Craig Wright schuldet der Familie von David Kleiman nicht die Hälfte der 1,1 Millionen Bitcoin!

Craig Wright schuldet der Familie von David Kleiman nicht die Hälfte der 1,1 Millionen Bitcoin!

Craig Wright hat erstmalig 2016 behauptet, Satoshi Nakamoto und damit der Erschaffer von Bitcoin zu sein. Jetzt klagt die Kleiman Familie gegen Wright und behauptet, dass der verstorbene David Kleiman damals als Geschäftspartner auftrat. Dementsprechend beträgt die Forderung die Hälfte der 1,1 Millionen Bitcoin, die dem Gründer von Bitcoin zustehen. Der Wert beläuft sich auf eine Summe von circa 50 Milliarden Dollar. Jetzt hat ein Gericht gegen sie entschieden.

In Kürze

  • Gericht entscheidet gegen Kleiman Familie
  • 1,1 Millionen Bitcoin 
  • Wer ist Satoshi Nakamoto?

Gericht entscheidet gegen Kleiman Familie

Ein Jury in Florida hat jetzt befunden, dass Wright der Familie von David Kleiman nicht die Hälfte von 1,1 Millionen Bitcoin schuldet. Allerdings wurde durch die Geschworenen ein Joint Venture der beiden Männer anerkannt, was der Familie ein geistiges Eigentum von 100 Millionen Dollar als Schadensersatz zusprach.

1,1 Millionen Bitcoin Craig Wright

Die gesamte Summe hätte einen Gegenwert von 50 Milliarden Dollar. Wenn die Anwalts- und Gerichtskosten mit eingerechnet werden, dann noch deutlich mehr. Obwohl die 100 Millionen Dollar fällig werden, hat sich Andres Rivero, der führende Anwalt von Wright, positiv dazu ausgesprochen.

Er erklärte:

Dies war ein enormer Sieg für unsere Seite.

1,1 Millionen Bitcoin

Da im Bitcoin Netzwerk lediglich die maximale Anzahl von 21 Millionen Bitcoin existieren werden, wird es wohl nie mehr einen Fall mit mehr Bitcoins auf der Anklagebank geben. Tatsächlich wurden diese BTC in den ersten paar Monaten des Starts von Bitcoin durch Mining hergestellt.

Damals noch ein sehr geringer Wert von einigen tausend Dollar, stieg dieser mit der Zeit extrem an. Jetzt würde der Erfinder von Bitcoin mit dem Wallet über 1,1 Millionen BTC zu einem der reichsten Menschen der Welt gehören.

Wer ist Satoshi Nakamoto?

Diese Frage birgt wohl das größte Rätsel im gesamten Krypto-Space. Die Antwort werden wir in Zukunft wohl nie 100% bestätigt bekommen. Auch Craig Wright konnte bis heute nicht sicher darlegen, dass er der Erfinder von Bitcoin und damit der Eigentümer der 1,1 Millionen Bitcoin ist.

Tatsächlich müsste Wright lediglich in einer vorher öffentlich kommunizierten Transaktion einen gewissen Betrag an BTC verschieben, um zu beweisen, dass er der Eigentümer ist. Da er allerdings keinen Zugriff auf den Private Key des Wallets hat, wird dies wahrscheinlich nie abschließend geklärt werden.

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Binance startet in Großbritannien neu durch

Nach kürzlichen Schwierigkeiten zwischen der FCA und Binance möchte sich die Krypto Börse nun wieder in Großbritannien ansiedeln. In einem Zeitraum von 6-18 Monaten will der CEO von Binance, Changpeng Zhao (CZ) alle Anforderungen der britischen Finanzbehörde erfüllen.

In Kürze

  • Ärger zwischen FCA und Binance

  • Binance auf Regulations-Kurs

  • Krypto schlägt Fiat

Ärger zwischen FCA und Binance

Die Financial Conduct Authority (FCA) ist eine unabhängige Finanzmarktaufsichtsbehörde in Großbritannien. Ihr unterliegen rund 51.000 Finanzdienstleister und Finanzmärkte in dem Vereinigten Königreich.

Binance hat vor geraumer Zeit mit einigen Finanzbehörden zu kämpfen gehabt, da die Börse in verschiedenen Ländern ohne Lizensierung agierte. Eines der ersten Länder, das den Handel von Binance stark einschränkte war Großbritannien.

Weitere Länder reagierten weniger stark auf die Nicht-Regulierung von Binance bei der jeweiligen Finanzbehörde. So wurde z.B. in Deutschland oder den USA der Handel nicht direkt verboten, sondern es wurden Auflagen erstellt, die bis zu einem bestimmten Datum erfüllt werden müssen. Als ersten Schritt hat Binance im Juni angekündigt, dass alle Futures und Derivate in Deutschland im Dezember 2021 eingestellt werden.

Binance

Binance auf Regulations-Kurs

Als eine Negativ-Schlagzeile nach der anderen auf Binance einhagelte, beschloss die Börse, sich den Regulationen der entsprechenden Länder zu stellen und diese einzuhalten, um eine entsprechende Lizensierung für Finanzgeschäfte zu erhalten.

So teilte CZ heute der britischen Tageszeitung The Telegraph in einem Interview mit, dass die Börse daran arbeitet, die Auflagen von Großbritannien zu erfüllen. Innerhalb einer Zeitspanne von 6-18 Monaten soll Binance zu einer registrierten Krypto-Asset-Firma in Großbritannien werden. Hierfür erwägt er, eine Tochterfirma in dem Vereinigten Königreich zu gründen.

CZ erklärt:

Da sind wir wieder voll im Einsatz. Wir nehmen eine Reihe von sehr wesentlichen Änderungen in den Organisationsstrukturen, Produktangeboten, unseren internen Prozessen und der Art und Weise, wie wir mit Aufsichtsbehörden zusammenarbeiten, vor.

Krypto schlägt Fiat

Der Kryptomarkt wurde die letzten Tage mit roten Zahlen überschwemmt. Erfahrene Hodler sehen diesen Crash als günstigen Wiedereinstiegspunkt und halten ihren Ruhepuls niedrig. Zu diesen Personen zählt natürlich auch der CEO von Binance.

In dem Interview betonte CZ noch einmal, dass Kryptowährungen und die zugrundeliegende Industrie einen „nützlichen Beitrag zur menschlichen Gesellschaft“ leisten und den technologischen Fortschritt fördern. Zudem erklärt er Kryptowährungen als bessere Version von Fiat-Geldern:

Geld ist heute noch sehr klobig. Wir können das gleiche Maß an Sicherheit und Compliance aufrechterhalten, aber gleichzeitig die Abwicklung viel schneller, einfacher und billiger machen.

Jack Dorsey ändert den Namen seiner Zahlungsfirma Square in Block – Krypto Vorstoß!

Jack Dorsey ändert den Namen seiner Zahlungsfirma Square in Block – Krypto Vorstoß!

Der Gründer von Square und Twitter hat am gestrigen Abend verkündet, dass er den Namen seiner Firma Square auf Block umbenennt. Dies ist ein deutlicher Vorstoß in die Kryptowelt und ein Zeichen von Dorsey.

In Kürze

  • Jack Dorsey würde für Bitcoin arbeiten
  • Twitter Rückzug für Bitcoin?
  • Namensänderung von Square auf Block

Jack Dorsey würde für Bitcoin arbeiten

Auf einer vollbesetzten Konferenz in Miami im Juni erzählte Jack Dorsey vor Tausenden von Teilnehmern, was seine wahre Leidenschaft ist:

Wenn ich nicht bei Square oder Twitter wäre, würde ich an Bitcoin arbeiten.

Twitter Rückzug für Bitcoin?

Square in Block

Am Montag gab Dorsey bekannt, dass er Twitter verlassen wird, um sich mehr auf Blockchain und Dezentralisierung zu konzentrieren. Lange vor der überraschenden Nachricht hatte Dorsey den Grundstein für sein nächstes Kapitel gelegt und beide Unternehmen, Twitter und Square, mit kryptobezogenen Projekten versorgt. Bereits am Dienstag berichteten wir darüber, warum der Rücktritt von Jack Dorsey als CEO von Twitter als bullisch für Bitcoin zu werten ist.

Dorseys umfassendere Vision basiert auf dem Prinzip der Dezentralisierung, d.h. dass Technologie und Finanzen nicht wie heute in den Händen einer Handvoll Gatekeeper konzentriert sein sollten.

Namensänderung von Square in Block

Die Namensänderung erfolgt nur zwei Tage nach dem Rücktritt von Jack Dorsey als CEO von Twitter. Jack Dorseys Zahlungsunternehmen Square wird seinen Namen in „Block“ umbenennen, wie es auf Twitter offiziell mitteilte. Die Namensänderung wird am 10. Dezember offiziell bekannt gegeben.

Die Namensänderung zeigt den Wunsch des Unternehmens, dezentralisierte und Blockchain-Technologie aggressiver zu integrieren. Nach Angaben des Unternehmens war die Namensänderung seit letztem Jahr in Arbeit.

In einer Presseerklärung sagte Jack Dorsey:

Wir haben die Marke Square für unser Verkäufergeschäft aufgebaut, wo sie auch hingehört, Block ist ein neuer Name, aber unser Zweck der wirtschaftlichen Befähigung bleibt derselbe. Unabhängig davon, wie wir wachsen oder uns verändern, werden wir weiterhin Tools entwickeln, die den Zugang zur Wirtschaft erleichtern.

Square auf Twitter

Quelle: Twitter

Neben der Namensänderung von Square zu „Block“ wird auch die „Square Crypto“ in „Spiral“ umbenannt. Das Square-Symbol an der New Yorker Börse wird jedoch das gleiche bleiben, nämlich SQ.

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Warum der Rücktritt von Jack Dorsey als CEO von Twitter bullisch für Bitcoin ist

Warum der Rücktritt von Jack Dorsey als CEO von Twitter bullisch für Bitcoin ist

Der Twitter Gründer Jack Dorsey tritt als CEO endgültig zurück und möchte sich von Twitter komplett lösen. Dies erklärte er in einem offenen Brief am gestrigen Montag, dem 29. November, auf der Social Media Plattform. Der Geschäftsführer von Fundstrat Global Advisors erklärt jetzt, warum das bullisch für Bitcoin und andere Kryptowährungen ist. 

In Kürze

  • Twitter CEO tritt zurück
  • Warum der Rücktritt bullisch für Krypto ist
  • Dorsey als treibende Kraft im Krypto-Space

Twitter CEO tritt zurück

Rücktritt von Jack Dorsey bullisch für Krypto

Jack Dorsey hat Twitter von klein an aufgebaut. Nun gibt er seine Position an Parag Agrawal, der als Chief Technology Officer von Twitter fungierte, ab. Dabei erklärte er in einem offenen Brief, dass er der richtige für den Job sei. Zum Ende hin betont er, dass sich Agrawal von Grund auf hochgearbeitet hat und ein höheres Potential hat, als Dorsey selbst.

Bereits vor einigen Monaten erklärte Dorsey auf der Bitcoin 2021 in Miami, dass er, wenn er nicht Twitter aufgebaut hätte, bereits jetzt Vollzeit für Bitcoin arbeiten würde. Dabei handelt es sich nicht nur um leere Worte, denn neben Twitter ist Dorsey auch Gründer von Square, einem Unternehmen, das sich auf digitale Dienstleistungen fokussiert. Erst vor einigen Wochen hat Square das Whitepaper zu einer eigenen dezentralen Wallet auf den Markt gebracht. Dementsprechend sind die Gerüchte über den Fokus von Dorsey auf Bitcoin und andere Kryptowährungen so laut wie noch nie.

Warum der Rücktritt bullisch für Krypto ist

Der Leiter der Forschungsabteilung von Fundstrat Global Advisors, Tom Lee, ist der Ansicht, dass dieser Schritt ein gutes Zeichen für Bitcoin und andere Kryptowährungen ist. Zwar ist aktuell noch nicht klar, auf was sich Dorsey in Zukunft fokussieren wird, allerdings gehen die Spekulationen alle in eine Richtung. Gestern wurde Lee in einem Interview mit CNBC gefragt, ob er das als bullisch für Krypto sieht. Dies erklärte er mit ja.

Eine Sache, die man im Hinterkopf behalten sollte, ist, dass Krypto die Schnittmenge von Finanzdienstleistungen und Technologie ist. Das sind buchstäblich 60 % der Wirtschaft. Finanzdienstleistungen machen die andere Hälfte des BIP aus, es handelt sich also um einen riesigen Markt. Und es gibt nicht genug Kapital, das für Krypto-Innovationen bereitgestellt wird, also braucht es Leute wie Jack Dorsey, um den Fokus wirklich zu lenken, und ich glaube nicht, dass der Bereich noch überinvestiert ist.

 

Dorsey als treibende Kraft im Krypto-Space

Bereits seit längerer Zeit äußert sich Dorsey positiv über Bitcoin und andere Kryptowährungen. Auf dem größten Bitcoin-Event weltweit in Miami diesen Jahres erklärte er, dass die Integration von Bitcoin als Zahlungsmittel seine Lebensaufgabe darstellt. Das einzige Problem damals: Twitter. Nun ist er zurückgetreten und es stehen alle Türen offen, damit er sich voll und ganz auf Square fokussiert und damit die Integration von Bitcoin im Alltag erleichtern wird.

Auch wir bei Krypto Guru glauben, dass Dorsey sich schon bald öffentlich dazu bekennen wird. Tatsächlich können wir alle gespannt bleiben, da Dorsey auf alle Fälle mehr Fokus auf Square gegen kann, was die Bitcoin Adoption auf alle Fälle fördert.

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Bitcoin überholt PayPal beim übertragenen Wert! Ist Mastercard der nächste?

Bitcoin überholt PayPal beim übertragenen Wert! Ist Mastercard der nächste?

Jüngsten Daten zufolge wickelt das Bitcoin-Netzwerk inzwischen mehr Volumen ab als der Online-Zahlungsriese PayPal. Als nächstes könnte Mastercard an der Reihe sein, der Weg ist allerdings noch weit.

In Kürze

  • Das verarbeitete Volumen des Bitcoin-Netzwerks hat bereits PayPal übertroffen und erreicht 489 Milliarden Dollar pro Quartal.
  • Einem aktuellen Bericht zufolge gibt es drei Hauptfaktoren, die dazu führen könnten, dass BTC das Volumen von Mastercard erreicht.
  • Wenn der Bitcoin-Preis 245.000 Dollar erreicht, könnte das Volumen des Netzwerks leicht das von Mastercard übersteigen.

Bitcoin überholt PayPal

Bitcoin überholt PayPal

Die Zahlen des Blockchain-Analyseunternehmens Blockdata zeigen, dass das Bitcoin-Netzwerk im Jahr 2021 durchschnittlich 489 Milliarden Dollar pro Quartal verarbeitet hat, verglichen mit 302 Milliarden Dollar pro Quartal bei PayPal.

Der Wert von Bitcoin ist immer noch weit entfernt von dem der anderen führenden Zahlungsabwickler Mastercard (1,8 Billionen US-Dollar pro Quartal) und Visa (3,2 Billionen US-Dollar pro Quartal).

Die Ankündigung von PayPal im vergangenen Jahr, dass Kunden Bitcoin und andere Kryptowährungen über seine Online-Plattform kaufen, verkaufen und ausgeben können, öffnete die digitalen Vermögenswerte für mehr als 300 Millionen Kunden und rund 20 Millionen aktive Händler auf der ganzen Welt und leitete den Beginn einer Preisrallye an, die den Wert von BTC in den letzten 12 Monaten um mehr als 400 Prozent ansteigen ließ.

Transaktionsvolumen von Bitcoin im Jahr 2021 verdoppelt

Das Transaktionsvolumen von Bitcoin wurde durch den steigenden Preis angekurbelt, der sich im Jahr 2021 gegenüber dem US-Dollar fast verdoppelt hat.

Sam Wouters, Analyst bei Blockdata, schrieb:

Theoretisch würde das Bitcoin-Netzwerk, wenn der Preis von Bitcoin heute um 260 Prozent auf 245.000 Dollar steigen würde, täglich ein Volumen verarbeiten, das dem von Mastercard entspricht. Der Preis ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit für Bitcoin, aufzuholen, und das Volumen ist nicht die einzige Möglichkeit, die Größe eines Finanznetzwerks zu definieren.

Lücke zwischen Bitcoin und Kreditkartenfirmen könnte sich weiter schließen

Das Bitcoin-Netzwerk verzeichnet im Durchschnitt rund 280.000 Transaktionen pro Tag auf seiner Basisschicht (ohne Berücksichtigung von Layer-2-Technologien wie dem Lightning Network), verglichen mit rund 366 Millionen pro Tag bei Mastercard und 597 Millionen pro Tag bei Visa.

Der Vergleich zeigt, dass es ein deutlich beachtliches Gap zwischen Bitcoin und Mastercard und Visa gibt. Es ist allerdings nicht unwahrscheinlich, dass dies in den nächsten Jahren geschlossen werden kann.

Hierzu schreibt Sam Wouters:

Es gibt viel mehr Kreditkartennutzer als Kryptowährungsnutzer, und um diese Lücke zu schließen, braucht es Zeit und eine Menge Aufklärung darüber, wie dieses neue Finanzsystem funktioniert. In den nächsten Jahren kann sich viel ändern, und die konservative Schätzung, dass Bitcoin im Jahr 2026 die Größe eines Netzwerks wie Mastercard oder Visa erreichen wird, ist vielleicht doch nicht so überoptimistisch.

Die aktuelle Marktkapitalisierung von Bitcoin ist mit über 1 Billionen Dollar bereits höher als der Wert von Mastercard, PayPal und Visa zusammen. Das Bitcoin Netzwerk ist weiterhin stark am Wachsen, auch wenn die Mutter der Kryptowährungen heute mit 7 Prozent im Minus notiert.

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Größtes Unternehmen Südamerikas ermöglicht Krypto Investitionen

Das E-Commerce Unternehmen MercadoLibre ist derzeit das Unternehmen mit der größten Marktkapitalisierung in Südamerika. In dem neuen Projekt, das sich bereits in der Testphase befindet, soll es Brasilianern und langfristig allen Südamerikanern ermöglicht werden, Krypto Investitionen tätigen zu können.

In Kürze

  • Brasilien im Krypto Fieber
  • MercadoLibre ermöglicht Krypto Investitionen
  • Eigenes Wallet unklar

Brasilien im Krypto Fieber

Das Leben in den meisten lateinamerikanischen Ländern ist von Armut geprägt. Rund 40% der Einwohner Lateinamerikas leiden unter Armut, 20% sogar unter extremer Armut. Selbst in den etwas reicheren Ländern wie Brasilien leben noch 26% der Bevölkerung unter der nationalen Armutsgrenze.

Zusätzlich zu der sowieso schon hohen Armut kommt noch eine zusätzliche Belastung. Hohe Inflationen bzw. Hyperinflationen, wie derzeit z.B. in Argentinien, lässt die Bevölkerung zusätzlich verarmen.

Aus diesem Grund sucht die Bevölkerung einen Ausweg aus dieser Krise. Hier kommt Bitcoin ins Gespräch. Bitcoin bietet eine Anlageklasse, die unabhängig von der Inflation des eigenen Landes seinen Preis bestimmt. Aus diesem Grund wird in Argentinien bereits darüber diskutiert, Bitcoin ähnlich wie in El Salvador als gesetzliches Zahlungsmittel festzuschreiben.

Auch Brasilien hat vor kurzem einen Gesetzesentwurf verfasst, der angeblich davon berichtet, Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel einzusetzen. Tatsächlich beinhaltet der Bericht positive Nachrichten über Bitcoin, jedoch wird dort mit keiner Silbe erwähnt, dass dies umgesetzt werden soll. Dabei befürworten laut einer Studie von Sherlock Communications 48% der brasilianischen Bevölkerung den Einsatz von Bitcoin als gesetzlichem Zahlungsmittel, nach dem Vorbild von El Salvador.

MercadoLibre ermöglicht Krypto Investitionen

Krypto Investition

Das nach Marktkapitalisierung größte Unternehmen Südamerikas erkennt ebenfalls den Nutzen und die Nachfrage nach Bitcoin. Aus diesem Grund startete der Konzern ein Projekt, dass Krypto Investitionen ermöglichen soll.

Abgewickelt werden diese Transaktionen über die hauseigene digitale Zahlungsapp MercadoPago. Auf dieser App wird es vorerst lediglich Brasilianern ermöglicht, Bitcoin und weitere Kryptowährungen zu kaufen, verkaufen und zu halten.

Die App hat derzeit rund 16,8 Millionen Nutzer, die somit einen einfachen Weg bereitet bekommen, in die Welt der Kryptowährungen einzutauchen. Das Projekt ist bereits für einige ausgewählte Mitglieder aktiv. In den kommenden Wochen soll die Funktion allen Brasilianern zur Verfügung gestellt werden. Das langfristige Ziel stellt es dar, das Angebot der Krypto Investition auf weitere lateinamerikanische Länder zu erweitern.

Eigenes Wallet unklar

Die Kryptowährungen können in der App gekauft, verkauft und gehalten werden. Doch bislang gibt es keine Pläne, die Anwendung dieser Kryptowährungen weiter auszubreiten. So ist es den Kunden nicht möglich, mit den auf der MercandoPago App gehaltenen Kryptowährungen eine Zahlung bei den Artikeln von MercandoLibre durchzuführen.

Des Weiteren ist noch nicht bekannt, ob die von den Nutzern erworbenen Coins auf einer eigenen Wallet gespeichert werden. Somit haben die Kunden das Risiko, keinen Private Key für ihre Coins zu besitzen. Nach dem Grundsatz „Not your Keys – Not your Coins“ haben die Krypto Investoren der App dann keinen Einfluss darauf, was mit ihren Coins passiert.