Mögliche Steuerreform bei Bitcoin und Co?

Mögliche Steuerreform bei Bitcoin und Co?

Steht uns nach der Änderung der Besteuerung von Aktien und der Einführung der Abgeltungssteuer im Jahr 2009 bald auch eine Steuerreform der Kryptowährungen bevor? Bitcoin bietet bisher, in den meisten Ländern, eine Steuerfreiheit nach einem Jahr Haltedauer, doch bereits jetzt stellen die ersten Länder diese Steueroase in Frage.

In Kürze

  • Österreich, kurz vor einer Steuerreform?
  • Politische Lage in Deutschland nach den Neuwahlen
  • Grundlage der Besteuerung

Österreich, kurz vor einer Steuerreform?

Mögliche Steuerreform bei Bitcoin und Co

Dass Bitcoin für viele nicht mehr nur als Zahlungsmittel, sondern auch als eine Art von Anlage gesehen wird, ist nicht verwunderlich. Mit der enormen Wertsteigerung und dem zuletzt durchbrochenen Allzeithoch sind enorme Gewinne verbunden, welche die Finanzverwaltung auf den Plan ruft.

Im Normalfall sind mit diesen hohen Gewinnen auch hohe Abgaben an den Fiskus verbunden. Dies kann bisher jedoch bei Bitcoin und Co. durch die Steuerfreiheit nach einem Jahr gewissermaßen umgangen werden.

Für eine gerechte Besteuerung empfiehlt die europäische Kommission den Mitgliedstaaten, ihre Steuerpflichten zu vereinfachen und dafür zu sorgen, dass die Rechte von Steuerpflichtigen gewahrt werden. So auch in Österreich, dort gelten Kryptoassets wie der Bitcoin als Spekulationsobjekte, wer sie länger als ein Jahr hält, muss auf Gewinne aus dem Verkauf keine Steuern zahlen.

Der Finanzminister Gernot Blümer von der ÖVP sieht darin keine Fairness:

Wenn Spekulation mit Aktien besteuert werden, muss es auch für digitale Währungen entsprechende Maßnahmen geben. Daher werden wir in Österreich weitere Maßnahmen prüfen, um bei Kryptowährungen auch steuerliche Fairness zu erreichen. 

Das österreichische Finanzministerium prüft mit der ökosozialen Steuerreform, die Möglichkeit zur Neuregelung nicht nur für „klassische Derivate“, sondern auch für Bitcoin.

Somit könnten österreichische Bitcoin Besitzer bald 27,5% Steuer auf Ihre Bitcoin Gewinne zahlen, ob sie diese ein Jahr gehalten haben oder nicht.

Politische Lage in Deutschland nach den Neuwahlen

In Österreich stehen bereits die ersten konkreten steuerlichen Veränderungen und die Steuerreform im Bereich der Kryptowährung an. In Deutschland hingegen scheint es nach den Neuwahlen noch keine konkreten Pläne zu geben. Wir werfen einen Blick auf die Wahlprogramme der Parteien und inwiefern sich die Situation durch eine mögliche Ampel-Koalition verändern könnte.

Das Wahlprogramm der SPD lässt hierzu keine konkreten Aussagen zu. Es scheint, als hätte die älteste noch bestehende Partei das Thema vergessen. Lediglich die Ablehnung einer Privatisierung von Währungen wird spärlich angesprochen.

Die Grünen treffen auf Seite 92 des Wahlprogramms eine klare Aussage. Die Steuerfreiheit nach der Haltefrist von einem Jahr soll vollständig abgeschafft werden. Eine konkrete Zukunftsaussicht zum Thema Besteuerung sucht man allerdings auch hier vergebens.

Besonders erfreulich für alle Krypto-Fans dürfte hingegen die Sichtweise der FDP sein. Eine Änderung der steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen wird vollständig abgelehnt.  Die Demokraten möchten die Abwanderung von Innovation ins Ausland verhindern und fürchten mit einer restriktiveren Besteuerung die Attraktivität dieser gefährdet. Mit Christian Lindner als möglichen Finanzminister ist zumindest die Förderung und Weiterentwicklung der Blockchain Technologie garantiert.

Grundlage der Besteuerung

Bisher gelten folgende Regelungen bei der Besteuerung von Kryptowährungen. Ob dies in Zukunft so bleibt, wird stark von der neu gebildeten Koalition und deren Sichtweisen abhängen.

Sollten Sie einen Gewinn von mehr als 600 Euro bei einer Haltedauer von weniger als einem Jahr erzielt haben, ist der Gewinn als sonstige Einkünfte zu erklären. In Folge dessen wird der Gewinn mit dem persönlichen Einkommensteuertarif zzgl. ggf. SolZ und KiSt besteuert.

Erzielen Sie einen Gewinn bei einer Haltedauer von mehr als einem Jahr, fällt dies nicht unter oben genannten Paragraphen. Sollten die Gewinn steuerpflichtig werden – was bisher leider noch ungeklärt ist – würden sie voraussichtlich unter Einkünfte aus Kapitalvermögen fallen. Somit werden sie mit der Kapitalertragsteuer i.H.v. 25 Prozent zzgl. ggf. SolZ und KiSt besteuert. 

 

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Bakkt Partnerschaft: Google Pay Bitcoin-Zahlungen über Bakkt möglich!

Der Marktplatz für digitale Assets, Bakkt, veröffentlichte zum 08. Oktober eine Mitteilung, dass das Unternehmen eine Partnerschaft mit Google eingeht. Neben der Integration von Google Pay Bitcoin Zahlungen wird in Zukunft auch eine Zusammenarbeit mit Google Cloud dem Wachstum von Bakkt weiterhelfen.

In Kürze

  • Adoption von Kryptowährungen
  • Google Pay Bitcoin-Zahlungen
  • Bakkt nutzt Google Cloud

Adoption von Kryptowährungen

Kryptowährungen sind noch ein sehr junges Themengebiet im Bereich der Investitionsgüter. Dennoch haben sich diese innerhalb von 12 Jahren so stark entwickelt, dass bereits einige erfahrene und erfolgreiche Investoren Kryptos als Must-Have in ihrem Portfolio ansehen.

Neben den klassischen Privatinvestoren setzen auch immer mehr Unternehmen auf die digitalen Assets. Das Unternehmen, das aktuell die meisten Bitcoins besitzt, ist laut BuyBitcoinWorldwide MicroStrategy mit 114.042 BTC, die einem derzeitigen Gegenwert von ca. 6,3 Mrd. Dollar entspricht. Darauf folgt direkt Tesla. Das von Elon Musk geleitete Unternehmen hat in diesem Frühjahr eine Investition von 1,5 Mrd. Dollar in Bitcoin getätigt. Die 42.902 BTC haben derzeit einen Gegenwert von rund 2,4 Mrd. Dollar.

Doch auch hiermit nicht genug. Einige der größten Banken der USA akzeptieren den Bitcoin mittlerweile als Anlagemittel und ermöglichen ihren Kunden die Aufnahme des Bitcoin in ihr Portfolio. Auch einige Zahlungsdienstleister integrieren derzeit Bitcoin und einige Altcoins in ihr bestehendes System.

Google Pay Bitcoin

Google Pay Bitcoin-Zahlungen

Anfang Juni diesen Jahres kündigte Coinbase an, dass eine Partnerschaft mit Apple- und Google Pay geschlossen wurde, um diese Bezahlungsmethoden mit in das System zu integrieren. Kaum zwei Monate später war es allen Nutzern dieser Börse ermöglicht worden, Kryptos direkt über Apple- und Google Pay zu erwerben.

Google scheint Gefallen an Kryptowährungen gefunden zu haben. So veröffentlichte Bakkt, ein Marktplatz für digitale Assets, einen Blogbeitrag, dass durch eine Kooperation mit Google Pay Bitcoin-Zahlungen ermöglicht werden.

Konkret wird hierbei die virtuelle Visa Card von Bakkt (Bakkt Card) bei Google Pay hinzugefügt. Über diese Schnittstelle wird es den Nutzern von Bakkt ermöglicht, bei jedem Händler, der die Zahlung via Google Pay akzeptiert, mit Kryptowährungen zu bezahlen.

Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Händler automatisch Kryptowährungen annehmen müssen. Bakkt nimmt hierbei die Rolle einer Börse ein, die beim Kauf den aktuellen Kurs ermittelt und die entsprechende Kryptowährung in die jeweilige Fiat-Währung umwandelt, die letztendlich dann beim Händler ankommt.

Der CEO von Bakkt, Gavin Michael, erklärt:

Diese Partnerschaft ist ein Beweis für die starke Position von Bakkt auf dem Markt für digitale Assets, um Verbrauchern zu ermöglichen, ihre digitalen Assets in Echtzeit, sicher und zuverlässig zu nutzen.

Bakkt nutzt Google Cloud

Zudem kündigte Bakkt an, eine weitere Zusammenarbeit mit Google zu starten. Bakkt wird in Zukunft Google Cloud nutzen, um Analysetools, künstliche Intelligenz (KI), maschinelles Lernen sowie Geolokalisierungsfunktionen zu entwickeln. Somit soll das Verhaltensmuster der Kunden besser abgebildet und kundenspezifische Anforderungen erfüllt werden.

Gavin Michael ist entschlossen:

Darüber hinaus wird uns die Partnerschaft mit Google Cloud ermöglichen, weiterhin eine erstklassige, innovative Plattform aufzubauen, die sich zweifellos an die Bedürfnisse von Millionen von Nutzern anpassen lässt.

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Schweizer Startup Relai will zur Bitcoin Börse aufsteigen

Schweizer Startup Relai will zur Bitcoin Börse aufsteigen

Das in Zürich ansässige Start Up Relai plant aktuell den Aufbau einer eigenen Bitcoin Börse. Ab sofort ist das junge Start Up ein Virtual Asset Service Provider kurz VASP. Damit stellt Julian Liniger und sein Team die Weichen für die Zukunft.

In Kürze

  • Ausbau der eigenen Dienste (VASP)
  • Mitglied im Verein der Qualitätssicherung
  • In den Bereichen Compliance und Regulierung steht Relai gut da

Der Weg von Relai

Bitcoin Börse

Co Founder und CEO Julian Liniger bemerkte bereits 2018, dass es keinen einfachen Weg gab, Bitcoin zu kaufen. Dies wollte er ändern und gründete zusammen mit Bernd Lapp, Stefaan Ponnet und Adem Bilican, welche er in der Schweizer Bitcoin Community kennenlernt Relai. Mit Ihren Ideen schafften Sie es 2019 ins Finale des F10 Hackathon in Zürich. Dies war Motivation um weiter an Relai zu arbeiten ebenfalls entstand damals die Vision sich eines Tages offiziell Bitcoin Börse nennen zu dürfen.

Nach einem weiteren Jahr, indem viel Geld gesammelt und programmiert wurde ging die App schliesslich am 3.Juli 2020 Live. In den ersten vier Wochen wurden Bitcoins im Wert von 100.000 Schweizer Franken über Relai gekauft. Der Bullenmarkt 2020 und das Wachstum, das nun schon 20% – 100% pro Monat betrug, ermöglichte es den Vier Gründern ein Team aufzubauen.

Die Chancen zur Bitcoin Börse zu werden stehen gut

Die Nutzerzahlen steigen noch immer. Aktuell nutzen zwischen 15.000 – 20.000 Nutzer Ihre App aktiv um Bitcoins zu kaufen und verkaufen. Eines der geschätzen Features ist das automatische Kaufen der Bitcoins. Relai ermöglicht es wöchentlich oder monatlich voll automatisch zu Investieren. Ein weiterer Punkt der für Relai spricht ist, dass kein KYC (Know your Customer) nötig ist um Bitcoins zu kaufen. Aktuell kann maximal 5.000 Schweizer Franken pro Monat investiert werden. Denn danach muss die Identität offengelegt werden. Bald könnte diese Limite aufgrund von möglichen Gesetzesänderungen auf 1.000 Schweizer Franken sinken.

Nun will das junge Startup also den nächsten Schritt wagen. Wie im Titel schon erwähnt haben Julian Lininger und seine Mitstreiter grössere Pläne für Relai. Zum Brooker wollen Sie werden. Aktuell werden Ihre Transaktionen noch über den Anbieter Bity ausgeführt. Das soll sich jetzt ändern. Da Relai ein Virtual Asset Service Provider ist, dürfen Sie nun direkt Euros, Franken und andere Fiatwährung in Bitcoin tauschen.

Bereits ab Ende Oktober 2021 soll es einige neue Features und tiefere Gebühren geben wie Julian erklärte.

Julian Lininger über Relai

Mit unserem eigenen Broker werden wir in der Lage sein, wettbewerbsfähige Gebühren festzulegen, die Effizienz der Handelsausführung zu steigern sowie neue Produkte und Dienstleistungen für unsere Benutzer zu entwickeln.

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Diese 5 Altcoins sollten Krypto-Anleger kennen

Bitcoin war die erste Kryptowährung am Markt und ist bis heute die Bekannteste und auch wertvollste. Die Grundlage von Bitcoin ist ein Buchungssystem, das dezentral organisiert ist. Der Bitcoin ist heute nicht nur ein beliebtes Investitionsobjekt ähnlich wie Aktien, ETFs oder Gold, sondern wird auch zunehmend zur Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen genutzt.

In Kürze

  • Ripple oder Litecoin: mehr als nur Bitcoin
  • Die bekanntesten Altcoins
  • Weitere Altcoins

So gibt es immer mehr Anbieter, die das Bezahlen mit Bitcoin ermöglichen, wie zum Beispiel Bitcoin Casinos, Online-Shoppingportale oder sogar stationäre Restaurants und Geschäfte in verschiedenen Städten Deutschlands.

Ripple oder Litecoin: Unter den Kryptowährungen gibt es mehr als nur Bitcoin

Während Deutschland beim Thema Bitcoin immer noch stark hinterherhinkt und teils auf Skepsis trifft, sind andere Länder wie Südafrika oder Nigeria schon deutlich weiter, was die Implementierung der Währung in den Geldkreislauf des Landes angeht. Doch der Bitcoin ist nicht alles. Schließlich gibt es noch eine Vielzahl anderer Digitalwährungen, die insbesondere bei Investoren beliebt sind.

Wer noch nie von Ripple, Ethereum oder Litecoin gehört hat, sollte sich mit dem Thema auseinandersetzen. Zwar sind diese digitalen Gelder als Bezahloption noch seltener akzeptiert als der Bitcoin, dennoch gibt es bereits einen Markt, auf dem der Handel mit diesen Kryptowährungen floriert. Für viele Anleger ist Krypto-Geld mittlerweile eine gute Ergänzung des Aktiendepots und in Anbetracht der Volatilität der Kurse bieten sie ein hohes Potenzial, aber dementsprechend viel Risiko.

Das sind einige der bekanntesten Altcoins

Die alternativen Kryptowährungen heißen auch Altcoins, was für „Alternative Bitcoins“ steht. Zu den bekanntesten zählen unter anderem:

  • Ethereum
  • Dogecoin
  • Ripple
  • Dash
  • Litecoin

Mehr als 800 Altcoins gibt es insgesamt, viele sind jedoch nichts anderes als ein genaues Abbild des Marktführers. Mit einem Marktanteil von mehr als 50 Prozent bleibt der Bitcoin außerdem die wichtigste Kryptowährung. Dennoch lohnt sich auch bei Altcoins ein gewisses Grundverständnis, schließlich holen sie mehr und mehr auf und werden immer bekannter. Wer den Hype nicht verpassen will, der sollte sich daher jetzt näher mit den alternativen Kryptowährungen befassen.

Andere Namen und andere Technologien, aber derselbe Hype

Ethereum: Die Nummer Zwei unter den Kryptowährungen nach dem Bitcoin ist Ethereum. Dieses dezentrale System gibt es seit 2015 – die Grundlagen des digitalen Geldes ähneln dem des Bitcoins. ETH ist die Abkürzung der Währung, die im Wert mittlerweile ordentlich gestiegen ist. Das System bietet mehr Möglichkeiten als den bloßen Geldtransfer, wie zum Beispiel Smart Contracts. Auch funktionieren Geldtransfers mit Ethereum in der Regel schneller als mit Bitcoins.

Ripple: Der Altcoin Ripple kann als Mittel zum Tauschen von Währungen verstanden werden. Sowohl herkömmliches Fiatgeld als auch Kryptowährungen können mit Ripple ausgetauscht werden, was auch einen großen Unterschied zu anderen Kryptowährungen ausmacht. Banken und andere Finanzinstitute spielen bei Ripple eine Rolle, indem sie als Zwischenhändler ein Teil des Systems darstellen. Bitcoin und andere digitale Währungen haben als Ziel, auf den Eingriff von Banken zu verzichten. Ein weiterer Unterschied bei Ripple ist, dass es sich nicht um ein dezentral organisiertes System handelt, sondern um Datenbanken, die öffentlich eingesehen werden können. Jede Transaktion wird darin erfasst.

Litecoin: Litecoin existiert seit 2011 und ähnelt dem Bitcoin stark. Was Litecoin so erfolgreich macht ist, dass die Kryptowährung deutlich schneller funktioniert als Bitcoin. Transaktionen benötigen weniger Zeit, was gleichzeitig auch die Gebühren senkt. In nur zweieinhalb Minuten kann ein neuer Block generiert werden – bei Bitcoin dauert der Vorgang rund zehn Minuten. Außerdem hat der Litecoin eine hohe Marktkapitalisierung. Im Zuge der Krypto-Rallye, die sich seit 2020 ereignet, ist auch der Litecoin stark gestiegen und konnte seinen Wert vervielfachen.

Dogecoin: Von Litecoin abgeleitet ist Dogecoin, eine Kryptowährung, deren Design und Name auf dem Internet-Meme-Phänomen „Doge“ basiert. Dogecoin ist die sechstgrößte Kryptowährung, gemessen an der Marktkapitalisierung, wozu auch Tesla-Gründer Elon Musk beigetragen hat. Nachdem er im Dezember 2020 und Januar 2021 Dogecoin in mehreren Tweets anpries, stieg die Währung, die bis dahin nur einige Cents wert war, auf bis zu 0,70 US-Dollar. Ein entscheidender Unterschied zu den anderen Kryptowährungen ist die große Anzahl an Münzen, die generiert werden kann. Bitcoin und Litecoin sind limitiert, auf 21 Millionen beziehungsweise 84 Millionen Münzen – die Limitierung für Dogecoin wurde schon im Jahr 2014 aufgehoben, was Inflationsraten zur Folge hat, die aber jährlich abnehmen.

Dash: Dash steht für „Digital Cash“ und hat einige erweiterte Funktionen im Gegensatz zu Bitcoin, auch weil es auf einem Peer-to-Peer-Netzwerk basiert. Die Transaktionen mit Dash sind nicht gänzlich anonym und zudem kosten Sofortüberweisungen eine entsprechende Gebühr. Dash konnte im Jahr 2020 schon etwas vor den anderen Kryptowährungen zum Kursaufschwung ansetzen und hat seinen Wert im Jahr 2020 um rund 250 Prozent gesteigert. Ein weiterer Pluspunkt von Dash ist die dezentrale Organisation. Die Marktkapitalisierung ist verglichen mit anderen digitalen Geldern allerdings recht gering.

Wer in Altcoins investieren möchte, hat die Qual der Wahl. Ins Krypto-Depot gehört für viele der Klassiker Bitcoin, ergänzt mit einigen Altcoins. Für tatsächliche Bezahlvorgänge ist Bitcoin an vielen Stellen noch die Kryptowährung der Wahl, doch auch das könnte sich in den nächsten Jahren ändern.

Bitcoin-ETF, was steckt hinter dieser neue Anlagemöglichkeit?

Bitcoin-ETF, was steckt hinter dieser neue Anlagemöglichkeit?

Nach der Einführung der ersten Bitcoin-ETFs in Kanada und Brasilien, nehmen wir diese genauer unter die Lupe.

Somit kommt die USA immer weiter in Zugzwang, wann wird die Genehmigung der SEC folgen? 

 

In Kürze

  • Aufbau eines Bitcoin-ETFs
  • Vorteile eines Bitcoin-ETFs
  • Gefahren eines Bitcoin-ETFs
  • Stellungnahme SEC
  • Fazit 

Aufbau eines Bitcoin-ETFs

Bei neuen Finanzprodukten ist es sehr wichtig sich im Klaren zu sein, wie diese aufgebaut sind und welche Chancen und Risiken bestehen. Dementsprechend gehen wir kurz und knapp auf die Funktionsweise eines Bitcoin-ETFs ein.

Ein großer Unterschied zwischen einem Bitcoin-ETF und einem „normalen“ ETF besteht nicht. Eine Depotbank, im Falle eines Bitcoin ETFs beispielsweise Coinbase, kauft mit dem Geld der Anleger Bitcoin oder Bitcoin Future Kontrakte. In einem traditionellen ETF werden Basiswerte wie beispielsweise der DAX, S&P 500 oder der MSCI World abgebildet. Bei der Neuauflage wird es sich lediglich um die Anlage in  Bitcoin und Ethereum handeln. Dementsprechend fällt die Streuung sehr gering, gegenüber der Anlage in einen typischen ETF, aus.

Der neu aufgelegte Kanadische ETF legt sowohl in Bitcoin als auch Ethereum an. Nach dem Kauf der ETF Anteile können diese frei an der Börse gehandelt werden und je nach Angebot und Nachfrage schwanken.

Ein weiterer Wichtiger Punkt: Mit der Anlage in einen Bitcoin-ETF wird man nicht Eigentümer des Basiswertes. Großinvestoren müssen sich dahingehend nicht mit der Komplexität eines Bitcoin Kaufes auseinandersetzten, sondern können einfach an der Börse spekulieren. So entsteht kein Unterschied, ob sie einen DAX-ETF oder einen Bitcoin-ETF handeln. Auch allgemeine Marktteilnehmer müssen sich nicht mehr über Bitcoin und sicherheitsrelevante Themen wie Hackerangriffe, Diebstähle oder die Aufbewahrung in einem Wallet Gedanken machen. Die ETFs wären gegen diese Risiken versichert, da die Depotbanken verpflichtet werden könnten, nur transparente Datenquellen im Zusammenhang mit Bitcoin Transaktionen auszuwählen.

Vorteile eines Bitcoin ETFs

Wie zuvor bereits erwähnt, wird die Spekulation auf Bitcoin erleichtert. Die Gefahren von gehackten oder insolventen Kryptobörsen und kompromittierten Wallets fallen weg. Allgemein würde der Bitcoin weiter an Bekanntheit gewinnen, da nach der Zulassung der ersten Bitcoin-ETFs sehr wahrscheinlich weitere aufgelegt werden. Der Bitcoin-ETF könnte sich als neues Finanzprodukt sowohl bei Großbanken, Großinvestoren als auch bei Privatpersonen etablieren.

So wird der Bitcoin oder allgemein Kryptowährungen immer mehr zur Normalität und im allgemeinen Sinne von der Gesellschaft akzeptiert. So könnten die Bitcoin-ETFs oder weitreichender, die Krypto-ETFs von Hedgefonds, Banken und auch Privatanlegern genutzt werden und in Zukunft nicht nur als Zahlungsmittel sondern auch als Anlage zum Alltag gehören.

Gefahren eines Bitcoin ETFs

Es ist schwierig von einem Bitcoin-ETF zu sprechen, da die Grundidee eines solchen Indexproduktes schlicht und ergreifend nicht zutrifft. Ein ETF sollte Streuung mit sich bringen, um langfristig und zielorientiert in einen Index investieren zu können, dies ist bei einem Bitcoin-ETF nicht gegeben. Des Weiteren ist bei einem solchen Produkt hohe Vorsicht geboten, es handelt sich auch hier um eine indirekte Anlage in Bitcoin. Ein ETF macht es unerfahrenen Privatanlegern sehr leicht zu investieren, obwohl diese eventuell nicht in der Lage sind, sich ausreichend über dieses Finanzprodukt zu informieren.

Dementsprechend argumentiert die SEC mit der Absicht, Anleger vor Risiken zu schützen.

Es sollte jedem, der sich in Zukunft für ein derartiges Finanzprodukt interessiert nahegelegt werden, sich eingehend mit den Hintergründen und Funktionsweisen zu beschäftigen. Es handelt sich hier um Bitcoin, welches ein hochriskantes Investment darstellt. Da es sich bei der Anlage in einen Bitcoin-ETF um eine indirekte Anlage in BTC, über einen Drittanbieter handelt, verliert man jegliche Kontrolle über diesen.

Stellungnahme SEC

Jay Clayton, der ehemalig Vorsitzende der Securities and Exchange Commission „SEC“, lehnte seit längerer Zeit Anträge auf Bitcoin-ETFs ab. Obwohl dieser ist keinesfalls ein Verfechter von Bitcoin ETFs ist, spricht er vielmehr über einige Punkte, welche unbedingt vor der Auflegung eines Bitcoin ETFs geregelt werden müssen, um sowohl den Markt als auch Anleger zu schützen.

Werfen wir einen Blick auf die bisher genannten Gründe für die Ablehnungen:

  • fehlende Marktüberwachung

Da die meisten Kryptowährungsbörsen nicht die gleichen Überwachungstools wie Börsen verwenden, sagte Clayton, dass Investoren möglicherweise keine faire Einschätzung des Bitcoin-Preises erhalten.

  • Missbrauch und manipulative Aktivitäten

Die New York Stock Exchange und die Nasdaq verfügen über sogenannte „Überwachungssysteme“ oder Systeme, die missbräuchliche und manipulative Aktivitäten an den Börsen überwachen, verhindern und untersuchen. Diese Art von Sicherheitsvorkehrungen gibt es derzeit nicht an allen Börsenplätzen, an denen digitale Währungen gehandelt werden.

  • Sorgerecht muss “verbessert” werden

Die sichere Aufbewahrung dieser Assets ist ein großes Hindernis. Während der Preis von Bitcoin selbst sicherlich volatil ist, könnten Anleger auch einem Diebstahlrisiko des Basiswerts ausgesetzt sein. Es wichtig, dass die Vermögenswerte, die diesem ETF zugrunde liegen, gut verwahrt werden und nicht verschwinden.

Es gibt Dutzende von Lösungen zur Verwahrung von Kryptowährungen, die entweder angekündigt wurden oder bereits auf dem Markt sind. Fidelity gab im Oktober letzten Jahres bekannt, dass es ein separates Unternehmen gründet, das die Verwahrung von Kryptowährungen und die Handelsausführung für institutionelle Anleger übernimmt.

Einiger dieser Argumente gegen Bitcoin-ETFs wurden bereits beseitigt bzw. Lösungsvorschläge bereitgestellt.

Da die Zeit von Jay Clayton seit dem 14. September gezählt ist, waren viele der Überzeugung, dass es mit dem grünen Licht für den Bitcoin-ETF unter der Führung des neuen Vorsitzenden Gary Gensler nun schneller geht. Doch auch Gensler stellte schnell klar, dass er Bedenken hinsichtlich des Anlegerschutzes hat. Er geht davon aus, dass mit diesem Finanzprodukt viele Menschen verletzt werden könnten, dementsprechend ist es von größter Bedeutung Vorschriften zum Schutz von Anlegern einzuführen.

Gary Gensler weiter:

Mein Hauptaugenmerk liegt auf einem Bitcoin ETF, der in Future-Kontrakte investiert, welcher an der Chicago Mercantile Exchange gemäß dem Investment Company Act von 1940 gehandelt werden kann. Dadurch wird erheblicher Schutz für Anleger von Investmentfonds und ETFs sichergestellt.

Fazit

Ein Bitcoin ETF wird in Zukunft ein Finanzprodukt darstellen, welches viele Portfolios bereichern wird. Es bringt die Möglichkeit leichter und schneller in Bitcoin zu investieren und von Schwankungen zu profitieren. Dennoch ist es wichtig, gewisse Grundvoraussetzungen zu beachten, da es sich ebenfalls um ein frei zugängliches Finanzprodukt handelt, welches jeder Marktteilnehmer kaufen und verkaufen kann.

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