der BITCOIN Act mit seinem Plan für 1 Mio. BTC keine Mehrheit im Senat findet

Dabei gäbe es einen ambitionierteren Ansatz: Der BITCOIN Act von Senatorin Cynthia Lummis sieht vor, dass das Treasury über fünf Jahre insgesamt 1 Mio. BTC kauft. Das wären rund 5 % des Gesamtangebots, vergleichbar mit dem Umfang der US-Goldreserven. Doch der Gesetzentwurf liegt tot im Senat.

Demokraten wie Maxine Waters bezeichneten die Reserve als „silly“, während selbst innerhalb der Republikaner die Prioritäten anders liegen: Stablecoin-Regulierung und Krypto-Marktstrukturgesetze stehen weiter oben auf der Agenda.

Hinzu kommt, dass Senator Tillis jede Fed-Nominierung blockiert, solange die Ermittlungen gegen Jerome Powell laufen. Ein politisches Patt, das auch andere Krypto-Vorhaben lähmt.

Welche Deadlines das Weiße Haus verstreichen ließ, ohne Ergebnisse zu liefern

Die Executive Order setzte klare Fristen: Innerhalb von 30 Tagen sollten alle Behörden ihre BTC-Bestände melden, nach 60 Tagen sollte Bessent eine Bewertung der rechtlichen und investmentbezogenen Rahmenbedingungen vorlegen, und nach 180 Tagen war ein umfassender Report der Working Group fällig.

Die 30-Tage-Frist verstrich ohne öffentliches Ergebnis – White-House-Berater Patrick Witt erklärte noch im Januar 2026, man kenne die genaue Zahl der Bestände nicht. Der 60-Tage-Report von Bessent kam nie. Und der 180-Tage-Report der Working Group erschien zwar im Juli 2025, enthielt aber keinerlei Details zur Reserve.
Wer versteht, dass Bitcoin nicht auf staatliche Legitimation angewiesen ist, wird in diesem Jahresrückblick keine Enttäuschung sehen, sondern eine Bestätigung: Ein Geld mit fixer Obergrenze von 21 Mio. Einheiten braucht keine Regierung, die es kauft – es braucht nur genug Menschen, die verstehen, warum es existiert.

Fidelity-Report zeigt: Zahl der Bitcoin-Firmen mit 1.000+ BTC hat sich 2025 verdoppelt

Fidelity-Report zeigt: Zahl der Bitcoin-Firmen mit 1.000+ BTC hat sich 2025 verdoppelt

Laut dem aktuellen 2026 Look Ahead Report von Fidelity Digital Assets hat sich die Zahl börsennotierter Unternehmen mit mindestens 1.000 BTC in der Bilanz innerhalb eines Jahres von 22 auf 49 mehr als verdoppelt. Der Trend, der bereits seit Q4 2017 läuft, hat damit eine neue Dynamik erreicht.

In Kürze

  • Wie sich die Zahl der Public Companies von 22 auf 49 innerhalb eines Jahres entwickelt hat
  • Warum börsennotierte Unternehmen 2025 mehr Bitcoin kauften als alle Spot-ETFs zusammen
  • Wie 49 Firmen inzwischen fast 5 % des gesamten Bitcoin-Angebots kontrollieren

Wie sich die Zahl der Public Companies von 22 auf 49 innerhalb eines Jahres entwickelt hat

Noch Anfang 2025 zählte Fidelity 24 börsennotierte Firmen mit Beständen über 1.000 BTC. Bis Mitte des Jahres waren es bereits 35, Ende 2025 dann 49 – ein Wachstum, das die gesamte Entwicklung der Vorjahre in den Schatten stellt.

Dabei unterscheidet Fidelity drei Kategorien: Native-Firmen wie Mining-Unternehmen, die Bitcoin aus dem operativen Geschäft halten, Strategic-Firmen, die gezielt Bitcoin als Treasury-Strategie einsetzen, und traditionelle Konzerne, die erstmals Reserven in BTC umschichten.

Bitcoin-Firmen mit 1.000 BTC

Besonders auffällig ist, dass die strategischen Käufer im Schnitt über 12.000 BTC pro Firma halten und damit deutlich mehr als die anderen Gruppen. Die Akkumulation beschränkt sich also längst nicht mehr auf ein paar Krypto-Pioniere, sondern zieht zunehmend Unternehmen an, die bisher nichts mit der Branche zu tun hatten.

Warum börsennotierte Unternehmen 2025 mehr Bitcoin kauften als alle Spot-ETFs zusammen

In der ersten Jahreshälfte 2025 absorbierten öffentliche Unternehmen insgesamt 245.510 BTC. Ein Anstieg von 375 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Zum Vergleich: Die Spot-ETFs kamen im selben Zeitraum auf 118.424 BTC, also weniger als die Hälfte. Oder anders ausgedrückt: Auf jeden BTC, der über ETFs in den Markt floss, kamen 2,1 BTC durch Unternehmenskäufe. Viele Bitcoiner werden bei dieser Zahl schmunzeln.

Interessanterweise hat sich dabei auch die Käuferstruktur verändert. Strategy (ehemals MicroStrategy) hält zwar immer noch den größten Anteil, doch sein Marktanteil an den Corporate-Käufen sank von 72 % auf 55 %, weil immer mehr Firmen eigenständig akkumulieren.

Fidelity-Analyst Chris Kuiper betont, dass diese breitere Verteilung eine nachhaltigere Nachfrage erzeugt als die früheren Quartale, in denen einzelne Großkäufer das Bild dominierten.

Wie 49 Firmen inzwischen fast 5 % des gesamten Bitcoin-Angebots kontrollieren

Zusammengerechnet halten diese 49 Unternehmen knapp 5 % aller 21 Mio. BTC, die jemals existieren werden – und die Tendenz ist steigend. Fidelity schätzt, dass bis 2032 rund 8,3 Mio. BTC als illiquid gelten könnten, also etwa 42 % des zirkulierenden Angebots. Denn neben den Unternehmensbeständen gibt es eine zweite wachsende Gruppe: Bitcoin, die seit über sieben Jahren nicht bewegt wurden. Beide Kohorten zusammen hielten Ende 2025 bereits über 6 Mio. BTC, was mehr als 28 % des Gesamtangebots entspricht. Wer das Konzept von absolutem Mangel bei gleichzeitig steigender Nachfrage versteht, erkennt hier ein Muster, das im Fiat-System schlicht nicht existiert: Je mehr Akteure Bitcoin als Reserve begreifen, desto weniger BTC stehen dem Markt zur Verfügung – und desto irrelevanter wird der kurzfristige Preis in einer Währung, die beliebig vermehrbar ist.