US-Miner: Bitcoin Halving bereits eingepreist

US-Miner: Bitcoin Halving bereits eingepreist

Laut einem großen US-Miner aus Texas, ist das Bitcoin Halving, welches in wenigen Tagen das Bitcoin-Netzwerk verändern wird, bereits in der aktuellen Marktbewegung eingepreist. Das heißt, dass viele Spekulanten, die hoffen, dass Bitcoin nach diesem Ereignis steigt, falsch liegen. Die Hintergründe sowie Chancen und Risiken zum Bitcoin Halving sowie die Einstellung der Bitcoin Miner zur aktuellen Situation im heutigen Artikel.

In Kürze

  • US-Miner: Bitcoin Halving bereits eingepreist
  • Die Auswirkungen des Bitcoin Halvings
  • Chancen und Risiken

US-Miner: Bitcoin Halving bereits eingepreist

Der CEO von Marathon Digital Holdings Inc., Fred Thiel, erklärte am Dienstag, dem 9. April, dass die von vielen Spekulanten zu erwartende Steigerung des Bitcoin Preises nach dem Halving bereits eingepreist ist. Vor allem die Bitcoin-ETF-Einführung nennt der US-Miner als Hauptgrund. In den vergangenen 3-6 Monaten sind durch die ETFs sehr große Summen in den Markt geflossen, weshalb bereits jetzt das Halving eingepreist sein soll.

Dazu erklärte der US-Miner gegenüber Bloomberg (frei übersetzt):

Ich denke, dass die ETF-Zulassung, die ein großer Erfolg war, Kapital in den Markt gelockt hat und im Wesentlichen den Preisanstieg, den wir normalerweise drei bis sechs Monate nach der Halbierung gesehen hätten, vorverlegt hat. Ich denke, dass wir einen Teil davon jetzt schon sehen, und das hat einen Teil der Nachfrage angekurbelt.

US-Miner Bitcoin Halving

Die Auswirkungen des Bitcoin Halvings

Das Bitcoin Halving ist das wichtigste Ereignis im dezentralen Blockchain-Netzwerk. Denn alle 10 Minuten wird ein neuer Block generiert, indem die neusten Transaktionen abgewickelt sind. Dabei wird eine feste Menge Bitcoin je Block ausgeschüttet. Dies ist die Inflation im Bitcoin Netzwerk.

Aktuell liegt diese bei 6,25 BTC alle 10 Minuten bzw. je neuen Block. Nach 210.000 Blöcken bzw. nach 4 Jahren (10 Minuten/Block x 210.000 Blöcke) kommt das im Programmcode festgelegte Halving zustande.

Dabei wird beim Bitcoin Halving genau diese Ausschüttung pro Block halbiert. Die Inflation im Bitcoin Netzwerk halbiert sich also alle 4 Jahre um 50%. Bei der aktuellen Marktkapitalisierung sind zwei wichtige Meilensteine erreicht: Bitcoin ist größer als Silber und die Inflation von Bitcoin liegt nach der nächsten Block-Halbierung in wenigen Tagen unter der von Gold – Bitcoin ist also aus monetärer Sicht knapper als Gold und bereits jetzt größer als Silber.

Dieses klar vorhersehbare Ereignis ist der Grund, weshalb viele große Investoren in Bitcoin-ETFs über die letzten Monate hohe Summen an Gelder in den Markt gespült haben. Es gibt allerdings auch andere Marktteilnehmer, welche jetzt ihre Bitcoin verkaufen. Dazu zählen auch die Miner, welche in den letzten 2-3 Jahren hohe Kosten für das Verdienen neuer Bitcoins hatten. Viele Miner haben in den letzten Tagen und Wochen verkauft – einfach nur, um ihre hohen Kosten der letzten Jahre wieder in Profite umzuwandeln.

Chancen und Risiken

Bereits in den letzten Jahren kam es kurz nach dem Bitcoin Halving oft zu einem Marktcrash. Auch in den nächsten Tagen könnte es vor allem kurz nach dem Bitcoin Halving zu solch einer Entwicklung am Markt kommen. Denn viele Spekulanten haben sich genau zu diesem Termin im Markt positioniert und verkaufen ihn dann ab.

In der Vergangenheit waren nach solch einem kurzen Abverkauf allerdings auch viele Investoren aus dem Markt gespült, welche den Preis von Bitcoin durch ihre Verkäufe nach unten drückten. Früher oder später sollte das Bitcoin Halving und die geringere Inflation des Bitcoin Netzwerks eine Auswirkung auf die Verknappung einzelner Bestände haben. Denn wenn weniger neue Bitcoin in Umlauf gegeben werden, dann verteilen sich die gleichen Summen schneller auf mehrere unterschiedliche Adressen.

Bitcoin wird also schon einige Monate nach dem Bitcoin Halving dezentraler und eine stärkere Verteilung einzelner Bitcoin Bestände aufweisen, als vorher. Ob der US-Miner mit seiner Prognose recht hat, sehen wir also in einigen Wochen.

Lese dazu: In Asien starten die Bitcoin-ETFs jetzt erst richtig durch!

Bitcoin Spot ETFs vor Genehmigung in Hongkong

Bitcoin Spot ETFs vor Genehmigung in Hongkong

Hongkong bereitet sich darauf vor, noch in diesem Monat grünes Licht für Bitcoin Spot ETFs zu geben, was Diskussionen auf dem Kryptomarkt auslöst und eine bedeutende Veränderung in der globalen Investitionslandschaft signalisiert.

In Kürze

  • Neue Ära: Hongkong setzt auf Bitcoin Spot ETFs nach US-Vorbild
  • Hongkong setzt auf schnelle Einführung
  • Auswirkungen für Anleger

Neue Ära: Hongkong setzt auf Bitcoin Spot ETFs nach US-Vorbild

Die globale Kryptowährungslandschaft erlebt eine gewaltige Verschiebung, da sich Hongkong auf die Einführung von Bitcoin Spot ETFs in diesem Monat vorbereitet. Dieser Schritt erfolgt kurz nach der bahnbrechenden Entscheidung der US Securities and Exchange Commission (SEC), Bitcoin-Spot-ETFs grünes Licht zu geben, was auf eine wachsende Akzeptanz digitaler Vermögenswerte in traditionellen Finanzkreisen hindeutet.

Insbesondere die Akzeptanz dieser Anlageinstrumente in Hongkong wird die Investitionslandschaft sowohl für institutionelle Investoren als auch für Privatanleger neu gestalten.

Bitcoin Spot ETFs

Hongkong setzt auf schnelle Einführung

In einer bahnbrechenden Entwicklung hat die Hong Kong Securities Commission (SFC) das Genehmigungsverfahren für vier Bitcoin Spot ETFs beschleunigt, die im April dieses Jahres angekündigt werden sollen. Jüngsten Ankündigungen zufolge stehen Harvest International, China Asset Management, Boshi Fund und Value Partners Financial an der Spitze dieser Krypto-Investmentrevolution.

Während Boshi Fund und Value Partners Financial noch auf die Erfüllung aufsichtsrechtlicher Kriterien warten, haben Harvest International und China Asset Management bereits große Fortschritte gemacht.

Harvest International und China Asset Management wurden in der jüngsten Aktualisierung der SFC von Hongkong in die erste Reihe der Fondsgesellschaften aufgenommen, die virtuelle Vermögenswerte verwalten. Dieser Schritt ist ein entscheidender Moment, da diese etablierten öffentlichen Fondsgesellschaften in den Bereich der virtuellen Vermögenswerte einsteigen und damit eine breitere Akzeptanz von Kryptowährungen in traditionellen Finanzkreisen signalisieren.

Brancheninsidern zufolge erfordert der Plan, Bitcoin Spot ETFs in Hongkong aufzulegen, ein strenges Verfahren, das die Zusammenarbeit mit mindestens 20 Institutionen wie Bitcoin-Verwahrstellen und Market Makern beinhaltet. Trotz der sorgfältigen Verfahren wurde der Zeitplan für die Einführung beschleunigt, und es wird erwartet, dass sie innerhalb von 10 Tagen nach der behördlichen Genehmigung abgeschlossen sein wird.

Auswirkungen für Anleger

Die bevorstehende Zulassung von Bitcoin-Spot-ETFs in Hongkong bietet sowohl institutionellen als auch Kleinanlegern eine Vielzahl von Möglichkeiten. Da Kleinanleger durch die Zulassung von ETFs Zugang zu Bitcoin-Investitionen erhalten, wird sich die Investitionslandschaft radikal verändern.

Diese Entwicklung kommt zu einer Zeit, in der traditionelle institutionelle Anleger angesichts der schleppenden Entwicklung an den Aktienmärkten zunehmend Investitionen in Kryptowährungen in Betracht ziehen. Darüber hinaus wird erwartet, dass die erwartete Einführung dieser ETFs den Weg für ein stärker diversifiziertes Anlageportfolio ebnen und möglicherweise den Erfolg widerspiegeln wird, der in den Vereinigten Staaten zu beobachten ist, wenn auch in kleinerem Maßstab.

Metaplanet: Mit 1 Milliarde in Bitcoin das Microstrategy aus Asien?

Metaplanet: Mit 1 Milliarde in Bitcoin das Microstrategy aus Asien?

Metaplanet könnte schon bald zum Microstrategy aus Asien heranwachsen. Denn nun ist es offiziell bekannt, dass das Unternehmen 1 Milliarde JPY in Bitcoin anlegen möchte. Damit sollen neben einer Diversifikation der Finanzen auch eine Tür in Richtung Innovation geöffnet werden. 

In Kürze

  • Die Bitcoin-Anlage von Metaplanet
  • Microstrategy mit ähnlicher Zielsetzung
  • Das Unternehmen Metaplanet 

Finanzstrategie von Metaplanet

Am gestrigen Montag, dem 8. April, gab Metaplanet auf X (Twitter) bekannt, dass sie eine gravierende Änderung in ihrer Finanzstrategie durchführen. Dabei wird Bitcoin als Diversifikation zur restlichen Finanzstabilität im Unternehmen genutzt.

Dazu erklärte Metaplanet (frei übersetzt):

Heute freuen wir uns, eine bahnbrechende Änderung unserer Finanzstrategie bekannt zu geben: Wir werden Bitcoin künftig als zentrales Finanzvermögen des Unternehmens betrachten und zunächst eine Milliarde JPY bereitstellen. Bei dieser strategischen Wende geht es nicht nur darum, digitale Vermögenswerte zu nutzen, sondern auch darum, eine Zukunft zu gestalten, in der Finanzen im Kern auf Innovation treffen.

Auch der CEO des Unternehmens, Simon Gerovich, kommentierte die Neuausrichtung (frei übersetzt):

Ich bin begeistert, Metaplanet zu leiten, da wir einen mutigen Schritt in die Zukunft machen, indem wir eine anfängliche JPY 1 Milliarde in Bitcoin als unser Hauptfinanzierungsmittel für die Zukunft investieren. Dank der Unterstützung durch unsere Partner und Investoren. Ich bin stolz auf unseren Pioniergeist und freue mich auf das, was vor uns liegt.

Microstrategy mit ähnlicher Zielsetzung

Die anfängliche Investition von 1 Milliarde JPY beträgt zum Redaktionszeitpunkt circa 6 Millionen EUR. Verglichen mit der Bitcoin-Bilanz von Microstrategy, dem Unternehmen, welches sich unter der Leitung von Michael Saylor, ebenfalls zu einer zentralen Finanzstrategie mit Bitcoin verschrieben hatte, besitzt zum 19. März insgesamt 214.246 Bitcoins die einen Gegenwert von über 13 Milliarden Euro darstellen.

Metaplanet das neue Microstrategy

Beim Vergleich wird klar, dass Metaplanet noch weit hinter den gegenwärtigen Größen der Bitcoin-Unternehmen steht. Trotzdem ist die Neuausrichtung der Finanzstrategie ein wichtiger Bestandteil, um die Akzeptanz von Bitcoin global nicht nur unter Privatpersonen zu fördern, sondern auch bei Unternehmen. Sobald die ersten Innovatoren Erfolg mit der neuen Strategie haben, ziehen immer mehr Unternehmen nach. Dies ist wichtig für die Verfestigung von Bitcoin in der Gesellschaft und ein wichtiger Bestandteil einer Monetarisierungsphase eines Gutes.

Das Unternehmen Metaplanet 

Die Neuausrichtung hin zu Bitcoin hat nicht nur mit der Finanzsicherheit des Unternehmens zu tun. Auch die technische Entwicklung von Innovationen steht im Vordergrund. Die Kernkompetenzen von dem in Japan ansässigen Unternehmen finden sich im Web3 und Metaverse. Neben Beratungen werden auch Dienstleistungen zum Investieren in solche Technologien angeboten.

Ebenfalls wird eine Plattfrom betrieben, die digitale Produkte und Dienstleistungen, welche auf der Blockchain-Technologie basieren. Der Horizont der Beratung umfasst nicht nur inländische Märkte, sondern auch viele ausländische. Metaplanet ist an der Tokyo Stock Exchange notiert und ein lizenziertes Unternehmen.

Deutsche Bank: Über 50% der Verbraucher sehen Bitcoin als wichtige Anlageklasse

Deutsche Bank: Über 50% der Verbraucher sehen Bitcoin als wichtige Anlageklasse

Die Deutsche Bank berichtet in einer neuen Umfrage, dass die Stimmung gegenüber Bitcoin und anderen Kryptowährungen steigt, da immer mehr Institutionen den Markt erkunden.

In Kürze

  • Deutsche Bank-Umfrage: Wachsende Akzeptanz von Kryptowährungen

  • 52% der Konsumenten setzen auf Bitcoin

  • Institutionelles Interesse treibt Bitcoin auf Allzeithoch

Deutsche Bank Umfrage: Wachsende Akzeptanz von Kryptowährungen

Die Akzeptanz von Kryptowährungen nimmt weltweit weiter zu, wobei sich immer mehr Verbraucher und traditionelle Finanzinvestoren für Bitcoin interessieren. Eine neue Umfrage der Deutschen Bank zeigt, dass Nutzer Bitcoin (BTC) und anderen Kryptowährungen weniger skeptisch gegenüberstehen.

Dies geschieht vor dem Hintergrund zunehmender Berichte über die wachsende Akzeptanz und das Bewusstsein für Kryptowährungen in vielen Ländern. Die Deutsche Bank befragte 3.600 Verbraucherinnen und Verbraucher, von denen mehr als 50 Prozent Kryptowährungen für einen Vermögenswert halten.

Deutsche Bank

52% der Konsumenten setzen auf Bitcoin

Die Deutsche Bank berichtet, dass 52% der Befragten Bitcoin und Kryptowährungen als wichtige Anlageklasse und Transaktionsmethode der Zukunft sehen. Dies ist eine enorme Verbesserung gegenüber früheren Zahlen und zeigt ein breiteres Wachstum und eine größere Akzeptanz des Kryptowährungsmarktes.

Im Jahr 2023 waren weniger als 40% der Befragten optimistisch für die Anlageklasse. Trotz des Anstiegs der allgemeinen Akzeptanz erwarten nur 10 % der Befragten, dass der Preis von Bitcoin bis Ende des Jahres auf über 75.000 US-Dollar steigen wird. Rund ein Drittel der Verbraucher erwartet, dass der Preis bis Ende des Jahres unter 20.000 US-Dollar fallen wird.

In den Vormonaten lag der Anteil der Befragten mit dieser pessimistischen Prognose im Januar bei 35 Prozent und im Februar bei 36 Prozent. Diese Zahl bleibt schockierend angesichts des jüngsten Zustroms institutioneller Anleger in den Markt, der durch die Erwartung und anschließende Genehmigung von Bitcoin-Spot-ETFs durch die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC ausgelöst wurde.

Dies deutet darauf hin, dass wirklich die breite Masse befragt wurde, die sich bisher nicht näher mit Bitcoin und dem Krypto-Sektor beschäftigt

Institutionelles Interesse treibt Bitcoin auf Allzeithoch

In diesem Jahr ist der Bitcoin-Preis auf über 72.000 Dollar gestiegen und hat damit ein Allzeithoch erreicht, nachdem das Interesse der Institutionen am Markt wieder zugenommen hat. Die meisten Analysten sind der Meinung, dass der Preis nicht fallen wird, wie es ein Drittel der Teilnehmer erwartet. Grund dafür sind die steigenden Zuflüsse in den Markt und das anstehende Halving, das einen weiteren Anstieg auslösen könnte.

Die breitere Akzeptanz von Bitcoin und anderen Kryptowährungen, die in der Umfrage der Deutschen Bank festgestellt wurde, ist darauf zurückzuführen, dass Investoren ETFs als eine Form der Akzeptanz und Regulierung in der Branche sehen.

Störungen bei Banken unterstreichen die Bedeutung alternativer Zahlungsmethoden

Störungen bei Banken unterstreichen die Bedeutung alternativer Zahlungsmethoden

Störungen bei Banken: Die erneuten Störungen im Zahlungsverkehr der Banken zeigen einmal mehr, wie wichtig alternative Zahlungsmethoden sind.

In Kürze

  • Die Fragilität moderner Systeme: Wenn Technologie versagt, stehen wir still
  • Störungen bei Banken
  • Alternativzahlungen: Bargeld und Kryptos als Krisenlösung

Die Fragilität moderner Systeme: Wenn Technologie versagt, stehen wir still

Wer kennt das nicht? Man will noch schnell Bargeld abheben und der Geldautomat ist defekt. In der Großstadt sicher ärgerlich, aber kein Problem, man geht einfach zum nächsten. Auf dem Land sieht das schon ganz anders aus, oft gibt es weit und breit nur diesen einen Automaten der jeweiligen Bank.

Oder: Man steht im Supermarkt an der Kasse, das Band ist voll mit Lebensmitteln, hinter einem stehen genervte Leute, deren Einkaufswagen ebenfalls voll sind. Man hat kein Bargeld dabei, will mit Karte bezahlen und plötzlich zeigt das Gerät immer wieder einen Fehler an.

Die Welt ist auf funktionierende Systeme angewiesen, schon ein Ausfall kann zu Problemen führen. Das haben neulich Störungen bei Banken und Sparkassen in Deutschland wieder einmal gezeigt.

Störungen bei Banken

Störungen bei Banken

In der vergangenen Woche gab es in Deutschland bei mehreren Banken und Sparkassen Probleme mit Kartenzahlungen. So schnell und bequem diese im Normalfall funktionieren, so problematisch ist es für die Verbraucher, wenn sie nicht funktionieren.

Zwar sind die Störungen inzwischen behoben, doch das hilft den Betroffenen im Einzelfall wenig. Betroffen waren diesmal sowohl die Bezahlung von Rechnungen als auch Geldautomaten und Online-Banking.

Offenbar war es bei einem internen Verschlüsselungsverfahren zu Störungen bei Banken gekommen. Diese führten dazu, dass die Zahlungskarten am Terminal zurückgewiesen wurden. Weitere Probleme sind kurzfristig nicht auszuschließen.

Alternativzahlungen: Bargeld und Kryptos als Krisenlösung

Dieser konkrete Fall zeigt aber einmal mehr, wie wichtig alternative Zahlungsmöglichkeiten sind. Bargeld spielt dabei ebenso eine zentrale Rolle wie Kryptowährungen. Diese sind nicht an die traditionellen Zahlungssysteme gebunden und dienen bei deren Ausfall als sichere Alternative, um seine Rechnungen bezahlen zu können.

Dabei spielt es keine Rolle, ob Bargeld, Bitcoin oder alternative Coins wie Stablecoins verwendet werden, wichtig ist, dass die Beteiligten auf ein Guthaben zugreifen können. Dies wird vor allem dann wichtig, wenn Ausfälle von Zahlungssystemen länger andauern. Befürworter von Bargeld raten daher, immer einen kleinen Vorrat griffbereit zu haben. Denn auch Geldautomaten fallen immer wieder aus. Umso wichtiger ist es, sich auch im Hinblick auf den digitalen Euro für den Erhalt des Bargelds einzusetzen.

Schutz vor Inflation: Simbabwes Antwort auf Hyperinflation und Währungsstabilität

Schutz vor Inflation: Simbabwes Antwort auf Hyperinflation und Währungsstabilität

Schutz vor Inflation: Simbabwe führt die goldgedeckte Währung ZiG ein, um seine Wirtschaft zu stabilisieren und das Vertrauen nach dem Verfall des Simbabwe-Dollars wiederherzustellen.

In Kürze

  • Einführung des Zimbabwe Gold, kurz ZiG
  • Internationale Beziehungen und wirtschaftliche Reformen
  • Schutz vor Inflation mit Bitcoin

Einführung des Zimbabwe Gold, kurz ZiG

Auslöser für die Einführung des ZiG waren die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme Simbabwes. Die bisherige Währung, der Simbabwe-Dollar, war stark abgewertet und notierte bei 36.000 Z$ pro US-Dollar, nachdem er allein in diesem Jahr mehr als drei Viertel seines Wertes verloren hatte. Der Gouverneur der Reserve Bank of Zimbabwe, John Mushayavanhu, räumte ein, dass das Drucken großer Geldmengen negative Auswirkungen hatte und zur Abwertung der alten Währung führte.

Das Hauptziel des ZiG ist es, die Stabilität der Landeswährung zu erhöhen, die durch eine Mischung aus Devisenreserven, Gold und anderen wertvollen Edelmetallen gestützt wird.

Die Reserve Bank of Zimbabwe hält rund eine Tonne Gold in ihren Tresoren und hat 1,5 Tonnen im Ausland deponiert. Die Entscheidung, die neue Währung mit Sachwerten zu unterlegen, wurde als Mittel zur Schaffung von Vertrauen und Zuverlässigkeit im Finanzsystem des Landes interpretiert.

https://twitter.com/ProfJNMoyo/status/1776272626136088966

Internationale Beziehungen und wirtschaftliche Reformen

Die Bemühungen von Präsident Mnangagwa, Simbabwe wieder an die internationalen Märkte heranzuführen und die Unterstützung multilateraler Kreditgeber wiederzuerlangen, waren aufgrund der unbewältigten Schulden und der politischen Probleme des Landes nicht erfolgreich. Die USA und andere Regierungen haben jedoch gezögert, mit Simbabwe zu verhandeln, insbesondere nach den Vorwürfen des Wahlbetrugs und der Menschenrechtsverletzungen durch die Regierung Mnangagwa.

Der ZiG wird zusammen mit einer Reihe anderer Währungen in acht Stückelungen mit Abbildungen von Goldbarren und den berühmten Balancing Rocks eingeführt. Den Simbabwern wird eine Frist von 21 Tagen eingeräumt, um ihre alte Währung in die neue ZiG umzutauschen. Diese rasche Entwicklung zeigt, dass die Regierung die wirtschaftliche Stabilität des Landes wiederherstellen muss.

Die Einführung des ZiG fällt in eine Zeit der Hyperinflation und des wirtschaftlichen Leids, unter dem die Bevölkerung Simbabwes leidet. Die Abwertung des simbabwischen Dollars und die Hyperinflation haben in den letzten Jahren Probleme wie Armut, Arbeitslosigkeit und eine schwere Dürre verschärft. Die ZiG wird daher als eine wichtige Maßnahme zur Lösung dieser Probleme angesehen.

Schutz vor Inflation mit Bitcoin

Das Drucken von Geld ohne Gegenwert kann über kurz oder lang nicht funktionieren. Die Zeche zahlt letztlich immer der Bürger, dessen hart erarbeitetes Geld immer weiter entwertet wird. Geld ist Zeit, denn jeder tauscht seine Arbeitszeit gegen Geld, diese Zeit wird gestohlen. Auch die Europäische Zentralbank verursacht Inflation. Der Euro hat seit seiner Einführung über 50% seiner Kaufkraft verloren. Der Schutz vor Inflation ist auch in der heutigen Zeit unverzichtbar.

Gold, bislang ein klassischer Schutz vor Inflation, ist ein Edelmetall. Seit Jahrzehnten investieren Anleger in Gold. Das liegt daran, dass Gold a) eben begrenzt ist und b) seit Jahrzehnten relativ stabil in der Wertentwicklung ist. Es gibt viele institutionelle Anleger, aber auch Privatanleger, die deshalb Goldbestände als Sicherheit haben.

Seit geraumer Zeit wird auch der Bitcoin als Schutz vor Inflation gehandelt. Dies auch aufgrund der Eigenschaften von Bitcoin – so gibt es eine Limitierung von 21 Millionen Coins. Das heißt, diese Struktur sorgt dafür, dass es nicht unendlich viele Coins gibt, die man im Zuge des Mining-Prozesses „schürfen“ kann. Eine Gemeinsamkeit mit Gold, denn auch Gold ist nicht unendlich, sondern knapp.